Wie sich die GdP mit Kampfradlern blamiert

Mit Hetze gegen die so genannten Kampfradler kann man im Moment eigentlich nichts verkehrt machen. Die GdP, die sich schon mit einer bemerkenswerten Pressemitteilung dem Spott preisgab, hat es noch einmal mit Karacho in die Medien geschafft: Polizeigewerkschaft droht „Kampfradlern“

Der Bundesverkehrsminister nennt es Verrohung, die Polizeigewerkschaft fordert härtere Strafen bei Verkehrsdelikten mit dem Rad. Wie sinnvoll ist dieses Vorgehen gegen Fahrradsünder?

Der Artikel ist schon beinahe total großartig. Da wird in einem Absatz die Forderung nach Fahrradkennzeichen, die auch hier schon einmal Thema war, abgefertigt, im nächsten geht’s gleich um die offenkundige Unwissenheit der GdP über § 2 Abs. 4 StVO. Dieses Mal werden sogar die Kosten dafür beziffert, 800 Millionen Euro soll der Spaß kosten und gleichzeitig sagt die Unfallforschung der Versicherer: Kennzeichenpflicht für Radfahrer hat keinen Nutzen.

Es ist zwar richtig, dass es durchaus viele benutzungspflichtige Radwege gibt, doch tragen die meisten ihr blaues Schild nicht zu Recht: eine gewisse Gefährdungssituation auf der Fahrbahn lässt sich womöglich nicht abstreiten, doch genügen die meisten Radwege, unter anderem auch die benutzungspflichtigen, nicht einmal ansatzweise den Vorschriften. Was in den Verwaltungsvorschriften und in den diversen ERA-Spezifikationen als Mindestmaß genannt wird, ist in der Realität häufig noch nicht einmal die breiteste Stelle des Radweges. Gleichzeitig strebt die momentane Rechtsprechung in die Richtung, die Benutzungspflicht geradezu aus der Straßenverkehrs-Ordnung zu tilgen oder wenigstens auf Ausnahmen zu beschränken, während momentan reihenweise die blauen Schilder an deutschen Radwegen fallen. Insofern ist die GdP wirklich eine sehr witzige Gewerkschaft:

Das Ansinnen der GdP, Fahrradfahrer, die auf der Straße fahren, mit Bußgeldern zu bestrafen, löst Heiterkeit bei Experten aus. Seit 1997 sind Radwege auf Gehwegen nur noch in Ausnahmefällen benutzungspflichtig – wenn sie durch das blaue Fahrradzeichen gekennzeichnet sind.

Auf der zweiten Seite geht es noch um Unfallursachen und Promillegrenzen. Interessant sind auch wieder die Kommentare, in denen sich Auto- und Fahrradfahrer die Köpfe einschlagen, wie es die Tradition verlangt.

Die Meldung wird auch noch in anderen Medien verarbeitet:

3 Gedanken zu „Wie sich die GdP mit Kampfradlern blamiert“

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