Zwei Jahre Radverkehrspolitik, Teil 3

Der dritte Teil dieser eigentlich auf vier Teile angelegten Artikelserie ließ leider etwas auf sich warten, inzwischen ist das Radverkehrspolitik-Blog nicht zwei, sondern auf den Tag genau zweieinhalb Jahre alt. Zeit ist aber sowieso ein Problem, das in diesem Artikel gleich noch aufgegriffen wird.

Tannenbaum Engel

Erstmal komme ich wohl nicht umhin, allen Lesern frohe Festtage zu wünschen. Eigentlich mache ich mir nichts mehr aus Weihnachten, seit vor über einem Jahrzehnt die Pubertät kam und der Zauber der Festtage der nüchternen Feststellung wich, dass es weder Wunder noch den Weihnachtsmann gibt. Die Realität ist der Tod jeglicher Träume, so traurig das auch klingen mag. Trotzdem gibt’s Geschenke an diesem stürmischen Abend und für mich unter anderem das hier:

Hentschel

Ein Student der Medieninformatik bekommt einen Hentschel, der sonst nur bei Verkehrsrechts-Experten, Anwälten und Richtern im Regal steht. Nicht dass ich mich mit diesen Experten in einem Atemzug nennen möchte, aber ich will endlich nachlesen können, auf welche Stellen dieses Kommentares sich Richter in ihren Urteilen und Anwälte in ihren Argumentationen beziehen. Und sicherlich gibt’s da noch eine ganze Menge zu lernen für jemanden, der eigentlich als vollkommen fachfremder Laie ein radverkehrspolitisches Weblog mit einem gewissen Anspruch betreibt. Die durchschnittliche Länge der radverkehrspolitischen Artikel dürfte in Zukunft eher steigen denn sinken.

Genug gequasselt, jetzt wird’s ernst.

Ich will den heutigen Tag nutzen, um mal etwas neues zu probieren. Wie alle sechs Monate steht bald wieder die Klausurzeit im Kalender und spätestens Mitte oder Ende Januar herrscht in diesem Blog wieder für ein paar Wochen Ruhe. Es gibt Dinge, auf die ich mich mehr freue, wobei ich dieses Mal fünf Prüfungen abbekommen habe, die so richtig schlimm gar nicht sind.

Trotzdem ist Stillstand ärgerlich und während ich mich mit Datenschutz, Rechnernetzen, Scientific Computing und ähnlichen Späßen herumschlage, läuft mein Posteingang wieder vor lauter E-Mails über. Das ist ja auch nicht Sinn der Sache.

Ich kann leider unmöglich auch nur annähernd alle E-Mails beantworten, die in meinem Posteingang liegen — dafür reicht die Zeit einfach nicht. Nun kommen da meistens Fragen rein über die Straßenverkehrs-Ordnung, über Radwege, bestimmte Erfahrungen im Straßenverkehr und den Klassiker: „Soll ich den Kraftfahrer anzeigen oder nicht?“

Das können natürlich auch noch andere Radfahrer beantworten — Platz dafür ist ab heute im Radverkehrspolitik-Forum. Eigentlich finde ich es albern, jede kleine Webseite mit einem Diskussionsforum auszustatten, aber ich habe das Gefühl, dass es in diesem Blog funktionieren könnte — und wenn nicht, naja, dann werfe ich es eben irgendwann wieder weg. Hier habe ich noch etwas darüber geschrieben: Noch ein weiteres Verkehrs-Forum? Zum Mitdiskutieren ist wie gewöhnlich ein Benutzerkonto nötig.

Und jetzt ist’s erstmal Zeit für ein paar ruhige Stunden unter dem Baum.

9 Gedanken zu „Zwei Jahre Radverkehrspolitik, Teil 3“

  1. Hallo Malte, interessanter Ansatz. Wird spannend sein zu beobachten wie sich einerseits Diskussionen dann so verändern und andererseits der Einfluss auf die direkten Rückmeldungen hier sein wird.

    Wünsche denn auch Dir und Allen ruhige und angenehme Feiertage und Kraft für die bevorstehende Zeit der verscherbten, verdreckten und zugemüllten Straßen und Wege mit Böller- und Partymist.

    Ich finde das gesamte Projekt, also den Blog Radverkehrspolitik, einen Beitrag zur Gesamtgemengelage, der potentiell immer „dickere Kartoffeln“ erahnen läßt. Da wächst so einiges, auf verschiedenen Ebenen heran. Und ich selber lerne hier auch ständig dazu.
    Danke dafür!

    PS: Ich weiß nicht ob das jetzt dolle nett von mir ist … nimm es mit einem grinsendem Auge:
    „der Zauber der Festtage die nüchterne Feststellung wich“ <- das hat jetzt aber nicht die Rechtschreibprüfung verbockt. *grins* Entweder "dem Zauber …" oder "… der nüchternen …"

    1. PS: Ich weiß nicht ob das jetzt dolle nett von mir ist … nimm es mit einem grinsendem Auge:
      “der Zauber der Festtage die nüchterne Feststellung wich” < - das hat jetzt aber nicht die Rechtschreibprüfung verbockt. *grins* Entweder "dem Zauber …" oder "… der nüchternen …"

      Vielen Dank für den Hinweis und immer gerne her mit den Rechtschreib- und Grammatikfehlern, das nehme ich niemandem übel 😉

    1. Wie beruhigend, dass auch andere am 24. 12. Zeit zu bloggen haben

      Hier oben im Norden ist’s momentan nicht so gemütlich, dass man gerne vor die Tür gehen möchte. Und mit dem Auto in die nächste Kneipe zu fahren, um da den anderen beim Trinken zuzuschauen ist jetzt auch nicht so der Hit. Dorfdiscotheken genießen ja nicht umsonst einen speziellen Ruf 😉

      1. Dorfdiscotheken genießen ja nicht umsonst einen speziellen Ruf 😉

        Als Großstadtkind bin ich noch nie in sowas gewesen und so legendär scheint der Ruft nicht zu sein, sonst hätte ich davon schon was gehört. 😉

  2. Danke, ebenso ein besinnliches Weihnachtsfest! Bei mir war es sogar so, daß ich zwei Leistungsscheine in Verwaltungsrecht erworben habe, um das Denken der Juristen und Verwaltungsmitarbeiter besser zu verstehen. Ich sehe da allerdings Unterschiede. Die Juristen halten sich, soweit es ihnen bekannt ist, an das codifizierte Recht. Der Verwaltungsmitarbeiter orientiert sich häufig aber eher am eigenen Bauch. An der CAU wird im Profilierungsbereich üsngeboten. Dieser steht auch all Jenen offen, die auf Magister o.ä. studieren.

    1. Wahrlich kein Schnäppchen …

      Darum lässt man es ja vom Weihnachtsmann bringen 😉 Mich interessiert allerdings nicht nur der „Fahrrad-Anteil“, sondern auch noch das ganze andere Zeug drumherum, vom Straßenverkehrs-Gesetz und der Fahrerlaubnis-Verordnung mal abgesehen. Den Kettler habe ich auch schon irgendwo stehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.