Was dürfen Autofahrer sich alles erlauben?

Radler gegen Autofahrer — der tägliche Kleinkrieg nervt beide Seiten. Fahrradfahrer fragen sich: Dürfen die sich eigentlich alles erlauben?

BILD versucht nach eigenen Angaben aufzuklären — und scheitert wie erwartet. Der Artikel macht freilich auch nicht den Eindruck eines Versuches, sich dem Thema Radverkehr auf eine recherchierte und wohlüberlegte Art zu nähern. Mutmaßlich war hier der berühmte Praktikant im Einsatz, der mit wenig Mühe und noch weniger Fachkenntnissen eine kurze Klickstrecke gebastelt hat. Schon die erste Information ist reichlich misslungen:

Wann darf ein Radfahrer überhaupt auf der Straße fahren?
Ist ein Radweg vorhanden, müssen Radfahrer ihn benutzen. Wer trotzdem auf der Straße fährt, riskiert 15 Euro Strafe. Wer andere dabei behindert, zahlt 20 Euro.

Die versuchte Abhandlung über die geltende Rechtslage disqualifiziert sich schon in Ermangelung von Fachbegriffen. Sofern ein Radfahrer nicht gerade durch einen Park oder einen Fluss fährt, benutzt er ohnehin die Straße, denn zu ihr gehört nicht nur die eigentliche Fahrbahn, die umgangssprachlich als ebenjene Straße bezeichnet wird, sondern auch Seitenstreifen und Sonderwege, also auch Rad- und Gehwege.

Abgesehen davon muss ein Radfahrer längst nicht jeden vorhandenen Radweg benutzen, sondern lediglich benutzungspflichtige Radwege, also jene, die mit Zeichen 237, Zeichen 240 oder Zeichen 241 gekennzeichnet sind. Bei allen anderen Wegen handelt es sich lediglich um so genannte „Andere Radwege“, deren Benutzung im Allgemeinen nicht zu empfehlen ist. Die Probleme beginnen bereits mit deren Erkennbarkeit, denn ohne die blauen Verkehrsschilder muss ein solcher Radweg erst einmal gefunden werden. Bei den schwarzen Teerstreifen, die sich in vielen Städten zwischen Gehweg und Fahrbahn entlangschlängeln, handelt es sich freilich um leicht erkennbare Andere Radwege.

Leider ist längst nicht jeder Anderer Radweg so leicht zu erkennen, besonders wenn sich Rad- und Gehweg nur durch die Art oder Farbe der Pflasterung unterscheiden, wobei es nicht nur zwischen verschiedenen Städten, sondern bereits von Straße zu Straße variierende Farben und Muster gibt. Mancherorts wird sogar nur eine schmale Fuge oder ein dünner weißer Strich eingesetzt, um einen Anderen Radweg abzugrenzen. Solche Anderen Radwege werden zum Problem, sobald es zu einem Unfall, im schlimmeren Falle sogar zu einer Kollision mit einem Fußgänger kommt, die gerade bei schlecht erkennbaren Radwegen wahrscheinlicher werden — in solchen Fällen wurde schon so mancher Radfahrer belehrt, dass jene Fläche, die er jahrelang für einen Radweg hielt, in Wirklichkeit nur ein Gehweg ist, den er gar nicht hätte befahren dürfen.

Das größte Problem der Radwege soll dabei nicht unerwähnt bleiben: es gibt kaum einen Radweg, der wirklich den Anforderungen entspricht und angenehm zu befahren ist. Fußgänger, Mülltonnen, Verkehrsschilder, öffnende Autotüren, parkende Fahrzeuge blockieren den Radweg, er wird von Baumwurzeln aufgebrochen, an jeder Einfahrt abgesenkt, mit unebenen Gullideckeln verziert, im Winter nicht geräumt, im Herbst nicht vom Laub gereinigt und im Frühjahr nicht von Schlaglöchern befreit und im Sommer, ja, im Sommer sind dort die sonntäglichen Geisterradler unterwegs. Ein benutzungspflichtiger Radweg wird in solchen Fällen unbenutzbar, so dass Radfahrer die Fahrbahn nutzen dürfen. Übrigens darf ein benutzungspflichtiger Radweg auch verlassen werden, wenn nicht ersichtlich ist, dass er zum eigentlichen Ziel führt, wenn er nicht straßenbegleitend geführt wird oder Radfahrer an Kreuzungen direktes Linksabbiegen praktizieren wollen.

Im Zweifelsfall und abseits der blauen Fahrradschilder sollten Radfahrer auf jeden Fall die Fahrbahn benutzen. Autofahrer haben dafür in der Regel wenig Verständnis — und es ist davon auszugehen, dass das Miteinander zwischen Zwei- und Vierradführern nach solchen Artikeln für ein paar Wochen ganz besonders gestört wird, wenn Kraftfahrzeugführer von solchem Unsinn ermutigt mit Hupe und Scheibenwaschanlage zur Selbstjustiz greifen.

Abzuraten ist übrigens in jedem Fall von so genannten freigegebenen Gehwegen. Auf solchen Wegen dürfen Fahrradfahrer nur mit Schrittgeschwindigkeit bewegt fahren und haben im Falle eines Unfalls beinahe immer das Nachsehen. Es gibt in der Regel keinen vernünftigen Grund, als Radfahrer solche Wege zu nutzen.

Der nächste Unfug wartet nur drei Mausklicks entfernt:

Haben Radfahrer Vorrechte am Zebrastreifen?
Nicht wenn sie über den Zebrastriefen radeln. Sie müssen absteigen.

Auch das Thema Fußgängerüberwege und Radfahrer ist in zwei Sätzen längst nicht zu bewältigen. Richtig ist: Radfahrer haben keinen Vorrang am Fußgängerüberweg. Falsch ist: Radfahrer müssen absteigen. Tatsächlich dürfen Radfahrer den Zebrastreifen benutzen, um die Fahrbahn zu überqueren, sie haben dabei bloß keinen Vorrang. Sie können sich beim Warten auch an einem Laternenpfahl oder am Pfahl des Zeichen 350 festhalten — wenn sie nämlich absteigen, hat das einen ganz anderen Effekt, dann werden sie zum Fußgänger und bekommen im Handumdrehen den zuvor verwehrten Vorrang. Das bringt allerdings sogar der ADAC gerne durcheinander.

Nun gibt es in der Praxis nur wenig Fälle, in denen Radfahrer überhaupt in die Verlegenheit kommen, einen Fußgängerüberweg zu benutzen, sofern nicht vorher verbotswidrig der Gehweg befahren wurde oder entgegen der Vorschriften ein Radweg längs über den Fußgängerüberweg geführt wird. Solche Fälle bedürfen einer separaten Untersuchung.

Sofern der Radverkehr nicht ohnehin auf der Fahrbahn geführt wird, sollte parallel zum Fußgängerüberweg eine Radfahrerfurt eingerichtet werden. Das sieht dann beispielsweise so aus:

Hier haben Radfahrer in jeder Situation Vorrang, denn der Radweg wird auf der Seite der Sparkasse straßenbegleitend zu einer Vorfahrtstraße geführt, das rote Auto muss also jegliche Radfahrer durchlassen. Sofern das graue Auto jetzt nach rechts in die Straße abbiegen würde, müsste es ebenfalls Radfahrer passieren lassen, denn beim Abbiegen muss in einer solchen Situation ohnehin Vorrang gewährt werden. Radfahrer bekommen also keinen Vorrang aufgrund eines Fußgängerüberweges, verlieren ihn jedoch auch nicht. Aufgrund der verkürzten Darstellung der BILD wären in nächster Zeit beinahe häufigere Unfälle an solchen Punkten zu erwarten.

Interessant sind auf jeden Fall noch die zum Artikel gehörigen Kommentare, bei denen man nicht genau weiß, ob sie den Durchschnitt der BILD-Leser oder den Durchschnitt der deutschen Autofahrer widerspiegeln. Dort wird, bestärkt durch die Falschinformationen im Artikel, so kräftig über Radfahrer hergezogen, dass ein Anstieg der Unfallzahlen in den nächsten Wochen tatsächlich unvermeidbar erscheint. Gerade der Radfahrer auf der Fahrbahn, der dort gerne als „fettleibiger Jan Ullrich“ dargestellt wird, scheint das größte Feindbild der deutschen Autofahrer zu sein, dem es mit Hupe und Scheibenwaschanlage zu begegnen gilt. Andere Autofahrer stellen fest, dass eine Unbenutzbarkeit eines Radweges ohnehin nicht gegeben sei und Radfahrer sowieso auf Radwegen viel besser aufgehoben seien. Außerdem sei es eine Frechheit, dass Radwege nicht benutzt werden, wenn doch zuvor mit Milliardensummen und viel Arbeit extra ein solcher Weg hergerichtet wurde — und wozu habe man den schließlich gebaut, wenn nicht für die Sicherheit?

Wenn ich so einen „Jan Ullrich“ für Arme sehe .. die benehmen sich so als ob es keinerlei Gesetze / Regeln für sie gäbe.
ich plädiere für eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder und drastische Strafen

Ob eine Kennzeichenpflicht, die ständig von Autofahrern gefordert wird, tatsächlich etwas bringt darf wohl bezweifelt werden. Kraftfahrzeuge fahren schon seit Jahrzehnten mit Kennzeichen, vom Drängeln auf der Autobahn oder dem Gasgeben bei gelber Ampel hält das offenbar nur wenige ab. Allerdings könnte man auch für solche Vergehen die Bußgeldsätze etwas anziehen: 35 Euro für eine innerörtliche Geschwindigkeitsüberschreitung von zwanzig Kilometern pro Stunde sind ja beinahe lächerlich.

Ich finde es schlimm dass sich viele Fahrradfahrer das Recht nehmen zu fahren wo sie wollen.Bei uns wurden für viele Millionen Radwege gebaut,doch werden sie einfach ignoriert da manchmal ein kleiner Umweg gefahren werden muß.

Gut gemeint ist nunmal das Gegenteil von gut gemacht. In den seltensten Fällen genügt ein Radweg den baulichen Mindestvorgaben und stellt tatsächlich eher eine Gängelung als eine Erleichterung des Radverkehrs dar. Und so lange selbst benutzungspflichtige Radwege verlassen werden dürfen ist das vollkommen legitim. Der „kleine Umweg“ tritt besonders häufig bei großen Kreuzungen in Großstädten auf, wenn zum Linksabbiegen mehrere einzelne Ampeln überquert werden müssen. Da liegt es natürlich nahe, sich zum schnellen Linksabbiegen auf der Fahrbahn einzuordnen.

Fußgängerüberwege sind Fußgängerüberwege geblieben – Radfahrer haben dort abzusteigen!!!

Der Unfug wird weder durch Ausrufezeichen noch durch Wiederholungen wahr.

ein kontrollierender Polizist ist kein Rechtsanwalt und muss nicht alle „aktuellen Urteile“ kennen. Er hat die StVO zur Verfügung und steht es eineindeutig: vorhandener Radweg – Nutzungszwang!!!

Der Autor dieses Beitrages hatte offenbar keine Straßenverkehrsordnung zur Verfügung.

Andererseits ist es wahrlich müßig, sich mit solchen Leuten zu unterhalten. Im Endeffekt läuft es wie im Straßenverkehr, wenn ein Autofahrer an der roten Ampel genüsslich das Fenster herunterlässt und mit ekligem Unterton fragt: „Schon mal was von Radwegen gehört?“ und man erklären möchte, dass das, was der Autofahrer als Radweg identifizierte, bloß ein breiter Gehweg ist — der Gesprächspartner ob der grünen Ampel aber längst das Gaspedal getreten hat und über alle Berge ist. Somit bleibt nur etwas Frust — und mit dem können Radfahrer offenbar sehr viel besser umgehen als Autofahrer.

165 Gedanken zu „Was dürfen Autofahrer sich alles erlauben?“

  1. Andererseits liest sich dieser Artikel hier so, als hätte sich noch niemals nicht jemals ein Fahrradfahrer je falsch im Straßenverkehr benommen. Es sind nur die blöden Autofahrer, die nicht mit ihnen umgehen können. 😉

    1. Genau das ist mir auch durch den Kopf gegangen. Ich fahre täglich mit dem Rad und ab und an mit dem Auto. Es gibt auf beiden Seiten Leute die sich nicht um die andern kümmern. Was mir besonders auf den Sack geht sind Radfahrer die es nicht hinbekommen den Radweg auf der richtigen Seite zu nutzen.

      1. das ist ein punkt an dem ich die axt aus der tasche holen könnte… falsche richtung und dann auch noch völlig planlos… und sich aufregen, wenn man fröhlich draufhält… ich frage mich immer, ob die leute das auch auf der autofahrbahn machen würde…
        es ist schlicht und ergreifend eine massive behinderung und gefährdung… darüber hinaus zieht man ohnehin bei jedem unfall den kürzeren, haftet in vollem unfang und ist schlicht der gearschte….

      2. Ich gebe zu, ich bin ein notorischer „auf der falschen Seite Fahrer“. Allerdings nicht aus Überzeugung sondern weil Radwege wegen 500m einen gerne 3 Mal über die Straße jagen…natürlich ohne Vorrang. Dann fahr ich doch lieber auf der falschen Seite am rechten Rand. Würde jeder „auf der richtigen Seite“ auch rechts fahren und nach vorne schauen, wäre das auch überhaupt kein Problem.

      3. Tja, wenn selbst schon die zuständige Straßenverkehrsbehörde im Zweifel auf Nachfrage weder weiß, wie ein bestimmter Radweg aktuell tatsächlich beschildert und wie er formal korrekt zu benutzen ist wundert das doch nicht mehr wirklich. Spätestens dann, wenn rechtsseitig kein „Blauschild“ steht, also ein „anderer Radweg“ i.S. d. StVO vorliegt und linksseitig ein Z240 oder Z241 steht wird es kompliziert. Und wenn dann das Zeichen an einer Kreuzung nicht wiederholt wird um dann an der nächsten Kreuzung gleich wieder aufzutauchen sollte man sich nicht wundern, wenn ein durchschnitlicher Verkerhsteilnehmer — unabhängig vom Fahrzeug — nicht erkennt, das der Radweg linksseitig strenggenommen auf dem Stück ohne „Blauschild“ nicht nur nicht benutzt werden muss sondern auch gar nicht benutzt werden darf. Da kommen dann manchmal vier oder fünf Fahrbahnkreuzung zusammen, wenn man nur 500m geradeaus fahren und sich dabei StVO-konform verhalten will.

        Das dann, bei derartiger „Verkehrsführung“, am Ende ein nicht unwesentlicher Teil der Verkehrsteilnehmer schlicht nach dem Motto „Ich fahre jetzt einfach mal dort, wo ich will, die Schilder versteh‘ ich eh nicht“ muter kreuz und quer im Blindflug über Gehwege fährt wundert dann auch nicht weiter. Wohlgemerkt, das oben Gesagte entschuldigt derartiges Verhalten nicht, aber es erklärt es.

        1. Wenn links eine Benutzungspflicht vorliegt, darf auf der rechten Straßenseite genau genommen nur gefahren werden, wenn dort auch eine Benutzungspflicht angeordnet wird. Gibt es dort nur einen freigegebenen Gehweg oder einen Anderen Radweg, so muss trotzdem der linksseitige Radweg befahren werden, auch wenn vermutlich etwas anderes gemeint war. Zeichen 240 verbietet nicht die Benutzung der Fahrbahn, sondern fordert die Benutzung des beschilderten Radweges.

          Ich habe auch einen sorgfältig beschilderten gemeinsamen Fuß- und Radweg in der Nähe, der jeweils an den Kreuzungen explizit beendet wird. Zwischendurch hat man leider ein paar Schilder vergessen, also muss man dort eigentlich ständig wieder auf die Fahrbahn wechseln. Ich mache da später noch mal ein Update: http://www.schilderwiki.org/index.php/Radverkehrsanlage_Galgenberg,_Wedel

    2. sehe ich genauso.
      und so sehr manchmal zu recht auf den ADAC gemeckert wird, weil er zu sehr nur die interessen der autofahrer vertritt, der ADFC ist da nicht unbedingt anders.
      was die höhe der buß- bzw. verwarnungsgelder angeht: warum macht man es hierzulande nicht wie in finnland? der bußgeldkatalog sollte die beträge nur als minimum enthalten, standard sollten tagessätze sein (wie es z. b. bei fahrlässiger körperverletzung ja auch gemacht wird). dann sind es eben bei vielen nicht nur 35 euronen für zu schnellen fahren sondern weit mehr, weil es möglicherweise 2 tagessätze sind (macht bei 1500 euronen nettoeinkommen dann 100 euro fürs zu schnelle fahren). das ist dann eben nicht mehr die portokasse (oder das leergutpfand), die das trägt.

    3. Das war auch mein Gedanke bei dem Artikel. Ich bin im Straßenverkehr hauptsächlich als Fußgänger unterwegs und muß sagen, daß sich mir gegenüber von allen anderen Verkehrsteilnehmern Radfahrer mit sehr weitem Abstand am schlechtesten verhalten – und sind dabei die Verkehrsteilnehmer, die am meisten über andere jammern. Radfahrer, die durch die Fußgängerzone rasen und genervt gucken, wenn man nicht schnell genug aus dem Weg springt, sind nur die Spitze des Eisbergs. Am besten finde ich eine Straße in der Nähe meiner Wohnung, wo es längere Zeit bergab geht, und wo sich Radfahrer den Bürgersteig mit Fußgängern teilen dürfen – einige Radfahrer sind dort so schnell, daß sie sogar Autos überholen. Früher mußte man auf dem Gehweg mal Schrittgeschwindigkeit fahren, aber anscheinend gilt diese Regelung nicht mehr. Insgesamt sind sehr viele Radfahrer meiner Erfahrung nach einfach regelresistent und verlangen von anderen die Rücksicht, die sie wiederum anderen nicht zubilligen wollen.

      1. Wie gesagt: ich vermute, das hängt eben auch damit zusammen, dass Radfahrer in Deutschland als beräderte Fußgänger und nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer oder Fahrzeugführer angesehen werden. Ansonsten käme man auch nicht auf die Idee, Fußgänger und Radfahrer auf gemeinsamen Wegen fahren zu lassen oder sie sogar mit der Anordnung einer Benutzungspflicht dazu zu zwingen.

        Und weil man eben „nur ein Fahrrad“ fährt, nimmt sich mancher nunmal Dinge heraus, die er sich mit einem Kraftfahrzeug nicht getraut hätte. Und ja, Radfahrer, die mich auf dem Gehweg beiseite klingeln oder in unzulässig engen Fußgängernotwegen an Baustellen noch überfahren, die kann ich auch nicht leiden.

        Andererseits ist sicherlich auf allen Seiten mangelnde Regelkenntnis vorhanden. Wenn ich ordnungsgemäß auf der Fahrbahn fahre, weil gar kein Radweg vorhanden ist, sondern nur ein breiterer Gehweg, hält das sicherlich so manchen Autofahrer nicht davon ab, beim Abendbrot auf die „bescheuerten Radfahrer“ zu schimpfen, die auf der „total gefährlichen Straße“ fahren, anstatt den Fahrradweg zu nutzen. Ganz schlimm sind diese freigegebenen Gehwege, weil fast jeder Verkehrsteilnehmer, also sowohl Auto- als auch Radfahrer, meint, Radfahrer müssten diesen Gehweg benutzen.

        Abgesehen davon gibt es auch genügend Fahrradfahrer, die sich tatsächlich an die Regeln halten. Ich zähle mich auch dazu, ich bin noch nie über eine rote Ampel gedüst, schon als Schulkind nur auf der rechten Straßenseite gefahren und vom Befahren von Gehwegen oder engen Fußgängernotwegen halte ich ebenfalls nichts — auf der Fahrbahn nebenan komme ich komfortabler und schneller und sicherer voran.

  2. Ersteinmal vielen Dank, ich freue mich immer, wenn die Fehler von Bild und bild.de (bzw. hier Auto Bild?) aufgedeckt werden. 🙂
    Nur eine kleine Anmerkung möchte ich machen: Ich kann den Frust vieler Autofahrer (zu denen ich auch gehöre) über Radfahrer zum Teil verstehen. Ich habe es selber schon oft erlebt, dass „andere Radwege“ auf Landstraßen nicht benutzt wurden, obwohl diese durchaus genauso gut oder sogar besser benutz- und befahrbar sind wie die Straße selbst. Dass die Benutzung keine Pflicht ist, ist mir schon klar, aber in solchen Fällen verstehe ich einfach nicht, warum man sie denn nicht benutzt, während sich hinter einem eine Schlange von 20 Autos bildet. Ich verstehe nicht, warum einige Radfahrer dann nicht kurz an den Straßenrand fahren können, um die Autos vorbeizulassen. Ich habe auch schon Radfahrer auf Kraftfahrtstraßen bzw. auf Straßen, die für Radfahrer gesperrt sind, erlebt. Es ist auch ärgerlich, wenn man sie gerade deshalb nicht überholen kann, weil sie zu zweit nebeneinander fahren und keiner mal kurz einschert. „Die Autofahrer“ sind wahrhaftig keine Kinder von Traurigkeit, aber manchmal habe ich das Gefühl, „die Radfahrer“ lassen es bewusst darauf ankommen, dass sich die „Fronten verhärten“. Aber das ist halt nur meine subjektive, vielleicht auch selektive, Wahrnehmung.
    Was man natürlich auf keinen Fall machen darf, und das machen leider viele, ist alle Radfahrer über einen Kamm zu scheren, deswegen habe ich dementsprechend Gänsefüßchen gesetzt. Ich will auch keineswegs diese unqualifizierten Leserkommentare verteidigen, die hier zitiert wurden. 😉

    1. „Ich habe es selber schon oft erlebt, dass “andere Radwege” auf Landstraßen nicht benutzt wurden, obwohl diese durchaus genauso gut oder sogar besser benutz- und befahrbar sind wie die Straße selbst. “
      Das ist sehr einfach erklärt: die Gesamtheit der Strecke besteht nicht nur aus den hundert Metern „genauso guten“ Weges neben der Fahrbahn, sondern auch in der Auffahrt, Abfahrt und den Einmündungen. Und wenn Du da mal genau hinschaust wirst Du sehen das die dann immer dermaßen besc*issen sind (z.B. plötzlich „Vorfahrt achten“ bei Einmündungen von Nebenstraßen[1]) das der Weg in seiner Gesamtheit wesentlich schlechter als die Fahrbahn ist.
      Du darfst auch nicht vergessen das die so oft propagierte „Sicherheit“ einfach eine faustdicke Lüge, zumindest aber ein sinnentstellend abgekürztes Zitat des Gesamtpaketes ist – der ausführliche Text lautet etwa: „Soviel Sicherheit wie übrigbleibt nachdem man 65 km/h innerorts, 130 km/h Außerorts und beliebig hohe Geschwindigkeiten auf Autobahnen festschreibt“. Wenn die Leute wirklich Sicherheit haben wollten hätten wir 50 km/h auf den ABs, 30 km/h auf der Landstraße und in den Städten müsste den Kisten wieder jemand mit einer roten Fahne vorangehen. Das dem nicht so ist liegt eben daran das „Sicherheit“ als Feigenblättchen für alle möglichen Verkehrsbehinderungen hinhalten muß.

      [1] Heute erst auf der PI gehört das die Begründung wirklich Ben-Pfl. Radwege über alles, über alles in der Welt lautet (da kam dann gleich mehrmals wieder die Mär von den pösen LKW-Fahrern die durch ihren toten Winkel *vor* dem LKW die Radfahrer auf den Landstraßen umnieten wenn diese nicht auf die Radwege gezwungen werden)- und wenn da an den Einmündungen zu viel passiert werden die Radfahrer halt mit Z.205 zu den Schuldigen gemacht, erm, Entschuldigung, werden die Radfahrer mit Z.205 auf die gefährliche Stelle aufmerksam gemacht

  3. Alleinherrschaftsansprüche zu stellen – insbesondere bei öffentlichen Verkehrswegen – sind wahrlich kein Zeichen von Akzeptanz oder Toleranz. Nicht, dass jede_r Autofahrer_in jetzt konvertieren sollte, doch eine „Straße“ ist zur Fortbewegung gedacht und nur einige davon sind explizit den Autos vorbehalten (z.B. Autobahn).

  4. Mal ehrlich was ich als Rollerfahrer jeden Tag erlebe, ist nervenaufreibend.
    Von 30 Autofahrern ist mindestens einer dabei, der den Mindestabstand beim Hinterherfahren nicht einhält. Von 100 Autofahrern sind vielleicht 3 oder 4 dabei, die den seitlichen Abstand beim Überholen einhalten.

    Und Radfahrer sind davon noch um einiges stärker betroffen. Denn die Radwege in der Freien und Hanseburg sind – von wenigen positiven Ausnahmen abgesehen – in katastophalem Zustand. Allein seit 8 Jahren ist beispielsweise der Gehweg auf dem Rethedamm in so erbarmungswürdigem Zustand, dass man den sogar zu Fuß nicht benutzen mag.

    Nein, Radfahrer und Rollerfahrer sind wahrlich keine Unschuldslämmer. Da wird gnadenlos über Rot gefahren (und weit häufiger als bei Autofahrern) und selbst in Situationen auf die eigene Vorfahrt gepocht, wo der Autofahrer keine Möglichkeit hat, sich anders zu verhalten (Ausfahrt aus Grundstück, schwer einsehbare 4-spurige Straße, er steht auf dem Radweg und ein ankommender Radfahrer will unbedingt seine Vorfahrt haben).
    Doch Autofahrer üben viel zu selten Rücksicht auf die unterlegenen Teilnehmer. Bei mir ist es soweit, dass ich an Stellen, wo Autofahrer mich nicht ohne Unterschreitung des seitlichen Abstandes überholen können (mein Roller fährt ~60km/h) soweit mittig fahre, dass er auch wirklich nicht mehr überholen kann. Und wenn er dann dicht auffährt, passe ich meine Geschwindigkeit seinem Abstand an – will sagen: Ich werde so lange langsamer, bis das Verhältnis wieder passt.

    Ganz sicher auch nicht richtig und mindestens Behinderung. Aber da will ich dann erstmal den sehen, der mich dafür anzeigt… Wer im Glashaus sitzt, sollte besser im Dunkeln sch***n 😉

    1. > Da wird gnadenlos über Rot gefahren (und weit häufiger als bei Autofahrern)

      Das könnte ggf. daran liegen, dass so ziemlich sämtliche Ampelschaltungen für Autofahrer ausgelegt sind.
      Ich möchte wetten, wenn nur einen Monat lang die Ampeln in ihrer Rot-Grün-Phase getauscht werden würden, würden mehr Autofahrer bei Rot fahren als jetzt Radfahrer.

      Abgesehen davon gibt es (in Bremen) diverse Ampeln, bei denen die Radfahrer mit zum Halten verpflichtet werden, aber nur die Autofahrer davon eigentlich betroffen sind.

      1. Öhm…wie egal ist es denn bitte, dass die Ampeln auf Autos ausgelegt sind? Die sind in der Regel in sehr viel größeren Mengen unterwegs als Radfahrer und bedürfen wegen ihrer größeren Gefährlichkeit einer besseren Verkehrsleitung. Soll das etwas die Ausrede „Ich fahre bei Rot drüber, weil ich die Grüne Welle nicht schaffe. Aber das ist nicht meine Schuld sondern die der Verkehrsplaner“ sein?
        Wenn die Ampel rot ist, hält man an. Egal ob man mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist. Und wenn das an 20 Ampeln der Fall ist, dann ist das eben so. Mal etwas langsamer gestrampelt und man erwischt die nächste Phase.

        1. nicht zu vergessen, daß man vielleicht auch mal bei der zuständigen behörde nachfragen kann, ob das so sein muß oder ob da nicht auch was geändert werden kann. ich habe das in dresden schon zweimal geschafft, eine ampelschaltung ändern zu lassen (vermutlich nicht ich alleine, aber das weiß ich ja halt nicht). ich sage immer: am stammtisch meckern kann jeder, aktiv werden die wenigsten.

    2. Ich bin Fahranfänger und versuche nur durch meine Probezeit zu kommen. Deswegen fahre ich in der 30er Zone 30 und sonst, halte ich mich auch immer an Geschwindigkeitbegrenzungen und versuche Radfahrer immer so weit wie möglich von mir fernzuhalten.

      Mittlerweile und gerade wegen unseren Berliner Roller- und Radfahrer bin ich aber stark am überlegen ob ich das Autofahren nicht wieder sein lasse. Mir sind die Typen schlicht und ergreifend zu gefährlich und gedankenlos unterwegs. Die überholen einen in der engsten Gasse auf der rechten Seite, trotz Gegenverkehr oder wenn man gerade dabei ist sich mit der entgegenkommenden Partei zu einigen wer zuerst fährt und wer wartet. Rollerfahrer fahren immer und ausnahmslos so dicht auf, dass von Sicherheitsabstand nicht die rede sein kann. Radfahrer sehen nicht ein (oder wissen es nicht), dass Rechtsfahrgebot gilt und das man nicht nebeneinander fahren sollte/darf. Gerade in Berlin sind mitlerweile sehr viele Fahrradstreifen entstanden, trotzdem fahren Radfahrer trotz Benutzungspflicht gerne mal neben der Spur und versetzen sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.

      Auch haben manche Radfahrer nicht verstanden, dass es manchmal sicherer wäre (wenn sich die Möglichkeit bietet, und die bietet sich häufig genug an Bushatestellen, Straßenkreuzungen, etc.) Autofahrer durchzulassen, statt die ganze Zeit auf der gemeinsamen Spur zu fahren. Dann kommt noch hinzu, dass mir Linksabbieger noch nie geheuer waren. Ich habe es mal gelernt, dass man zur Not vom Fahrrad absteigt und es über die Kreuzung führt. Das mache ich heute noch so, weil es am sichersten ist. Wenn es dunkel ist, fahren die meisten ohne Licht, oder wenn sie schon Licht haben, dann so ein Blicklicht das andere Verkehrsteilnehmer nur ablenkt und alle wieder in Gefahr versetzt.

      Einmal habe ich miterlebt, wie ein Fahrradfahrer eine Fußgängerin überfahren hat. Die Dame ist zwar über rot gegangen, aber der Typ hat es noch nicht einmal für nötig befunden zu bremsen. Als ich die Polizei gerufen habe, hat er erklärt er hätte sie nicht gesehen. Komisch ist nur, dass der John-F.-Kennedy-Platz so gut ausgeleuchtet ist, dass man Nachts rein theoretisch ohne Licht fahren könnte. Und unter sun, hätte er die Fahrradfurth benutzt, wäre er problemlos an ihr vorbeigekommen.

      Autofahrer sind aber teilweise auch Rabauken. Blicker kennen die nicht, oder es fällt ihnen erst hinter der Kreuzung ein dass es sowas gibt. Dafür haben die aber alle bestens gelernt wie man eine Hupe bedient. Oft genug fährt einer unbeleuchtet an einem Vorbei, obwohl man schon mit 50 unterwegs ist. Manche können ihre Spur nicht halten….

      1. Radfahrer sehen nicht ein (oder wissen es nicht), dass Rechtsfahrgebot gilt und das man nicht nebeneinander fahren sollte/darf. Gerade in Berlin sind mitlerweile sehr viele Fahrradstreifen entstanden, trotzdem fahren Radfahrer trotz Benutzungspflicht gerne mal neben der Spur und versetzen sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.

        Das mit dem Rechtsfahrgebot und der Benutzungspflicht ist deutlich komplizierter als du es in der Fahrschule gelernt hast. Das kann sogar dazu führen, dass Radfahrer einen schmalen Schutzstreifen überhaupt nicht benutzen dürfen, weil der Sicherheitsabstand nach rechts nicht gewahrt werden kann. In so einem Falle ist das einzig regelkonforme Verhalten das Radeln links neben dem Schutzstreifen. Bei Radfahrstreifen sieht die Sache wiederum anders und noch komplizierter aus. Von Gefährdung möchte ich da allerdings noch nicht sprechen — wer links von einem Schutzstreifen fährt, der sorgt tendenziell eher für Sicherheit.

        Auch haben manche Radfahrer nicht verstanden, dass es manchmal sicherer wäre (wenn sich die Möglichkeit bietet, und die bietet sich häufig genug an Bushatestellen, Straßenkreuzungen, etc.) Autofahrer durchzulassen, statt die ganze Zeit auf der gemeinsamen Spur zu fahren.

        Es ist eher andersherum: Autofahrer sollten endlich verstehen, Radfahrer als normale Verkehrsteilnehmer anzusehen und nicht bei jeder unmöglichen Situation einen Überholvorgang zu starten. Denn die Gefährdung, auf die du hier wieder anspielst, entsteht erst beim Überholen und nicht weil der Radfahrer ganz normal die Fahrbahn benutzt. Tatsächlich verhält sich auch hier die Gefährdungssituation umgekehrt: wenn ich an jeder nächstbesten Bushaltestelle oder Kreuzung erst einmal die Autofahrer durchlasse, gefährde ich mich deutlich stärker, spätestens beim Wiedereinscheren — ganz abgesehen davon, dass ich für jede Strecke mindestens doppelt so viel Zeit bräuchte.

        Dann kommt noch hinzu, dass mir Linksabbieger noch nie geheuer waren. Ich habe es mal gelernt, dass man zur Not vom Fahrrad absteigt und es über die Kreuzung führt. Das mache ich heute noch so, weil es am sichersten ist.

        Moment mal, nicht so schnell. Weil dir das direkte Linksabbiegen auf dem Rad nicht geheuer ist, sollen alle anderen Radfahrer auch über die Fahrbahn schieben? Solche Argumente höre ich mir ja häufig an, aber meistens geht es darum, dass Autofahrer, die hin und wieder mal auf dem Rad sitzen, aus Sicherheitsgründen lieber den vermeintlich sichererern Gehweg beradeln.

        Einmal habe ich miterlebt, wie ein Fahrradfahrer eine Fußgängerin überfahren hat. Die Dame ist zwar über rot gegangen, aber der Typ hat es noch nicht einmal für nötig befunden zu bremsen. Als ich die Polizei gerufen habe, hat er erklärt er hätte sie nicht gesehen. Komisch ist nur, dass der John-F.-Kennedy-Platz so gut ausgeleuchtet ist, dass man Nachts rein theoretisch ohne Licht fahren könnte. Und unter sun, hätte er die Fahrradfurth benutzt, wäre er problemlos an ihr vorbeigekommen.

        Idioten gibt es nunmal in jeder Verkehrsgruppe, aber es ist recht witzlos, pars par toto Einzelfälle anzuführen. Ich habe erst vor zwei Tagen einen Kraftfahrzeugführer beobachtet, der beinahe einen Rettungswagen gerammt hat, obwohl der mit Sonderrechten unterwegs war. So doof muss man auch erst einmal sein. Und wenn du schreibst, der Radfahrer habe die Fußgägnerin nicht gesehen, na, das ist doch die übliche Ausrede des Autofahrers, der beim Abbiegen beinahe einen Fahrradfahrer mitgenommen hätte. Aber ich rege mich nun langsam doch ein bisschen auf: die Fußgängerin geht bei rot, der Radfahrer ist schuld, weil er damit nicht rechnet und hätte er den Radweg benutzt, dann wäre das alles nicht passiert? Was ist denn das für eine krude Argumentation?

        1. Das mit dem Rechtsfahrgebot und der Benutzungspflicht ist deutlich komplizierter als du es in der Fahrschule gelernt hast. Das kann sogar dazu führen, dass Radfahrer einen schmalen Schutzstreifen überhaupt nicht benutzen dürfen, weil der Sicherheitsabstand nach rechts nicht gewahrt werden kann. In so einem Falle ist das einzig regelkonforme Verhalten das Radeln links neben dem Schutzstreifen. Bei Radfahrstreifen sieht die Sache wiederum anders und noch komplizierter aus. Von Gefährdung möchte ich da allerdings noch nicht sprechen — wer links von einem Schutzstreifen fährt, der sorgt tendenziell eher für Sicherheit.

          Das halte ich für den Witz des Tages. Gerade deswegen, weil ich hier in Berlin bis jetzt noch keinen Schutzstreifen erlebt habe auf dem nicht zwei Fahrradfahrer Platz hätten. Trotzdem ist das für viele zu wenig, wieso auch immer. Ich schließe nicht aber auch nicht aus, dass es sowas gibt. Ist halt nur meine bisherige Erfahrung. Gerne weise ich dich auf § 2.4 StVO hin.

          Es ist eher andersherum: Autofahrer sollten endlich verstehen, Radfahrer als normale Verkehrsteilnehmer anzusehen und nicht bei jeder unmöglichen Situation einen Überholvorgang zu starten. Denn die Gefährdung, auf die du hier wieder anspielst, entsteht erst beim Überholen und nicht weil der Radfahrer ganz normal die Fahrbahn benutzt. Tatsächlich verhält sich auch hier die Gefährdungssituation umgekehrt: wenn ich an jeder nächstbesten Bushaltestelle oder Kreuzung erst einmal die Autofahrer durchlasse, gefährde ich mich deutlich stärker, spätestens beim Wiedereinscheren — ganz abgesehen davon, dass ich für jede Strecke mindestens doppelt so viel Zeit bräuchte.

          Das stimmt so nicht. Ich praktiziere das so seit meinem 16 Lebensjahr (bin 32) und bin dafür bis jetzt nur einmal angehupt worden, war aber auch meine Schuld, weil ich unvorsichtig war und vorher nicht geguckt habe. Wirklich langsamer war ich damit auch nicht unterwegs. Und wenn du schon von normalen Verkehrsteilnehmern sprichts, laut §1 StVO, sollst du als Verkehrsteilnemher dich und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden oder behindern. Eine Behinderung ist es auch, wenn es sich hinterm Radfahrer staut und er die von mir vorgeschlagege Fahrweise nicht praktiziert. Das führt eher noch dazu das gerade die von dir angemerkten Überholaktionen auf engsten Raum provoziert werden, was nicht nur den Radfahren sondern auch alle anderen im Umfeld gefährdet.

          Moment mal, nicht so schnell. Weil dir das direkte Linksabbiegen auf dem Rad nicht geheuer ist, sollen alle anderen Radfahrer auch über die Fahrbahn schieben? Solche Argumente höre ich mir ja häufig an, aber meistens geht es darum, dass Autofahrer, die hin und wieder mal auf dem Rad sitzen, aus Sicherheitsgründen lieber den vermeintlich sichererern Gehweg beradeln.

          Dazu möcht ich nur sagen, dass ich vor der Kreuzung absteige und schiebe.
          Ich habe meinen Führerschein jetzt ein Jahr und bin vorher jeden Tag Fahrrad gefahren. Ich spreche hier auch nicht von einer engen Straße mit theoretisch einer Spur in jede Richtung, sondern von Straßen mit zwei oder mehr Spuren in jede Richtung. Davon gibt es genug in Berlin und mir ist es schlicht und ergreifend zu gefährlich da links abzubiegen, gerade weil ich eine geringere Grundgeschwindigkeit habe als motorisierte Verkehrsteilnehmer. Wie es andere machen ist mir an sich egal, ich persönlich halte es für gefährlich und mache es deswegen auf meine Art und Weise.

          Idioten gibt es nunmal in jeder Verkehrsgruppe, aber es ist recht witzlos, pars par toto Einzelfälle anzuführen. Ich habe erst vor zwei Tagen einen Kraftfahrzeugführer beobachtet, der beinahe einen Rettungswagen gerammt hat, obwohl der mit Sonderrechten unterwegs war. So doof muss man auch erst einmal sein. Und wenn du schreibst, der Radfahrer habe die Fußgägnerin nicht gesehen, na, das ist doch die übliche Ausrede des Autofahrers, der beim Abbiegen beinahe einen Fahrradfahrer mitgenommen hätte. Aber ich rege mich nun langsam doch ein bisschen auf: die Fußgängerin geht bei rot, der Radfahrer ist schuld, weil er damit nicht rechnet und hätte er den Radweg benutzt, dann wäre das alles nicht passiert? Was ist denn das für eine krude Argumentation?

          Ich habe nicht gesagt, dass er schuld ist. Die Dame hat den Unfall eindeutig verursacht aber ohne aber geht es mal wieder nicht. Erstens hätte er, wenn er gebremmst haääte, den Unfall vermeiden können, hat er aber nicht. Wäre sie gerade soeben auf die Straße gelaufen und hätte ihn überrascht, wäre es was anderes. Die Dame war aber schon so gut wie von der Straße runter. Zweitens, ist der Platz von dem ich spreche sehr gut ausgeleuchtet, also hat er sie gesehen und hat wieso auch immer seine Geschwindigkeit nicht vermidert. Drittens, eben weil er sie gesehen hat, hätte er sie auch umfahren können. Dabei wäre weder er, noch sein Fahrrad, noch die Frau verletzt worden. Unfälle nach möglichkeit zu vermeiden fällt übrigens auch unter §1 StVO. Und Viertens, er hat sie nicht beinahe sondern voll mitgenommen. Vor der Polizei durfte ich erstmal nen Krankenwagen rufen. Ich gebe dir dir Recht, dass einzellfälle eine subjektive Erfahrung wiederspiegeln und nicht immer repräsentativ zu werten sind, aber trotzdem kann man immer nur das wiedergeben was man schon erlebt hat. Außer man kann es auch beweisen.
          Du kannst gerne sauer werden, aber das ändert nichts an der Situation das du hier bis jetzt in allen deinen Kommentaren nur Blödsin geschrieben hast.

          1. Das halte ich für den Witz des Tages. Gerade deswegen, weil ich hier in Berlin bis jetzt noch keinen Schutzstreifen erlebt habe auf dem nicht zwei Fahrradfahrer Platz hätten. Trotzdem ist das für viele zu wenig, wieso auch immer. Ich schließe nicht aber auch nicht aus, dass es sowas gibt. Ist halt nur meine bisherige Erfahrung. Gerne weise ich dich auf § 2.4 StVO hin.

            Nicht so stürmisch mit der guten Laune. Auf eure Schutzstreifen in Berlin bin ich tatsächlich etwas neidisch, denn bei uns sehen die so aus:

            Das ist auch so die ungefähre Breite des durchschnittlichen Schutzstreifens hier im Norden. Du wirst mir zustimmen: den kann man nicht benutzen, denn den Sicherheitsabstand zu den parkenden Kraftfahrzeugen kann man einfach nicht einhalten. Da muss man links vom Schutzstreifen fahren.

            Selbst wenn die Schutzstreifen so breit sind wie in Berlin — und da habe ich tatsächlich ordentliche erlebt — ist es vollkommen legitim, sich zum Linksabbiegen auf anderen Fahrstreifen einzuordnen. Was steht nun in § 2 Abs. 4 StVO, was zu diesem Thema relevant wäre?

            Das stimmt so nicht. Ich praktiziere das so seit meinem 16 Lebensjahr (bin 32) und bin dafür bis jetzt nur einmal angehupt worden, war aber auch meine Schuld, weil ich unvorsichtig war und vorher nicht geguckt habe. Wirklich langsamer war ich damit auch nicht unterwegs. Und wenn du schon von normalen Verkehrsteilnehmern sprichts, laut §1 StVO, sollst du als Verkehrsteilnemher dich und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden oder behindern. Eine Behinderung ist es auch, wenn es sich hinterm Radfahrer staut und er die von mir vorgeschlagege Fahrweise nicht praktiziert. Das führt eher noch dazu das gerade die von dir angemerkten Überholaktionen auf engsten Raum provoziert werden, was nicht nur den Radfahren sondern auch alle anderen im Umfeld gefährdet.

            § 1 StVO verpflichtet mich aber als Radfahrer längst nicht, es den Autofahrern stets recht zu machen — darauf zielt nämlich dein Begriff der Behinderung ab. Die Rechtsprechung versteht unter Behinderung etwas sehr viel schwerwiegeneres als der normale Autofahrer, da muss schon deutlich mehr passieren als Autofahrer, die hinter einem Radfahrer herfahren müssen. Es ist auch vollkommen legitim, zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn zu radeln, selbst wenn der Kraftfahrzeugverkehr ein paar Sekunden warten muss, bis sich im Gegenverkehr eine Lücke zum Überholen findet.

            Wenn du so fahren willst, dann fahre halt so. Das ist immer noch besser als die Leute, die aus lauter Angst auf den Gehweg ausweichen. Ich persönlich lasse auch durchaus Lastkraftwagen und Kraftomnibusse überholen, denn die tun sich in Ermangelung eines vernünftigen Beschleunigungsverhaltens durchaus schwerer. Normale Autos müssen aber im Alltag nunmal einen Moment warten, bis Platz zum Überholen ist. Ich habe allerdings auch noch nie erlebt, dass jemand mehr als ein oder zwei Sekunden zum Überholen warten musste, ganz im Gegenteil: die meisten müssen noch nicht einmal abbremsen und schaffen es trotzdem mit ausreichendem Sicherheitsabstand durch.

            Wie es andere machen ist mir an sich egal, ich persönlich halte es für gefährlich und mache es deswegen auf meine Art und Weise.

            Aber dann staune bitte nicht einigermaßen empört darüber, dass es Radfahrer gibt, die dein Sicherheitsempfinden nicht teilen und direkt abbiegen. Gerade bei einer roten Ampel habe ich auf dem Rad alle Zeit der Welt, mich irgendwie links einzuordnen, notfalls latsche ich halt seitwärts mit dem Rad wie ein Krebs umher.

            Du kannst gerne sauer werden, aber das ändert nichts an der Situation das du hier bis jetzt in allen deinen Kommentaren nur Blödsin geschrieben hast.

            Ich bin ja nicht sauer, dass sich der Radfahrer und die Fußgängerin ungeschickt angestellt haben, aber sowas passiert nunmal. Aber in solchen Fällen kann ich solche Feststellungen, nach denen der Radfahrer nicht auf dem Radweg unterwegs war, einfach nicht leiden. Statistisch dürfte die Unfallwahrscheinlichkeit hinter einer Ampel auf dem Radweg deutlich höher sein, dort hätte sich problemlos ein ähnlicher Unfall zutragen können. Darum kann ich nicht nachvollziehen, warum die Polizei in den Unfallberichten immer darauf verweist, dass der Radfahrer nicht auf dem Radweg unterwegs war.

            1. 1. Wie rückst du eigentlich ein wenn zu Zitate schreibst?

              Zu dem Foto, da ist an sich kein Schutzstreifen da. Jedenfalls würde ich ihn als solches nicht erkenen. Das sieht für mich eher nach einer normalen Fahrbahn mit abgestellten Autos aus. Da muss ich dir echt recht geben, dass es hier besser ist nicht auf dem Schutzstreifen, sondern links von der Spur zu fahren. Bei sowas fahre ich möglichst auf dem Streifen, aber auch nicht immer, kommt auf meine Laune an, denn Fahrbahnmarkierungen sind mir manchmal zu holperich.

              Ich schreibe nicht das man es Autofahrern recht machen sollte. Ich mag es aber persönlich nicht wenn mir so ein Auto oder Bus am Hinterrad klebt, da nutze ich immer die erst beste Gelegenheit die Situation zu entspannen.

              Auf dem Gehweg fahren ist sowieso unschön. Zu viele Fußgänger und persönlich habe ich das immer als gefährlicher als die Fahrbahn empfunden. Da gibt es Kinder die aus der Haustür rausrennen können, Hunde, etc.

              Zum links Abbiegen, wie gesagt jeder soll es so machen wie er es möchte. Doch leider erlebt man es häufig genung, dass die Spur gewechselt wird ohne auch nur anzudeuten das man sie wechseln möchte (einfaches arm rausstrecken). Wenn ich dein Bild als Beispiel nehme, da würde ich wahrscheinlich auch links abbiegen, aber das kommt natürlich drauf an wie viel in dem Moment los ist. Wenn mir zu viel Verkehr ist, gehe ich immer davon aus, dass ich als Radfahrer nicht so gut beschleunigen kann wie ein motorisiertes Gefährt und steige lieber ab.

              In der $2.4 StVO steht das Radfahrer sich möglichst weit rechts zu halten haben.

              Das Problem ist, dass Radwege nur selten markiert sind. Das liegt aber nicht an Ihrem Zustand, sondern daran das die Stadt oder der Landkreis dann für einen gewissen Zustand der Radwege verantwortlich sind. D. H. wenn der Radfahrer über ne Wurzel fährt, hinfällt und sich dabei verletzt oder sein Fahrrad kriegt was ab, kann er die Stadt auf Schadensersatz verklagen. Das aber nur wenn ein Schild dasteht das den Radweg als Radweg kennzeichnet. Wenn es dasteht kommt hinzu, dass die Fahrbahn von Radfahrern nicht mehr befahren werden darf…. Ich glaube, dass es eher eine Statistische Aufnahme ist um die Unfallhäufigkeit an bestimmten Stellen zu erfassen und ggf. Radwege zu sanieren oder gar zu schaffen. Keine Ahnung, ist nur eine Vermutung.

              1. 1. Wie rückst du eigentlich ein wenn zu Zitate schreibst?

                Mit dem <blockquote>-Tag.

                <blockquote>Zitattext</blockquote>

                Zu dem Foto, da ist an sich kein Schutzstreifen da. Jedenfalls würde ich ihn als solches nicht erkenen. Das sieht für mich eher nach einer normalen Fahrbahn mit abgestellten Autos aus. Da muss ich dir echt recht geben, dass es hier besser ist nicht auf dem Schutzstreifen, sondern links von der Spur zu fahren. Bei sowas fahre ich möglichst auf dem Streifen, aber auch nicht immer, kommt auf meine Laune an, denn Fahrbahnmarkierungen sind mir manchmal zu holperich.

                Na, aber sicher ist das ein Schutzstreifen. Das Foto zeigt allerdings nur die halbe Wahrheit, denn im vorigen Verlauf der Straße war er knapp doppelt so breit. Tja, nur war hier leider kein Platz mehr, also musste dieser abgebrochene Meter direkt im Gefahrbereich der parkenden Autos genügen. Und so sehen bei uns im Norden leider viele Schutzstreifen aus, die grund- und motivationslos aufgetragen werden.

                Ich schreibe nicht das man es Autofahrern recht machen sollte. Ich mag es aber persönlich nicht wenn mir so ein Auto oder Bus am Hinterrad klebt, da nutze ich immer die erst beste Gelegenheit die Situation zu entspannen.

                Nö, Kraftomnibusse und Lastkraftwagen lasse ich wie gesagt auch immer gerne vorbei.

                Auf dem Gehweg fahren ist sowieso unschön. Zu viele Fußgänger und persönlich habe ich das immer als gefährlicher als die Fahrbahn empfunden. Da gibt es Kinder die aus der Haustür rausrennen können, Hunde, etc.

                Vor allem gibt es viele uneinsehbare Stellen, an denen plötzlich Motorhauben auftauchen können. Das geht auch ganz schnell, zack, schon liegt man dort. Im Endeffekt ist es auf dem Gehweg tatsächlich deutlich gefährlicher als auf der Fahrbahn.

                Zum links Abbiegen, wie gesagt jeder soll es so machen wie er es möchte. Doch leider erlebt man es häufig genung, dass die Spur gewechselt wird ohne auch nur anzudeuten das man sie wechseln möchte (einfaches arm rausstrecken). Wenn ich dein Bild als Beispiel nehme, da würde ich wahrscheinlich auch links abbiegen, aber das kommt natürlich drauf an wie viel in dem Moment los ist. Wenn mir zu viel Verkehr ist, gehe ich immer davon aus, dass ich als Radfahrer nicht so gut beschleunigen kann wie ein motorisiertes Gefährt und steige lieber ab.

                Na, wenn du bei der Kreuzung nicht direkt links abbiegst, dann bist du aber definitiv ein Angstradler: linker Arm raus, Schulterblick und zur Fahrbahnmitte einordnen. Sofern der Autofahrer hinter dir dich nicht umfahren will kann da kaum etwas passieren.

                In der $2.4 StVO steht das Radfahrer sich möglichst weit rechts zu halten haben.

                Nö, das steht in § 2 Abs. 2 StVO und gilt für alle Fahrzeuge.

                Das Problem ist, dass Radwege nur selten markiert sind. Das liegt aber nicht an Ihrem Zustand, sondern daran das die Stadt oder der Landkreis dann für einen gewissen Zustand der Radwege verantwortlich sind. D. H. wenn der Radfahrer über ne Wurzel fährt, hinfällt und sich dabei verletzt oder sein Fahrrad kriegt was ab, kann er die Stadt auf Schadensersatz verklagen. Das aber nur wenn ein Schild dasteht das den Radweg als Radweg kennzeichnet. Wenn es dasteht kommt hinzu, dass die Fahrbahn von Radfahrern nicht mehr befahren werden darf…. Ich glaube, dass es eher eine Statistische Aufnahme ist um die Unfallhäufigkeit an bestimmten Stellen zu erfassen und ggf. Radwege zu sanieren oder gar zu schaffen. Keine Ahnung, ist nur eine Vermutung.

                Nö, wenn es einen Radweg gibt, dann muss der auch gepflegt werden. Die Aufhebung der Benutzungspflicht darf nicht dazu führen, dass ein Straßenteil verlottert wird. Wenn man sich das Geld für die Pflege sparen will, muss der Radweg eben unbrauchbar gemacht werden, etwa mit geeigneten Beschrankungen oder einem kompletten Rückbau.

  5. Diesen Eindruck habe ich auch bekommen.
    Wie sieht es mit dem Verhalten gegenüber Fußgängern aus? Ich werde leider des Öfteren auf dem Gehweg über den Haufen gefahren und dafür auch noch beleidigt.

      1. Rücksichtslose Radfahrer treffe ich etwa sooft wie rücksichtslose Autofahrer. Nahezu täglich auf dem Weg zur Arbeit. Dabei ist es egal, ob ich mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs bin (oder mit dem Scooter). Bei den Autos hat man zumindest den „Vorteil“, dass man die Problemstellen gut erkennen kann. Beim Überqueren von Straßen z.B. Da Radwege meist parallel und baulich nicht wirklich getrennt von den Fußwegen verlaufen, ist es bei Radfahrern deutlich schwerer, die Situationen zu erkennen. Das fängt schon damit an, dass sie gerne dort fahren, wo sie ganz sicher nicht fahren dürfen: Auf dem Fußweg. Nun hab ich nichts gegen Radfahrer, die sich langsam und vorsichtig über den Fußweg bewegen, weil der Radweg verparkt oder eine Katastrophe ist. Leider fahren viele nach dem Motto „Platz da, jetzt komm ich“. Ja, die Wege sind scheiße geplant, aber das ist nicht die Schuld der Fußgänger. Wer auf den Fußweg ausweicht, wird da geduldet, solange er sich benimmt. Klingeln geht gar nicht. Absteigen und vorbeischieben ist dann angesagt. Vor Kurzem fuhr mein 5jähriger mit seinem Scooter durch die Fußgängerzone, zu einer Zeit, zu der die Benutzung mit Rädern nicht gestattet ist (oder für die Begriffsstutzigen: Es ist verboten!). Da brettert ein Radfahrer mit Schmackes vorbei, schlängelt sich durch die Menge, klingelt mein Kind wild an und als er nicht schnell genug den Weg freimacht, kommt auch noch ein dummer Kommentar. Dass sind die Radfahrer, bei denen ich dann immer hoffe, sie kommen an der nächsten Straße unter den 40-Tonner.

  6. „Es sind nur die blöden Autofahrer, die nicht mit ihnen umgehen können.“

    Als Rad- und Autofahrer in Berlin kenne ich beide Seiten der Medallie. Radfahrer fahren hier nachts prinzipiell ohne Licht, häufig auch entgegen der Fahrtrichtung, dunkel gekleidet, freihändig mit einer Bierflasche in der einen Hand und einem Handy in der anderen. Wenn sie das Handy nicht grade zwischen Schulter und Ohr klemmen, weil sie eine „Atomkraft – nein danke“ Jutebeutel festhalten müssen. Ach ja, all das auf irgendwelchen Schrottlauben deren Bremsen ähnlich mies funktionieren wie die eines der absurden Fixiefahrern, die eigentlich nur ein Singlespeed sind, aber dafür dann auf die Vorderradbremse verzichten, weils so cool „gecleant“ aussieht. Dazu wird dann die rote Ampel an einer stark befahrenen Kreuzung lediglich eine Empfehlung, eine Fußgängerampel sowieso ignoriert und dem hupenden Autofahrer, der gerade so noch bremsen konnte – und so den Selbstmordversuch vereitelte – der Stinkefinger gezeigt.

    Ja, das sind die Leute, über die Autofahrer reden, wenn sie „Radfahrer“ meinen.

    Umgekehrt wird man als Radfahrer gerne mal mit 20cm Abstand zum Außenspiegel überholt (da haue ich dann dagegen und wenn einer mault, dann frage ich ihn ob er denkt, dass meine Arme 1,50m lang sind), Polizei-Mannschaftswagen (!), die mich auf dem letzen nicht benutzungspflichtigen Radweg, den ich je freiwillig benutzt habe beim Abbiegen beinahe ummähen, trottel, die auf der Friedrichstraße glauben noch schnell queren zu können, aber vergessen, dass aus der anderen Richtung auch noch Autos kommen und mich zur Vollbremsung zwingen oder Spinner, die gedankenlos die Tür aufreißen, dass nennt sich dann im Fachjargon „gedoort“ werden, zuzüglich all dem, was hier so im Artikel beschrieben wurde. „Autofahrer“ eben.

    Könnten wir uns nicht einfach auf die Unterscheidung „mitdenkende Verkehrsteilnehmer mit einem IQ über der Raumtemperatur“ und „Vollidioten“ beschränken?

    Ich persönlich würde ja Radwege wie in Kopenhagen bevorzugen: Die sind zwischen Fahrbahn und Parkplätzen, erhöht, dass weder Autos noch Fußgänger nicht ausversehen den Platz für sich vereinnahmen. Desweiteren sind die Radfahrer duch diese Maßnahme gut sichtbar, nicht so wie in Deutschland, wo die parallel verlaufenden Radwege schon mal hinter Bäumen und Hecken versteckt werden um möglichst viele Unfälle beim abbiegen zu provozieren.

    Das Problem, außer dem Finanziellen natürlich, ist halt, dass man dafür eventuell mal einen Baum fällen müsste und das geht natürlich garnicht, insbesondere nicht wenns der vor der eigenen Haustür sein könnte.

    1. Danke, blah, das entspricht so etwa dem, was ich auch gern geschrieben hätte. Aber weil ich jetzt nur noch „zweiter Sieger“ wäre, hätte ich einen Vorschlag für eine Art Extrakt aus dem bereits Gesagten:

      Alle Radfahrer fahren ab jetzt im Dunkeln mit gut sichtbarem Licht (hinten UND vorne!), und alle Autofahrer gucken IMMER GRÜNDLICH in den Spiegel, wenn sie abbiegen oder die Tür öffenn möchten … ich wette, damit ließen sich die Unfälle zwischen Rad- und Autofahrern auf einen Rutsch um 70 bis 80 Prozent senken.

      1. Und dann glauben wir alle ganz fest an den Weihnachtsmann und haben uns lieb oder wie? 🙂

        In der Theorie ein ganz toller Vorschlag, aber in der Praxis gibt es massenweise Situationen, in denen man als Autofahrer einen Radfahrer auf dem Radweg fast überhaupt nicht erkennen _kann_, egal wie gewissenhaft der Autofahrer schaut. Und das ist eben einer der Gründe, wieso man als Radfahrer Radwege generell meiden sollte.

        1. na das ist auch ein tolles argument, das man gut weiterführen kann: man überlege sich mal, was trotz aller vorsicht draußen passieren kann, also am besten nicht rausgehen. aber auf keinen fall zuhause bleiben, denn statistisch gesehen passieren die meisten unfälle zuhause. ganz zu schweigen, daß man auch nicht im bett liegen bleiben sollte (wegen der unfälle zuhause) – die meisten menschen sterben hierzulande genau dort. ;)))

          1. nein, das war kein zufall, es ging mir um das „Situationen, in denen man als Autofahrer einen Radfahrer auf dem Radweg fast überhaupt nicht erkennen _kann_, egal wie gewissenhaft der Autofahrer schaut. Und das ist eben einer der Gründe, wieso man als Radfahrer Radwege generell meiden sollte.“ – weil diese art von argument vollkommen unabhängig davon sein kann, was vorher geäußert wurde. deshalb auch meine natürlich ironisch gemeinte replik dazu.
            letztlich könnte man auch sagen, daß man als fußgänger auch nicht auf dem fußweg gehen sollte, weil dort vereinzelt rasende radfahrer auch nicht mehr zum stehen kommen (aufgrund der geschwindigkeit).
            bitte nicht falsch verstehen – ich bin für ein wesentlich besseres und umfangreicheres miteinander im straßenverkehr (weil ich auch nicht nur auto sondern auch fahrrad fahre), aber ich finde es z. t. unverschämt, was sich manch radfahrer leistet (fahren bei rot, auf dem fußweg, ohne licht, entgegengesetzt der einbahnstraße usw.), weil nämlich auch das zu der von dir beschriebenen situation führen kann, daß man als autofahrer einen radfahrer nicht (rechtzeitig genug) erkennen kann.

          2. Es ging mir doch aber gar nicht um Situationen, wo sich einer oder beide Beteiligte falsch verhalten. Das falsches Verhalten im Straßenverkehr zu Problemen führen kann, setze ich einfach ‚mal als bekannt voraus.
            Nur führen eben Radwege oft genug auch dann zu Problemen, wenn sich alle Beteiligten vollkommen korrekt verhalten (was ja die Forderung von Leo war „wir verhalten uns jetzt alle vorschriftsgemäß und dann wird alles gut“).
            Und dann muss man sich halt entscheiden, was man will.
            Will man Radwege nur deshalb haben, damit die Radfahrer den Autofahrern auf der Fahrbahn nicht so im Weg herumfahren und ist man bereit, für diese „Freiheit“ der Autofahrer eine gewisse Anzahl an Menschenleben im Jahr zu opfern, gut. Dann aber soll man das bitte auch so kommunizieren und nicht den Leuten weismachen, man würde Radwege „für die Radfahrer“ bauen. Soviel Ehrlichkeit möchte ich dann schon haben.

      2. Spiegel? Das allein reicht nicht aus. Ich bevorzuge Spiegel und dann Schulterblick. Hat man schon in der Fahrschule gelernt und hat schon so manchem Verkehrsteilnehmer das Leben gerettet.

    2. Ich denke auch, das Hauptproblem an allen Radwegen (und vor allem denen hier in Berlin) ist ein Planungsfehler. Da werden Radwege prinzipiell hinter den parkenden Autos gebaut, was totaler Humbug ist. Zum Einem droht dort der abbiegende Verkehr der einen nicht oder zu spät sieht und zum Anderen die berühmte Tür des Beifahrers. Ich bin mir gar nicht so sicher ob die Planungsbehörden überhaupt wissen wie ein Radweg auszusehen hat aus Radfahrersicht. Mittlerweile scheinen sie begriffen zu haben das ein Radweg zwischen fließenden und parkenden Verkehr gehört, aber der wird dann so breit geplant, dass er als Busspur dienen kann und fleißig zum parken benutzt wird. Nach dem Motto ich bin nur mal schnell auf der Bank Geld holen, wird schon keinen stören. Bestes Beispiel dafür ist die Schlossstraße in Steglitz. Für teuer Geld aufwendig umgebaut. Eine Fahrbahn pro Richtung weggemacht und dafür einen Radweg hingebaut. In der Theorie super, in der Praxis nicht zu gebrauchen, weil alle 50m ein Auto auf dem Radweg mit Warnblinkanlage steht. Somit ist man gezwungen wieder in den fließenden Verkehr zu fahren.

      1. Der Radweg an der Schloßstr. ist zwar schön. Seit dem es den gibt, gibt es da nur noch Staus. So viel zum Umweltschutz durch Fördrung von Fahrradfahren.

        Außerdem fahren da auch häufig genug Radfahrer nebeneinander lang, was schlicht und einfach gefährlich ist.

        1. Außerdem fahren da auch häufig genug Radfahrer nebeneinander lang, was schlicht und einfach gefährlich ist.

          Meine Güte, besteht deine Wahrnehmung des Radverkehrs nur aus Gefahren? Wenn ich direktes Linksabbiegen praktiziere, dann sei das deiner Meinung nach schlicht und einfach gefährlich, wenn ich nicht ständig rechts ranfahre und Autofahrer überholen lasse, dann sei das schlicht und einfach gefährlich, wenn ich mich nicht in einen engen Schutzstreifen quetsche, dann sei das schlicht und einfach gefährlich — mehr hast du damals nicht in der Fahrschule gelernt?

          Die Gefährdung entsteht doch nicht dadurch, dass Radfahrer nebeneinander fahren, was übrigens durchaus erlaubt sein kann, dass ich links vom Schutzstreifen auf der Fahrbahn fahre oder direktes Linksabbiegen nutze, die Gefährdung tritt erst bei Unaufmerksamkeiten und Fehlern ein. Und witzigerweise ist insbesondere das Fehlverhalten von Autofahrern die häufigste Unfallursache in solchen Situationen. Vielleicht solltest du überlegen, ob nicht das Autofahren schlicht und einfach gefährlich sein könnte.

          1. Ich empfehle dir die Schloßstr. mal anzuschauen und dir eine subjektivere Meinung über den dort neu angelegten Schuzstreifen einzuholen. Ist eine Wunderschöne Straße, auf der man auch gut einkaufen gehen oder in aller Ruhe Kuchen essen gehen kann.

            Übrigens wenn du fährst wie Sau, brauchst du das nicht von anderen zu fordern. Wenn jemand ein höheres Sicherheitempfinden als du hat, brauchst du ihn dafür nicht anzumachen. Ich bin zwar übervorsichtig, aber mein Fahrradfahrstil besteht nicht nur aus stehenbleiben schnell über die Straße sprinten und gleich wieder stehenbleiben. Man kann auch Platz schaffen und sich trotzdem in einer angemessenen Geschwindigkeit problemlos und sicher fortbewegen. Ohne dabei gehwege zu benutzen und andere Verkehrsteilnehmer übermäßig auf sich aufmerksam zumachen.

            Wie ich in einen anderen meiner Beiträge geschrieben habe. Ich bin 32 und habe seit 1. Jahr meinen Führerschein. Davor bin ich immer Fahrrad gefahren, ohne Helm dafür aber Nachts mit Licht und zur jeder Tageszeit vorrausschauend. Bis jetzt habe ich das überlebt, also kanns so falsch nicht gewesen sein.

            1. Übrigens wenn du fährst wie Sau, brauchst du das nicht von anderen zu fordern. Wenn jemand ein höheres Sicherheitempfinden als du hat, brauchst du ihn dafür nicht anzumachen. Ich bin zwar übervorsichtig, aber mein Fahrradfahrstil besteht nicht nur aus stehenbleiben schnell über die Straße sprinten und gleich wieder stehenbleiben. Man kann auch Platz schaffen und sich trotzdem in einer angemessenen Geschwindigkeit problemlos und sicher fortbewegen. Ohne dabei gehwege zu benutzen und andere Verkehrsteilnehmer übermäßig auf sich aufmerksam zumachen.

              Na, ich fahre ganz bestimmt nicht wie eine Sau. Ich glaube, es gibt wenige Radfahrer, die sich strenger an die Straßenverkehrs-Ordnung halten und einen sichereren Fahrstil pflegen. Wenn man von einigen unsinnigen Regelungen der Straßenverkehrs-Ordnung absieht, beispielsweise dem Verbot, als Radfahrer die Füße von den Pedalen zu nehmen oder der bescheuerten Ampelregelung bei Radaufstellflächen an Kreuzungen, halte ich mich strikt an die Straßenverkehrs-Ordnung. Das ruft allerdings hin und wieder Unmut hervor, wenn ich zum Beispiel links von diesen ultra-schmalen Schutzstreifen in meiner Gegend fahre oder zum Beispiel auf Straßen ohne Radweg, bei denen die meisten Radfahrer regelwidrig auf dem Gehweg herumfahren, die Fahrbahn nutze.

  7. Also eine Kennzeichenpflicht für Radfahrer bringt nix, weil Kennzeichen Autofahrer nicht 100%ig an der Begehung jeglichen Delikts hindern, aber die Bußgelder für die (bööösen) Autofahrer für eben diese Delikte könnte man ruhig erhöhen?
    Nun können aber diese Bußgelder in der Regel überhaupt nur deshalb eingetrieben werden, weil Autos mit Kennzeichen herumfahren müssen. Noch klassischer kann man nicht „mit zweierlei Maß messen“!

    Zugegeben, ich beobachte das Ganze eher aus der Autofahrerperspektive, aber wenn man (als Autor) anderen Einseitigkeit vorwirft sollte man es selbst besser machen. Da passt es nicht, Autofahrer als pöbelnde, nörgelnde Drängler und Nötiger darzustellen und Radfahrer pauschal gegen jede Kritik immunisieren zu wollen.

    Ich beobachte des Öfteren, dass ein und der selbe Radweg von der überwiegenden Mehrheit der Radfahrer benutzt wird, während einer oder ein paar wenige ihn anscheinend für derart unzumutbar halten, dass sie lieber im Berufsverkehr einen Stau auf einer stark frequentierten vierspurigen Straße auslösen. Aus juristischer Sicht mag das wohl zulässig sein, aber das ist die Frage des Autofahrers, ob man schon mal was von Radwegen gehört habe auch, aber nur letzteres wird hier kritisiert.

    Also: Wer im Glashaus sitzt…

    1. Dass ein wesentlicher Teil der Radfahrer sich nicht an die Verkehrsregeln hält will ich gar nicht bestreiten. In Deutschland wird man als Radfahrer eben nicht als Fahrzeugführer, sondern eher als beräderter Fußgänger angesehen und verhält sich dann entsprechend, fährt also auch überall dort entlang, wo ein Fußgänger lang darf.

      Und den angesprochenen Radweg habe ich direkt vor meiner Haustür. Der ist einigermaßen uneben, aber befahrbar, sofern man nicht schneller als 15 Kilometer pro Stunde rollen möchte. Ab dem Tempo macht es wirklich keinen Spaß mehr und schon das wäre Grund genug, die Fahrbahn zu wählen, denn auf blaue Schilder wurde hier glücklicherweise verzichtet. Und gerade im Sommer wird dieser Weg von Wochenendausflüglern besetzt, die relativ langsam und in beiden Richtungen auf dem gerade mal einen Meter breiten Streifen verkehren. Auf sowas habe ich dann keine Lust, schließlich fahre ich nicht nur zum Spaß herum, sondern will auch zügig am Ziel ankommen. So trägt es sich dann zu, dass ich als einziger von knapp fünfzig Fahrradfahrern auf der Fahrbahn unterwegs bin, aber mit deutlich weniger Stress, Gefährdung und ordnungswidrigem Verhalten ans Ziel komme. Die Autofahrer, die gerne wissen möchten, ob ich schon mal was von Radwegen gehört hätte, bleiben da natürlich nicht aus.

      1. Das zeigt eigentlich nur, dass offensichtlich die einzige Lösung ist, die Verkehrsregeln für Radfahrer regider zu machen, Kennzeichen einzuführen und entspreched hohe Strafen. Wie bei den Autos vermeidet das nicht, dass Deppen zu schnell und rücksichtslos fahren, aber sie können dafür zumindest belangt werden, wenn man sie erwischt.

        Um mal Dein Beispiel auszupacken: Ich stehe gelegentlich mit dem Auto auch im zähfließendem Verkehr, weil vorne ein paar Trödler unterwegs sind, die es nicht eilig haben. Darf ich jetzt auch nach Belieben ausscheren, über den Radweg brettern und die freie Fahrt für freie Bürger genießen? Nein, darf ich nicht, denn das ist verboten. Wird Zeit, dass das entsprechend auf andere Rowdies ausgedeht wird. Wenn Dir 15km/h zu langsam sind, dann steig ab, renne an den Schleichern vorbei und hüpf wieder auf das Rad. Im Stadtverkehr lohnt sich eine höher Geschwindigkeit ohnehin nicht, weil man sich an der nächsten Ampel wiedertrifft. Außer natürlich man ignoriert die rote Ampel…

        1. Mit dem Fahrrad steht es mir aber offenbar frei, einen anderen Radweg zu benutzen oder die Fahrbahn zu befahren. Und auf der Fahrbahn erreiche sogar ich mit meinem durschnittlichen Fahrrad ohne Probleme eine Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde.

          Und weißt du was? Ich bin bei meiner Rolle als Verkehrsteilnehmer und Fahrzeugführer sogar so konsequent, dass andere nur noch mitleidig den Kopf über mein Verhalten schütteln können, denn ich bleibe sogar an der roten Ampel zwischen den Autos stehen und warte geduldig, anstatt mich — ganz legitim — über den Rad- oder — weniger legitim — über den Gehweg vorbeizumogeln. Und trotzdem bin ich weit früher am Ziel als die Radwegradler, die ständig dem Gegenverkehr ausweichen müssen.

          1. @Malte:
            Ich bin es jetzt endgültig leid, ständig auf Postings zu antworten, die meine Argumente (z.B. 4-spurige Straße mit offensichtlich benutzbarem Radweg) zu umgehen versuchen oder schlicht ignorieren und stattdessen immer wieder die selben Behauptungen (z.B. aus x Gründen nicht benutzbare Radwege) wiederholen immer und immer wieder.

            Es ist offensichtlich, dass Du einfach nicht bereit bist von Deiner egoistischen Einstellung abzurücken. Daher werde ich meine Versuche das zu erreichen hiermit einstellen.

          2. Auf die vierspurige Straße bin ich doch nun woanders schon eingegangen.

            Es ist offensichtlich, dass Du einfach nicht bereit bist von Deiner egoistischen Einstellung abzurücken. Daher werde ich meine Versuche das zu erreichen hiermit einstellen.

        2. Lieber Doping,

          wenn Du mit geltenden Verkehrsregeln nicht einverstanden bist, steht es Dir frei, Dich an Deinen Bundestagsabgeordneten zu wenden und Dich um die Wiedereinführung der allgemeinen Radwegebenutzungspflicht zu bemühen. Die Aussichten darauf sind angesichts leerer staatlicher Kassen und der verwaltungsrechtlichen Vorgaben (VwV-StVO) zum Zustand von Radwegen allerdings als gering einzuschätzen. Radfahrern vorzuwerfen, daß sie ihnen zustehende Rechte im Straßenverkehr auch nutzen, betrachte ich jedoch als boedenlose Unverfrorenheit. Nbb.: Radfahrer verursachen keine Staus, das schaffen i.d.R. nur Autos, genauer gesagt: Autos SIND der Stau!

          1. „Nbb.: Radfahrer verursachen keine Staus, das schaffen i.d.R. nur Autos, genauer gesagt: Autos SIND der Stau!“

            Das solltest Du genauer erklären.
            Wenn ein Fahrrad – dass ja im Normalfall signifikant langsamer ist als Autos – auf einer stark frequentierten Fahrbahn „entlangschleicht“ (relativ gesehen natürlich), niemand überholen kann/darf und sich deshalb lange Autoschlangen bilden ist das kein Stau?

          2. Hast du diesen Stau hinter Fahrradfahrern eigentlich tatsächlich schon mal gesehen oder ist das nur das übliche Argument der Autofahrerfraktion? An meinem Fahrrad kommen auf der Fahrbahn problemlos andere Verkehrsteilnehmer vorbei, sogar bei Gegenverkehr. Und als Autofahrer kann ich auch problemlos andere Radfahrer überholen. Manchmal muss man tatsächlich ein paar Sekunden abwarten, sofern man das Überfahren von Sperrflächen scheut oder tatsächlich eine Engstelle folgt, aber wer sich wegen der paar Sekunden aufregt, hat vermutlich wenig andere Sorgen.

            Ansonsten gibt’s ja diesen tollen Vergleich, den ich aber selber für wenig zielführend halte: der Fahrradfahrer, den du überholst, macht dir anschließend keinen Parkplatz streitig.

          3. @Malte:
            Aber sicher habe ich diesen Stau schon gesehen … und nicht nur einmal!
            Und auch an Deinem Fahrrad kommt man in einer solchen Situation (4-spurige Straße im Berufsverkehr) nicht vorbei, außer man ignoriert die 1,50m Abstand … aber wenn man das tut … oooh, die pöööhsen Autofahrer!

            Ein paar Sekunden länger zu brauchen, wäre für mich kein Problem, aber dabei bleibt’s in der beschriebenen Situation eben nicht und welche Strecke musst Du auf einem Radweg mit „Langsamfahrern“ fahren um mehr als ein paar Sekunden zu verlieren?

          4. Ich habe die Zeit nicht nachgemessen, aber im Gegensatz zu der Fahrbahn, auf der wir beide legal verkehren dürfen und du zumindest bei mir im Ort problemlos an mir vorbeikommst, muss ich mich auf dem Radweg mit Fußgängern und Geisterradlern herumschlagen. Das kostet Zeit, das ist unsicherer als auf der Fahrbahn und ich muss ständig zwischen den Fußgängern auf den Gehweg fahren, was immerhin unzulässig und gefährlich ist und außerdem das Bild des rücksichtslosen Radfahrers schürt.

            Wie gesagt: wenn dir die heutige Situation nicht passt, dann beschwer dich bei denen Abgeordneten oder rege bei der Straßenverkehrsbehörde an, blaue Schilder aufzustellen. Jemanden Rücksichtslosigkeit zu unterstellen, weil er erlaubterweise die Fahrbahn nutzt, bringt uns hier nicht weiter.

          5. @Malte:
            Es bringt uns sehr wohl weiter zwischen Moral (Rücksicht nehmen oder nicht) und der juristischen Situation (auf der Fahrbahn sein dürfen oder nicht) zu unterscheiden.
            Was uns tatsächlich nicht weiterbringt ist die ständige Behauptung, dass auf Radwegen Fußgänger, Geister-Radfahrer usw. herumfahren. In einem solchen Fall mag es ja Ok sein, auf der Fahrbahn zu fahren, aber um diese Situation ging es nicht.

          6. @Malte:
            Es ging um die von mir im ersten Posting dieses „Threads“ beschriebene Situation:
            – 4-spurige Straße mit Radweg
            – Berufsverkehr
            – Großteil der Radfahrer benutzt den Radweg
            – einer oder wenige Radfahrer fahren auf der Fahrbahn

            Ich habe nicht pauschal etwas gegen Radfahrer auf der Fahrbahn und ich weiß um den Zustand mancher Radwege, aber man sollte doch die Kriterien für die Benutzbarkeit eines Radweges auch nicht zu hoch ansetzen und dann auf der – ja nun mal primär für Autos vorgesehenen – Fahrbahn herumfahren, nur weil einem z.B. die anderen Radfahrer auf dem Radweg zu langsam sind.

          7. Ah, schau, ich war noch immer bei der Straße vor meiner Haustür, wo mir die Leute am Sonntag in Scharen auf dem Radweg entgegenkommen.

            Bei einer vierspurigen Straße handelt es sich dann vermutlich um einen benutzungspflichtigen Radweg? Jedenfalls lässt sich an solchen Straßen bereits über die Verkehrsdichte eine Benutzungspflicht erwirken. In einem solchen Falle würde ich als Radfahrer sogar freiwillig den Umweg einer Parallelstraße in Kauf nehmen. Die Bundesstraße 431 ist auf dem Hamburger Gebiet stellenweise auch eine benutzungspflichtige Berg- und Tal-Bahn mit Gegenverkehr, da habe ich weder auf den Radweg noch auf die Fahrbahn Lust. Ich bin dort einmal nachts den Radweg langgefahren, da hat’s mir vor lauter Schlaglöchern fast die Speichern durchgerissen.

            Aber wie gesagt: wenn keine blauen Schilder vorhanden sind, bewegen sich die Radfahrer auf der Fahrbahn rechtlich einwandfrei. Ob das nun moralisch in Ordnung ist oder nicht ist ja so einfach nun auch nicht: die Radfahrer wollen schnell vorankommen und wählen deswegen die Fahrbahn, du möchtest schnell vorankommen, also sollen die Radfahrer auf den Radweg zurück. Das könnte man ewig diskutieren, denn du führst dann den volkswirtschaftlichen Wert des Autoverkehrs an, ich komme dir dann mit meiner positiven Umweltbilanz als Radfahrer. Das wird so nie enden.

          8. @Malte:
            „Ob das nun moralisch in Ordnung ist oder nicht ist ja so einfach nun auch nicht: die Radfahrer wollen schnell vorankommen und wählen deswegen die Fahrbahn, du möchtest schnell vorankommen, also sollen die Radfahrer auf den Radweg zurück.“

            Es ist aber einfacher als Du es darstellst. Einige wenige Radfahrer benutzen einen benutzbaren Radweg nicht, um einen geringfügigen Zeitvorteil zu erreichen und bürden damit vielen anderen einen signifikanten Zeitnachteil auf.
            Ich sehe da nicht so viel Spielraum für eine moralische Diskusson.

            „…ich komme dir dann mit meiner positiven Umweltbilanz als Radfahrer.“

            Ein Fahrrad hat eine bessere Umweltbilanz als ein Auto, aber niemals eine positive. Aber selbst wenn es so wäre: das ist nun wirklich weder juristisch noch moralisch relevant.

          9. Ohne dass ich es nachgemessen habe, aber mit meinem Rad bin ich auf der Fahrbahn deutlich schneller unterwegs als auf einem Radweg, nicht nur wegen dessen oft mangelhafter Beschaffenheit und anderen Faktoren wie Ampeln, den Zeitvorteil würde ich nun bei allem Verständnis nicht als geringfügig ansehen. Bei einer Oma, die mit ihren Einkäufen zum Aldi bummelt, trifft das sicher nicht zu.

          10. @Malte:
            „Ohne dass ich es nachgemessen habe, aber mit meinem Rad bin ich auf der Fahrbahn deutlich schneller unterwegs als auf einem Radweg…“

            Habe ich das bestritten? Nein, habe ich nicht. Aber Du beziehst Dich stets und ständig nur auf Deinen eigenen Zeitvorteil und ignorierst den Zeitnachteil der (in diesem Fall) Autofahrer die Du aufhältst. Also ich für meinen Teil finde das außerordentlch egoistisch.

          11. Dann läuft der Straßenverkehr bei euch anders ab als bei uns. Wenn ich hier auf der Fahrbahn unterwegs bin, dann können mich Autos problemlos überholen, sogar bei Gegenverkehr, dazu sind unsere Straßen breit genug. Es gibt freilich auch Stellen, an denen das nicht klappt, also Tempo-30-Zonen beispielsweise. Das fällt aber kaum ins Gewicht, weil ich ohnehin mit 30 Kilometern pro Stunde dort fahre.

            Selbst auf der Hauptverkehrsstraße könnte ich hier ständig auf der Fahrbahn herumrollen. Es gibt dort zwar nicht-benutzungspflichtige Radwege, die aber stellenweise in einem absolut erbärmlichen Zustand sind und gerne als Parkplatz für Anwohner herhalten. Dort gibt es tatsächlich Fälle, in denen ich nicht überholt werden kann, weil der Verkehr ohnehin nur mit 30 Kilometern pro Stunde oder langsamer fließt. Dann versucht zwar immer mal wieder jemand an mir vorbeizukommen, muss dann aber feststellen, dass es vor mir und hinter meinem Vordermann gar keine Lücke zum Einscheren gibt. Das ist auch immer wieder witzig.

            Ich kenne allerdings tatsächlich eine Straße in Hamburg, in der man Radfahrer wirklich nicht gut überholen kann, nämlich die Elbchaussee zwischen Blankenese und Othmarschen — und die wird wohl in ein paar Monaten mit Radfahrstreifen ausgestattet, Radwege gibt es nämlich bislang nicht, nur wassergebundene Gehwege, die so eng sind, dass zu Recht keine Freigabe für Radfahrer erfolgt. Sind dann Radfahrer, die die Elbchaussee befahren, auch egoistisch?

            Warum sind eigentlich nicht die Autofahrer egoistisch, die von Radfahrern verlangen, auf Gehwegen zu fahren oder sich auf holprigen Radwegen unnötig in Gefahr zu bringen? Die Straßenverkehrsordnung und sogar die Rechtsprechung der letzten Jahre lassen ja nun keinen Zweifel daran, dass das Fahrrad nicht mehr als Spielzeug, sondern als Fahrzeug im Straßenverkehr angesehen wird, nur bei den Verkehrsteilnehmern dringt diese Sichtweise noch nicht ganz durch.

      2. Ich fasse mal zusammen: damit Du etwas schneller vorankommst, nimmst Du in kauf, dass eine Menge Autofahrer ausgebremst werden und eben genau nicht mehr schnell vorankommen.
        Ich will nicht unhöflich sein, aber wer deratig mit zweierlei Maß misst, diqualifiziert sich selbst dafür, von anderen Rücksichtnahme o.ä. zu fordern.

        1. Ich kann das ja mal andersherum zusammenfassen: damit du etwas schneller vorankommst, nimmst du in Kauf, dass eine Menge Radfahrer auf unsicheren Radwegen unterwegs sein müssen.

          Ernsthaft, die Straßenverkehrsordnung stellt mir nunmal die Wahl zwischen Radweg und Fahrbahn, sofern er nicht beschildert ist. Wenn der Radweg von Fußgängern, Mülltonnen oder Geisterradlern bevölkert wird, ist es vollkommen legitim, wenn ich auf die Fahrbahn ausweiche. Normalerweise kommen die anderen Fahrzeuge auch prima an mir vorbei, dass ich tatsächlich den Verkehr blockiere erlebe ich nur in einer Baustelle, die tatsächlich eng ist.

          Wenn man in diesem Land nicht wünscht, dass Fahrradfahrer die Fahrbahn befahren dürfen, muss man eben wieder eine generelle Radwegbenutzungspflicht einführen, also wende ich an einen Abgeordneten deines Vertrauens oder eine Lobbyorganisation wie dem ADAC. Zusammen mit den üblichen Argumenten mit Sicherheit und der total gefährlichen Fahrbahnradelei wird die Politik das prima verkaufen können.

          Momentan geht der Weg aber in die andere Richtung, momentan werden Radwege zurückgebaut und das Fahrbahnradeln als deutlich sicherer erkannt. Die Straßenbenutzung ist nunmal für alle Verkehrsteilnehmer vorgesehen und die Fahrbahn für alle Fahrzeuge.

          Ganz frech gesagt: wenn dir das nicht passt oder dir der Weg über die Politik zu weit ist, fahr halt dort entlang, wo es benutzungspflichtige Radwege gibt oder nimm Kraftfahrstraßen oder Autobahnen. Wenn du mir implizit empfiehlst, einen Umweg zu fahren, anstatt irgendwo die Fahrbahn zu benutzen, dann kann ich das Argument gerne zurückgeben.

          1. Das ist – mit Verlaub – Stuss:
            1.) In der geschilderten Situation IST die überwiegende Mehrheit der Radfahrer auf dem Radweg.
            2.) Du hast zuvor gepostet hast, dass Du auf die Fahrbahn fährst, weil es Dir auf dem Radweg nicht schnell genug geht. Also kannst Du Dich jetzt nicht darauf zurückziehen der Radweg wäre unsicher. Zumal das in der geschilderten Situation Dutzende Radfahrer anders sehen.
            3.) Ich habe weder behauptet noch gefordert, dass Radfahrer nicht auf der Fahrbahn fahren dürfen.
            4.) Bezügl. des mit Laub, Mülltonnen, Schnee, Elfen, Zwölfen, Getier und was-weiß-ich-was-noch vollgestopften Radweges: siehe 2.)

          2. Leider ist ja ein Großteil der Radfahrer der Meinung, dass Radfahren total gefährlich sei und man nur auf Radwegen und mit Fahrradhelm lebend ans Ziel kommen könnte. Schon alleine das spricht ja dafür, dass kaum ein Radfahrer überhaupt einen Blick dafür hat, wie er sich tatsächlich sicher im Straßenverkehr bewegen kann.

            Guck dir doch mal die Schüler auf ihrem Weg zur Schule an. In jungen Jahren tragen sie einen Fahrradhelm, weil Mama das so will und die Polizei erklärt, dass man ohne Fahrradhelm sofort tot sei. Und dann achte mal darauf, wer seinen Helm denn wirklich sicher trägt, also passender Sitz und einigermaßen festsitzender Kinnriemen. Bei mir vor der Haustür fährt nicht einmal jeder zweite Helmträger mit einem passenden Helm.

            Und dann achte mal darauf, wer von den behelmten Kindern überhaupt ein verkehrssicheres Fahrrad fährt, also mit funktionierenden Licht- und Bremseinrichtungen, mit einer Klingel und vernünftig eingestelltem Sattel.

            Und dann achte noch mal darauf, wie viele Fahrradfahrer mit Helm und so weiter sich überhaupt verkehrssicher verhalten, also nicht auf der linken Straßenseite fahren, keine Gehwege benutzen und nicht bei rot über die Ampel fahren. Das ist ein Bruchteil. Mir ist gerade am Wochenende jemand begegnet, der mit Fahrradhelm, Knie- und Ellenbogenschonern, hell leuchtender Warnweste und Wimpel am Rad unterwegs war, aber leider auf der linken Straßenseite und leider auch gleich die nächste rote Ampel mitgenommen hat. Risikokompensation nennt man das wohl.

            Und dann überlege noch mal, ob sich die dutzenden Radfahrer, die einen engen linksseitigen Radweg benutzen, die Fußgänger in engen Fußgängernotwegen beiseite klingeln oder glauben, alleine mit einem Fahrradhelm kann schon nichts passieren, wenigstens kurz Gedanken darüber gemacht haben, ob ihr Fahrverhalten von Sicherheit geprägt ist oder ob sie der einfachen Gleichung „Fahrrad = Fahrradweg“ gefolgt sind.

    2. Ich bin als Fahrrad- und Autofahrer schon seit geraumer Zeit dafür, dass alle über 16 einen Führerschein fürs Fahrrad machen müssen. Mit Theorie- und Fahrprüfung.
      Dieser Führerschein sollte wie beim KFZ eine Probezeit von 2 Jahren haben und ebenfalls wie beim Auto eine Null Tolleranz Grenze beinhalten. Fahrradfahrer sollte nicht anders behandelt werden als Autofahrer, vor allem nicht was den Bußgeldkatalog angeht.
      Fürs Fahrrad soltte es genau den gleichen TÜV geben wie fürs KFZ. Kennzeichenpflicht wäre nicht sinnlos. Blitzer nur für Fahrrad sind nach dem heutigen Stand der Technik auch problemlos möglich. Auswerten könnte man die gleichzeitig mit den Fotos vom KFZ.

      1. Ich bin als Fahrrad- und Autofahrer schon seit geraumer Zeit dafür, dass alle über 16 einen Führerschein fürs Fahrrad machen müssen. Mit Theorie- und Fahrprüfung.

        Das fände ich tatsächlich gar nicht unbedingt allzu verkehrt.

        Dieser Führerschein sollte wie beim KFZ eine Probezeit von 2 Jahren haben und ebenfalls wie beim Auto eine Null Tolleranz Grenze beinhalten.

        Seit wann gilt denn beim autofahrenden Probezeitler eine Null-Toleranz-Grenze? Vielleicht was den Alkohol angeht, okay, aber ansonsten ist die Probezeit doch eigentlich recht locker. Auch da kommuniziert der Gesetzgeber doch, das „+20“ zu viel auf dem Tacho ganz okay sind bei den lapperigen Bußgeldern.

        Fahrradfahrer sollte nicht anders behandelt werden als Autofahrer, vor allem nicht was den Bußgeldkatalog angeht.

        Unfug. Der Bußgeldkatalog unterscheidet auch bei Autofahrern nach Gefährdung, Behinderung und Unfall. Und wenn ein Verstoß auf dem Rad nunmal objektiv ungefährlicher ist, soll er künstlich nach oben geschruabt werden? Wozu denn das? Damit die Autofahrer befriedigt werden?

        Fürs Fahrrad soltte es genau den gleichen TÜV geben wie fürs KFZ.

        Na, dann mach mal eine Hauptuntersuchung fürs Fahrrad. Das stelle ich mir witzig vor.

        Kennzeichenpflicht wäre nicht sinnlos.

        Große Worte lese ich da, aber wo ist die Begründung?

        Blitzer nur für Fahrrad sind nach dem heutigen Stand der Technik auch problemlos möglich. Auswerten könnte man die gleichzeitig mit den Fotos vom KFZ.

        Was willst du denn beim Fahrrad blitzen zusammen mit dem Kraftfahrzeugverkehr? Die Radfahrer, die vor dem Kindergarten zu schnell unterwegs sind?

        1. Zu deiner information. Letzte Woche wurde eine Fahrradfahrer mit 45 km/h in einer verkehrs beruhigten Zone geblitzt. Zwar nicht in diesem Land, aber in einem unsere Europäische Nachbarstaaten. Der Idiot hat auch noch zugegeben, dass er nur normal in die Pedale getretten hat und es nicht als zu schnell empfunden hat. Ob er es so unter Kontrolle hatte wie er dachte, wage ich zu bezweifeln…

          Hauptuntersuchung beim Fahrrad = Bremsen prüfen, Beleuchtung prüfen (schon mal davon gehört, das nur Rennräder ein abnehmbare Licht mitführen dürfen?) und gucken ob das Fahrrad im allgemeinen Verkehrssicher ist. Wenns nicht ist, nach bessern lassen. Wenn das unterlassen wird, genauso verfahren wie bei jeden Autofahrer.

          Wenn ein Kennzeichen geführt wird, ist man leichter ermittelbar. Wenn man dann einen Unfall verursacht und sich davon macht ist es leichter die Person zu ermitteln.

          Blitzer blitzen nicht nur Geschwindigkeitsüberschrietungen sondern auch beim überfahren einer roten Ampel. Für Fahrradfahrer könnte man die z. B. so einstellen das die auch das befahren einen Straße entgegen der Fahrtrichtung blitzen. In Zusammenhang mit einem Kennzeichen könnte die Person dann auch ermittelt und ihr zur Not der Führerschein entzogen werden 😉

          1. Zu deiner information. Letzte Woche wurde eine Fahrradfahrer mit 45 km/h in einer verkehrs beruhigten Zone geblitzt. Zwar nicht in diesem Land, aber in einem unsere Europäische Nachbarstaaten. Der Idiot hat auch noch zugegeben, dass er nur normal in die Pedale getretten hat und es nicht als zu schnell empfunden hat. Ob er es so unter Kontrolle hatte wie er dachte, wage ich zu bezweifeln…

            Das scheint mir ja beinahe ein Problem dieser Pedelecs zu sein. Da fahren teilweise Leute drauf herum, die keinen Sinn für die Geschwindigkeit haben und im Extremfall noch nicht einmal vernünftig bremsen können, weil sie zuvor auf dem Rad nie etwas anderes als von 15 Kilometer pro Stunde heruntergebremst haben.

            Hauptuntersuchung beim Fahrrad = Bremsen prüfen, Beleuchtung prüfen (schon mal davon gehört, das nur Rennräder ein abnehmbare Licht mitführen dürfen?) und gucken ob das Fahrrad im allgemeinen Verkehrssicher ist. Wenns nicht ist, nach bessern lassen. Wenn das unterlassen wird, genauso verfahren wie bei jeden Autofahrer.

            Mir brauchst du die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung nicht zu erklären, ich kenne die entsprechenden Paragraphen. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist eher eine, naja, eine Art Qualitätsproblem der Fahrräder. Sagen wir mal, Fahrräder müssten alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, dann hat man eben eine Momentaufnahme, dass das Fahrrad zu diesem Zeitpunkt funktionierte und verkehrssicher war. Sicherlich wird man dabei eine ganze Reihe an verkehrsuntauglichen Fahrrädern aus dem Verkehr ziehen. Wenn ich aber an mein altes Rad aus der mittleren Preisklasse zurückdenke, dann hat von den Komponenten wenig länger als zwei Jahre gehalten; da war immer etwas kaputt, die Beleuchtung musste ich alle drei Monate reparieren. Derartig mindere Qualität mag auch bei Kraftfahrzeugen auftreten, aber da ist man in der Regel daran interessiert, das Fahrzeug einigermaßen betriebsfähig zu halten. Meiner Meinung nach fehlt aber zum Teil das Bewusstsein, dass auch ein Fahrrad ein Fahrzeug ist und ein Fahrradfahrer ein Verkehrsteilnehmer, drum fährt manch einer ganz ungerührt ohne Licht umher — schließlich hat er schon in der Schule gelernt, dass er ja „nur ein Fahrrad“ lenkt.

            Wenn ein Kennzeichen geführt wird, ist man leichter ermittelbar. Wenn man dann einen Unfall verursacht und sich davon macht ist es leichter die Person zu ermitteln.

            Bis dahin wird ein Fahrradkennzeichen aber nur dazu führen, dass sich täglich auf der Polizeiwache Dutzende Autofahrer einfinden, die glauben, es müsste mit dem Rad auf dem Gehweg geradelt werden, wenn es keinen Radweg gibt, und die entsprechende Anzeigen aufgeben wollen. In der Warteschlange reihen sich dann noch ein paar Fußgänger ein, die Oma Erna anzeigen wollen, weil Oma Erna auf dem Weg zum Supermarkt den Gehweg befahren hat. Das wird momentan eher dafür sorgen, dass der Radverkehrsanteil ähnlich sinkt wie bei einer Helmpflicht.

            Andererseits stellt sich mir die Frage, warum gerade die Deutschen nicht in der Lage sind, ohne Fahrradkennzeichen auskommen zu wollen. In anderen Nationen funktioniert der Radverkehr bestens, dort hat man überhaupt keine Probleme und käme überhaupt nicht auf die Idee, über Helmpflichten, Kennzeichen und Kampfradler zu diskutieren. Vielleicht sollten wir lieber versuchen, das Verständnis für den Radverkehr zu stärken: man ist eben kein beräderter Fußgänger, sondern ein vollwertiger Verkehrsteilnehmer und Fahrzeugführer.

            Blitzer blitzen nicht nur Geschwindigkeitsüberschrietungen sondern auch beim überfahren einer roten Ampel. Für Fahrradfahrer könnte man die z. B. so einstellen das die auch das befahren einen Straße entgegen der Fahrtrichtung blitzen. In Zusammenhang mit einem Kennzeichen könnte die Person dann auch ermittelt und ihr zur Not der Führerschein entzogen werden.

            Auch da bin ich eigentlich eher der Meinung, die Regelkenntnis unter Radfahrern zu bessern. Manch einer weiß überhaupt nicht, dass auf der linken Straßenseite nicht geradelt werden darf, dementsprechend gering werden Lerneffekt und Verständnis ausfallen, wenn die Ordnungsmacht die Hand aufhält.

            1. So weit ich das verstanden Habe war das einer der sich auf ein Radrennen vorbereitet hat. Die normale Strasse hatte nach seinem Empfinden ihm zu viel Verkehr also ist er ausgewichen.

              Das Probelm mit Radfahren ist denke ich folgendes. Es gibt genug davon, die nur misst bauen. Also keine Fahrtrichtungsänderung anzeigen, bei Rot rüberfahren oder aus Prinzip ganze Fahrstreifen blockieren. Der Otto Normal Autofahrer ist durch diese Radfahrer aber mittlerweile so sensibilisiert, dass er alle über einen Kamm schert und nicht mehr wirklich differenzieren kann.
              Du hast aber auch recht, dass viele Fahrradfahrer nicht als Verkehrsteilnehmer sondern nur als Hindernis betrachten, das sind aber häufig genug auch die, die selber wie Sau fahren.

              Die Regelkenntnis kann man nur verbessern wenn es eine Führerscheinpflicht gibt.

              Ich Denke durch eine Untersuchung würde viel Schrott von den Straßen verschwinden. Andererseits müsste es auch anders möglich sein die Leute davon zu überzeugen, dass Fahrräder bestimmte Mindestanforderungen erfüllen müssen um Verkehrssicher zu sein und das es nur sicheres Fahren und Verhalten geht. Zu viele Ruhen sich leider darauf aus, dass man sie nur schwer nachverfolgen kann. ein Kennzeichen würde es einfacher machen. Leider hast du recht, dass habe ich so noch nciht bedacht, dass dann auch viel Omis zur Polizei rennen würden um jeden Misst anzuzeigen. Aber mit nem normalen KFZ funktioniert das auch, wieso sollte es beim Fahrrad nicht anders sein? Vor allem wenn man sich so verhällt, dass man denen nicht zum beschweren gibt.

              1. Das Probelm mit Radfahren ist denke ich folgendes. Es gibt genug davon, die nur misst bauen. Also keine Fahrtrichtungsänderung anzeigen, bei Rot rüberfahren oder aus Prinzip ganze Fahrstreifen blockieren. Der Otto Normal Autofahrer ist durch diese Radfahrer aber mittlerweile so sensibilisiert, dass er alle über einen Kamm schert und nicht mehr wirklich differenzieren kann.
                Du hast aber auch recht, dass viele Fahrradfahrer nicht als Verkehrsteilnehmer sondern nur als Hindernis betrachten, das sind aber häufig genug auch die, die selber wie Sau fahren.

                Meine Theorie ist ja, dass in Deutschland Fahrradfahrer eher als beräderte Fußgänger betrachtet werden. Darum fahren sie ja auch häufig nicht mit dem Kraftfahrzeugverkehr auf der Fahrbahn, sondern nebendran auf kombinierten Fuß- und Radwegen. Selbst wenn dort ein separater Radweg verläuft, stehen dort häufig genug Fußgänger drauf herum. Durch Politik, Verwaltung und Medien werden Radfahrer indirekt bestärkt, dass sie kein Fahrzeug führen, sondern so eine Art Fußgänger sind. Nicht mal der Versuch der Verkehrsausbildung in der Grundschule vermag dieses Defizit abzubauen. Andererseits hat das Fahrrad natürlich auch Vorteile, die es vom Auto abgrenzen und vermuten lassen, es handle sich eben nicht um ein Fahrzeug. Man könnte theoretisch mit dem Rad auch gegen nicht freigegebene Einbahnstraßen fahren, wenn’s überhaupt nicht weitergeht, dann schleppt man es eben kurz beiseite. Das geht mit einem Auto nicht. Mit einem Auto komme ich auch nicht an einer Baustelle auf dem Gehweg vorbei. Wenn man dann als Autofahrer argumentiert, das Radfahrer nichts auf der Fahrbahn zu suchen hätten, weil sie keine Steuern zahlen, keine Nummernschilder tragen, tja, dann geht das eben in eine ähnliche Richtung. Die Leute sehen das Fahrrad eben nur als Fahrrad, aber nicht als Fahrzeug.

                Die Regelkenntnis kann man nur verbessern wenn es eine Führerscheinpflicht gibt.

                Das halte ich für ein Gerücht. Die Fahrschulausbildung führt auch nicht dazu, dass Autofahrer ihre Verkehrsregeln kennen. Ich bringe an dieser Stelle immer gerne das Beispiel von den Vorrangsbeziehungen bei abknickenden Vorfahrtsstraßen oder Kreisverkehren, das nutzt sich nämlich nie ab, weil mir das noch nie jemand erklären konnte. Den Unterschied zwischen innerörtlichen Kraftfahrstraßen und Autobahnen kennt auch niemand, Verkehrsberuhigte Bereiche brauchen Erklärbärschilder, weil die Autofahrer die Regeln nicht kennen und ich wurde schon häufig genug an der Ampel durchs Beifahrerfenster angequatscht, dass ich doch den Radweg befahren müsste — obwohl es noch nicht einmal einen Radweg, sondern nur einen Gehweg gab. Die Leute haben eben keine Ahnung und das sieht bei den Radfahrern eben nicht anders aus.

                Als Radfahrer muss man schon eigene Recherchen anstrengen, will man sich über diese komischen blauen Schilder an den Radwegen informieren. Darüber lernt man nichts im Verkehrsunterricht, nichts in der Fahrschule und bis vor kurzem gab’s auch in den Zeitungen nichts darüber zu lesen, aber wenigstens das hat sich inzwischen geändert. Ich mag gar nicht daran denken, an wie vielen Verkehrsteilnehmern der Neuerlass der Straßenverkehrs-Ordnung vorbeigehen wird, ohne dass die mal einen Blick reinwerfen.

                Vielleicht müsste man eben doch regelmäßige Führerscheinprüfungen etablieren. Dass mein Großvater mit seiner Fahrerlaubnis aus einer Zeit, in der es weder Kreisverkehre noch Verkehrsberuhigte Bereiche gab, noch immer Autofahren darf, naja, das ist auch nicht so optimal.

                ein Kennzeichen würde es einfacher machen. Leider hast du recht, dass habe ich so noch nciht bedacht, dass dann auch viel Omis zur Polizei rennen würden um jeden Misst anzuzeigen. Aber mit nem normalen KFZ funktioniert das auch, wieso sollte es beim Fahrrad nicht anders sein? Vor allem wenn man sich so verhällt, dass man denen nicht zum beschweren gibt.

                Im motorisierten Straßenverkehr herrschen ja auch normale Verhältnisse, da wird nicht jeden Tag in den Medien vom so genannten Krieg auf der Straße berichtet. Wenn ein Autofahrer über eine rote Ampel fährt, ringt das dem beobachtenden Verkehrsteilnehmer nicht einmal ein Kopfschütteln ab. Fährt dagegen ein Radfahrer über eine rote Ampel, dann bricht gleich der Krieg auf der Straße los, dann wird man das womöglich zur Anzeige bringen — das wäre im Beispiel der roten Ampel womöglich auch nicht verkehrt, wenn, ja, wenn es nicht so ultra-komplizierte Ampelregelungen für Radfahrer gäbe und es vielleicht gar kein Rotlichtverstoß war.

                Na gut, und dann kommen eben die ganzen Leute, die sich ärgern, dass ein Radfahrer auf der Fahrbahn fährt, obwohl es rechts den am Stammtisch obligatorischen bestens ausgebauten und breiten Radweg gibt, denn von § 2 Abs. 4 StVO haben die wenigsten Kraftfahrzeugführer trotz Führerscheinprüfung schon mal etwas gehört. Dann bekäme ich pro Woche bestimmt mindestens eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, weil ich trotz Radweg die Fahrbahn benutzte, was ja nicht zwangsläufig verboten ist. Natürlich könnte ich mich auch so verhalten, dass es keine Beschwerden gibt, womit wir wieder bei der Frage wären, warum man es denn den Kraftfahrzeugführern recht machen muss. Bei uns im Ort gibt es mehrere relativ stark frequentierte Straßen ohne Radweg, da glauben natürliche alle Verkehrsteilnehmer, sowohl Auto- als auch Radfahrer, man müsste mit dem Rad auf dem Gehweg fahren und die Fußgänger beiseite klingeln. Ich habe mir schon mehrfach Belehrungen anhören müssen, dass ich auf der Fahrbahn nichts verloren hätte — soll ich dann auf dem Gehweg fahren, um die Autofahrer, die nicht mit hinreichender Regelkenntnis ausgestattet sind, nicht zu belästigen? Und wenn ich auf dem Gehweg fahre, was mache ich dann mit dem Fußgängern? Die könnten ja theoretisch auch zur Polizei rennen. So richtig klappen wird das mit dem Fahrradkennzeichen meiner Meinung nach nicht.

  8. Ich empfinde den Text auch etwas zu einseitig. Als ebenfalls Berliner Rad- und Autofahrer kann ich mich nur dem Blabla von Blah anschließen.
    Ich fahre übrigens auch nur mit Helm, auch wenn man sich damit viel Spott aus dem Umkreis einfängt. Dann verweise ich auf genug Filmchen mit Wassermelonen im Internet…

      1. Und warum nur beim Radfahren? Ich wette, wenn man eine Wassermelone von innen gegen die Windschutzscheibe wirft, hat man auch einen ganz tollen – nichts sagenden – Effekt.

        1. Im Auto hoffe ich darauf, dass Gurt und Airbag ausreichen.
          Da Helmdiskussionen hier nicht erwünscht sind, möchte ich nicht darauf eingehen, ob ein banaler Wassermelonenvergleich als Replik auf den Vorwurf mangelnder Ästhetik gegenüber einem gewissen Kopfschutz tatsächlich vollkommen ungeeignet ist, oder nicht.

    1. Mal ganz so von Radfahrer zu Radfahrer: wenn du mir mit diesem Wassermelonen-Unsinn ankommst, dann würde ich aber auch lachen. Man kann sicher lange und emotional über das Thema Fahrradhelm diskutieren, aber Wassermelonen sind als Argument tatsächlich vollkommen ungeeignet.

      1. Sicher sind Melonen lächerlich, aber Helm ist eine gute Sache.
        Ich fahre jeden Tag mit dem Rad auf Arbeit, ohne Helm. Hauptgrund dafür ist wahrscheinlich das ich relativ langsam fahre und trotz diverser Kollisionen mit Autos und Fußgängern noch nie mit dem Kopf aufgeschlagen bin. Man sieht den Sturz immer kommen. Das Schlimmste was mir bisher passiert ist sind Schürfwunden.
        Anders sieht das aus wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin. Da trag ich immer einen Helm. Die Geschwindigkeiten sind ganz andere und damit auch meine Reaktionsfähigkeiten. Mal ganz davon abgesehen das ich auch viel Waldwege fahre und keine Lust habe irgendwo mit einer blutenden Kopfwunde rumzuliegen. Außerdem unterschätzen die Autofahrer immer(!) die Geschwindigkeit die man mit einem Rennrad erreicht.

        1. Du darfst mit dem Fahrrad nur so schnell fahren, wie es andere Verkehrsteilnehmer von Dir erwarten können…
          Da gibt es nicht nur Gerichtsurteile zu, sondern ist einfach ein logischer Bestandteil von von angepasster Geschwindigkeit und Rücksichtsnahme auf andere Verkehrsteilnehmer.

          Rein formal gelten die 50km/h-Begrenzungen für Radfahrer in geschlossenen Ortschaften nicht. Das ist aber natürlich kein Freifahrtschein für einen Temporausch.

        2. Ich würde mir nicht zutrauen, mich rechtzeitig vor dem Einschlag in die Seite eines Autos noch irgendwie abflugbereit zu machen.

          Bei Gelegenheit müsste ich mal vernünftig recherchieren, was es nun genau mit Helmen auf sich hat, da fällt dann bestimmt noch mal ein diskussionswürdiger Beitrag ab. Soweit ich weiß, werden Fahrradhelme nach bestimmten Richtlinien getestet, wobei ab einer bestimmten Geschwindigkeit, ich glaube 25 Kilometer pro Stunde, gar nicht mehr auf eine Schutzwirkung getestet wird. Insofern bin ich mir aber ziemlich sicher, dass du mit deinem Rennrad trotz Behelmung einen Einschlag bei 40 Kilometern pro Stunde in ein stehendes Hindernis, also etwa in einen Wagen, der gerade aus der Einfahrt auf die Fahrbahn fährt, nicht besonders froh überstehen würdest.

          Es geht ja auch nicht wie bei dem beliebten Melonentest darum, dass der Schädel möglichst unversehrt bleibt und ich keine Schrammen bekomme, sondern dass das Gehirn intakt bleibt. Es ist doch scheißegal, ob ich im Ernstfalle eine gebrochene Nase, eine aufgebrochene Schädeldecke oder ein abgeschrammtes Ohr habe, das ist alles ganz egal, solange das Gehirn nicht zu Klump gehauen wird. Man müsste mal ausrechnen, was denn passiert, wenn ich mein Gehirn auf 40 Kilometer pro Stunde beschleunige und anschließend auf ein stehendes Hindernis pralle, also das Gehirn die gesamte Energie über eine Strecke von ein oder zwei Zentimetern, die die Styroporschicht im Helm dann nachgibt, wieder abgeben muss. Ich würde mal tippen, dass der Schädel zwar einen guten Eindruck macht, die Synapsen anschließend aber nicht mehr so fit sind.

  9. Ich kenne Situationen, in denen mir wegen eines Radfahrers als Autofahrer unwohl wird, als auch diese, wo ich als Radler wegen der Autos in Sorgen gerate. Und obwohl ich in letzter Zeit weniger mit dem Rad gefahren bin, überwiegt immer noch letzteres.
    Denn als Radfahrer bin ich immer das schwächere Glied in der Kette.
    Es ist unmöglich, wenn Autos beim Abbiegen nicht auf den Radfahrer achten, der an der Radampel geradeaus fährt – weil er es ja auch darf.
    Es ist unmöglich, in welchem Zustand manchmal die Radwegen sind und Autofahrer, die auf dem Radweg parken und dann auch noch die Türe aufreißen, ohne nach hinten zu schauen, sind fast die schlimmsten.

    Natürlich ist es auch blöd, wenn ein Radfahrer ohne Licht unterwegs ist. Oder auf der falschen Seite des Radwegs, oder zu zweit auf der Landstraße nebeneinander fahren. Aber so ist da halt. Jeder hat seine Position im Straßenverkehr und ich achte als Autofahrer lieber zweimal auf den Radfahrer, weil er einfach weniger gut geschützt ist als ich.

      1. Das ist aber hilfreich… Sobald eine dritte Partei hinzukommt, die vorbei will, behindern sie diese. Was zwei Radfahrer allein auf weiter Flur machen, ist mir schnurzpiepe.

        1. Nö, die dritte Partei wird nicht automatisch behindert. In der Regel muss der Überholer eh auf die Gegenspur für regelkonformes Überholen. Dann ist es meist egal, ob da nun ein oder zwei Radfahrer fahren.

          1. @John:
            Selbst wenn Du in der Sache Recht haben magst (auf den engeren Straßen großer Städte jedoch oft nicht der Fall) ist es doch genau diese Einstellung seitens einiger Radfahrer, die auch ansonsten rücksichtsvolle Autofahrer irgendwann dazu treibt auf regelkonformes Überholen zu pfeifen.

            Das kann nicht die Lösung sein. Man kann nicht immer von den Autofahrern Rücksicht verlangen und selbst keine nehmen.

          2. Versteht es doch bitte endlich – hier geht es nicht darum, was schicklich ist, sondern darum, was erlaubt oder verboten ist. Die Bild-Zeitung wird dafür kritisiert, dass sie unpräzise ist und in der Kritik wird dann „gepfuscht“.

            So bringt das halt gar nichts.

            Wer im Stadtverkehr als Radfahrer auf der Fahrbahn nebeneinander fährt hat normalerweise nicht mehr alle Latten am Zaun. Verboten ist es trotzdem nicht grundsätzlich.

  10. Whoop whoop: „bitte die Helmdiskussion sofort einstellen“. Das ist kein gesundes Thema, und außerdem dürfen Helmdiskussionen nur von Admins gestartet werden 😉

    Seit der Abschaffung unseres Autos habe ich auch schon Haarsträubendes auf dem Rad erlebt. Überholen an Einmündungen, mit anschließendem Rechtsabbiegen vor der abknickenden Vorfahrt, Schneiden „meiner“ Haltelinie am Stopschild beim Linksabbiegen, Überholen trotz angezeigter Abbiegeabsicht, Vorfahrt nehmen aus Grundstücksausfahrten, aus Spielstraßen, Motorroller auf dem Radweg, dem Gegenverkehr mit Anhänger auf den Gehweg ausweichen, Vorfahrt nehmen bei der Ausfahrt aus dem Kreisel.

    Macht es mehr Spaß als Autofahren? Macht es. Außerdem kann ich unserer Tochter jeden Tag erklären, wie man sich im Straßenverkehr nicht benimmt 😉

  11. Ich fahre sowohl regelmäßig mit dem Rad als auch mit dem Auto und einen großen Teil jeweils durch vielbefahrene Innenstädte. Und jedes Mal, wenn ich eine Diskussion „Fahrradfahrer vs. Autofahrer“ mitbekomme, frage ich mich, ob ich in einer anderen Welt lebe, da ich weder als Rad- noch als Autofahrer die „andere Seite“ als solch großes Problem erlebe.
    Es gibt natürlich immer wieder mal rücksichtslose Verkehrsteilnehmer und dabei besitzen Autos rein technisch bedingt (1000kg vs. 80kg, 2m x 4m vs. 1m x 2m) das größere Behinderungs- und Gefährdungspotenzial; und so muss ich mich in der Regel – wenn überhaupt – über Autofahrer ärgern, egal ob ich mit dem Rad, im Auto oder zu Fuß unterwegs bin.
    Ich glaube, ein wenig mehr Gelassenheit würde den meisten Verkehrsteilnehmern gut tun und viele der – ach so schlimmen – Probleme mit „den Anderen“ lösen.
    Aber vielleicht sind Südhessen auch einfach die besseren Verkehrsteilnehmer. 😉

    1. Autos sind allerdings auf sehr diskrete Bereiche des Straßenverkehrs beschränkt. Die können eben nicht überall fahren und auch die größten Rowdies meiden es, Gehwege, Einkaufzentren und Spielplätze als schnell Abkürzung zu verwenden. In den meisten Fällen ist das auch gar nicht möglich, weil es Poller oder andere Schikanen gibt, die das vermeiden. Von dem Entzug der Fahrerlaubnis mal ganz abgesehen.

      Fahrräder hingegen machen das nahezu regelmäßig, weil sie es können. Schwupps! Und schnell mal durch die Fußgängerzone gebratzt. Hui! Einmal durch das Foyer des EKZ. Durch die Wartenden an der Bushaltestelle geht auch gut.
      Autos sind zwar gefährlicher, aber man trifft sie selten außerhalb der Straßen.

  12. Was noch keiner angesprochen hat ist die teilweise abenteuerliche Führung der Radwege.
    Entlang der Hauptverkehrsstraße die durch meinen Wohnort führt ergeben sich auf etwa 5km Straße für einen Radfahrer je nach Fahrtrichtung bis zu 6 Überquerungen der Fahrbahn, da der Radweg sofern vorhanden für beide Richtungen zu befahren ist und im Wechsel mal auf der einen mal auf der anderen Seite der Straße ist

  13. Leben und leben lassen.
    Als glücklicher Besitzer von Vespa, Fahrrad und Auto in Berlin durfte ich das Elend von allen Seiten betrachten. Und schlussendlich geht’s nur mit Rücksicht und Gelassenheit.

    Wir sind bestimmt nicht alle die recht schaffenden Unschuldslämmer und Schuld sind auch nicht immer die anderen, also wie war das noch mit „…der werfe den ersten Stein.“?

  14. Sehr interessant, dass sich die Kommentare hier sofort wieder um gegenseitige Vorwürfe von Rad- und Autofahrern drehen. Dabei geht es im Blogbeitrag doch hauptsächlich um die fehlerhafte Berichterstattung der BILD.
    Dass es sowohl Auto- als auch Radfahrer, als auch Fußgänger gibt, die sich falsch im Straßenverkehr verhalten, dürfte doch unstrittig sein. Warum regen sich also Auto/Radfahrer nicht genauso über ihresgleichen auf? Wahrscheinlich liegt es daran, dass es bei einem Vorfall einfach ist die Schuld der anderen Gruppe zu zuschieben.
    Wenn einem Autofahrer von einem anderen Autofahrer die Vorfahrt genommen wird kann er schlecht denken „Diese chaotischen Autofahrer!“ Damit würde er ja sich selbst mit einschließen und daher kann der Vorfall nicht pauschal auf alle Autofahrer übertragen werden. Mit einem Radfahrer kann sich der Autofahrer wiederum nicht identifizieren und damit kann das Vorfahrtnehmen pauschal der Gruppe Radfahrer zugeordnet werden. (Möglicherweise wird die Kathegorie verfeinert und der Fahrer regt sich über den „arroganten Mercedesfahrer auf“).
    Stellen sie sich vor ein Fahrrad würde den Beginn einer Rechtsabbiegerspur blockieren; da wäre aber der Teufel los. Bei einem Auto das dort geparkt wird um etwas auszuladen wird das oft einfach hingenommen.

    1. Ein Fahrrad kann man auch problemlos irgendwo abstellen, ohne dass es im Weg ist oder der Besitzer ein Knöllchen bekommt. Bei einem Auto ist das schnelle, korrekte Abstellen leider nicht so einfach möglich. Darum ist man mit einem zum Be- und Entladen haltenden (oder gar parkenden) Auto toleranter, als mit einem blockierenden Fahrrad, dass auch zwei Meter weiter hätte stehen können. Klingt logisch, oder?
      Dabei nerven natürlich dennoch die allmorgendlichen Lieferfahrzeuge, die die recht Spur zum Parken verwenden.

    2. Es mag das Ziel gewesen sein, hier die BILD-Berichterstattung zu kritisieren, aber da diese Kritik sehr einseitig „Pro Fahrrad“ ausgefallen ist, kann es nicht ernsthaft verwundern, dass das zum Thema der Kommentare geworden ist.
      Das erklärt im Übrigen auch, warum hier nicht (vorranging) Autofahrer über Autofahrer oder Radfahrer über Radfahrer schreiben.

  15. Dieser Artikel ist zwar notwendig, aber leider auch nicht vollständig richtig.
    1. Die Aufzählung (Winter, Herbst, Frühjahr, Sommer) führt nicht zwangsläufig zur Aufhebung der Benutzungspflicht! Im Zweifel muss einfach langsamer gefahren werden. Vor allem die Geisterradler sind leider kein Argument.
    2. Des Weiteren ist die Pflicht, auf freigegebenen Gehwegen nur Schrittgeschwindigkeit zu fahren, aufgehoben. Dies wird zwar immer wieder gerne behauptet, ist aber seit 2009 nicht mehr der Fall. Angepasste Geschwindigkeit wird dennoch weiterhin verlangt.

    Die gesamte Rechtslage sowie die abertausenden, teils hanebüchenden Urteile dazu machen die gesamte Geschichte leider nicht so einfach, als dass man sie, wie bei Bild geschehen, einfach in 5 Merksätzen abhandeln kann.

    Ich bitte, dies in dem ansonsten guten und notwendigen Artikel zu korrigieren.

    1. Das mit der Benutzbarkeit eines benutzungspflichten Radweges ist sicherlich ein Kapitel, über das man wiederum tagelang diskutieren könnte. Man kann natürlich anfangen die Rechtsprechung zu studieren, ich persönlich halte es da etwas einfacher. Wenn ich auf einen Radweg nicht fahren kann, weil dort Autos parken, Baustellen aufgebaut sind, mir ständig Radfahrer unzulässigerweise entgegenkommen oder der Weg aus irgendwelchen Gründen mit Fußgängern bevölkert ist, wenn dort Mülltonnen stehen oder Glasscherben liegen oder Schneemassen angehäuft werden, dann kann ich an der Stelle nicht fahren, da hilft mir auch keine geringe Geschwindigkeit. In solchen Fällen weiche ich auf die Fahrbahn aus und nutze den blau beschilderten Radweg ab der nächsten Möglichkeit.

      Wenn nur der Sand aus dem letzten Winter oder Blätter aus dem letzten Herbst dort herumliegen, behelfe ich mir tatsächlich mit einer geringeren Geschwindigkeit, sofern das Risiko nicht allzu hoch ist. Auch hier gilt wie ganz allgemein: ich bin zur Nutzung eines beschilderten Radweges verpflichtet, aber wenn ich ihn nicht gefahrlos nutzen kann, fahre ich halt auf der Fahrbahn.

      Die Diskussion mit Schritt- oder angepasster Geschwindigkeit hing doch meines Erachtens mit der Nichtigkeitsthese von Herrn Ramsauer zusammen. Der hat zwar nicht die Kompetenz, eine Straßenverkehrsordnung für ungültig zu erklären, aber so lange sich die Rechtsprechung diesbezüglich nicht einig ist, sollte man nicht das Risiko eingehen und mit angepasster Geschwindigkeit auf freigegebenen Gehwegen radeln. Da drin steckt schon gleich die nächste Schwierigkeit, denn im Schadensfalle ist ohnehin alles egal, denn mit angepasster Geschwindigkeit hätte es ja keinen Unfall gegeben.

      1. Deine Konsequenzen aus subjektiv nicht benutzbaren Radwegen ist sicherlich nachvollziehbar. Wenn allerdings die Bild für ihre Ungenauigkeit kritisiert werden soll, ist es meiner Meinung nach kontraproduktiv, wenn man selbst nicht korrekt ist.

        Mit der angepassten Geschwindigkeit gebe ich Dir inhaltlich Recht, nur „darf“ man halt schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren, solange beispielsweise kein Fußgänger in der Nähe ist.

        Es geht gar nicht um das, was Du persönlich davon hältst (ich sehe das genauso wie Du), nur ist es einfach nicht völlig regelkonform.

        1. Es geht nur darum, dass “ Ein benutzungspflichtiger Radweg wird in solchen Fällen unbenutzbar, so dass Radfahrer die Fahrbahn nutzen dürfen.“ einfach nicht stimmt.
          Auch wenn das inhaltlich in der Tat sehr bedauerlich ist.

          1. Jetzt muss ich mal nachfragen, nicht dass wir hier aneinander vorbeireden: wird ein solcher Radweg deiner Meinung nicht unbenutzbar oder darf ich wegen Unbenutzbarkeit trotzdem nicht die Fahrbahn benutzen?

          2. Kann nicht hinter Dir antworten:

            Der Radweg wird nicht automatisch „unbenutzbar“, dadurch dass er
            – schmaler ist als in der Verwaltungsvorschrift vorgesehen
            – Fußgänger darauf rumlaufen
            – Blätter darauf liegen
            – Schnee darauf liegt
            – …

            Es bedarf einer ziemlich hohen Schwelle, dass die Benutzung des benutzungspflichtigen Radwegs unzumutbar erschwert wird und damit die Benutzungspflicht entfällt.

            Was im Endeffekt unzumutbar ist, diese konkrete Einschätzung macht dann im Zweifel ein Richter, nicht der Radfahrer (leider).

          3. Wenn Schnee darauf liegt, und die Fahrbahn geräumt ist, ist „im direkten Vergleich“ der Radweg so viel risikoreicher zu befahren, dass er zwar nicht unbenutzbar, aber unzumutbar wird.
            Über Blätter kann man diskutieren, über Fussgänger ebenso. Aber bei einem nicht geräumten Radweg ächt nicht.

          4. Na gut, ich habe das jetzt pauschal alles unter Unbenutzbarkeit verbucht. Tatsächlich bedarf die Benutzungspflicht eines Radweges folgender drei Faktoren:

            – straßenbegleitend
            – benutzbar
            – zumutbar

            In Osterrönfeld gibt es entlang der Hauptstraße benutzungspflichtige Radwege, die gemeinsam mit den Fußgängern geführt werden und obendrein noch in beide Richtungen freigegeben sind, also schon laut Verwaltungsvorschrift die Ausnahme von der Ausnahme darstellen. Und dann sind diese Wege stellenweise gerade mal etwas über einen Meter breit, wenn man Buschwerk und den Abstand zur Fahrbahn mit einrechnet. Auf einem solchen Weg können sich nicht einmal zwei Fußgänger normal begegnen und gerade die Gefahrstellen, also schlecht einsehbare Gefällestrecken, sind durchaus Unfallschwerpunkte. Man ist aber auch nicht in der Lage, vernünftige Radverkehrsführungen durch Nebenstraßen zu konstruieren, aber Fahrräder dürfen hier nicht auf der Fahrbahn fahren, weil es dort ja so unglaublich gefährlich ist: http://www.schilderwiki.org/index.php/Radverkehrsanlagen_in_Osterrönfeld

            Auf der Strecke ist der Radweg aber definitiv nicht zumutbar. Das ist kein Radweg, das ist ein gefährlicher Witz, Unsinn, Blödsinn, Unfug.

            Insofern stimme ich dir zu, unbenutzbar wird ein normaler Radweg, wenn dort Mülltonnen oder Autos herumstehen, unzumutbar wird er durch mangelhafte Breite oder Beschaffenheit.

  16. Also ich fahre im Jahr 20.000 km mit dem Auto und 5.000 km mit dem Rad, würde also mal behaupten, beide Blickwinkel beurteilen zu können.

    Aus beiden Blickwinkeln heraus ist das Hauptproblem erstmal, dass einfach zu viele Menschen einen Führerschein besitzen, die nach objektiven Kriterien geistig, körperlich oder charakterlich nicht im Geringsten geeignet sind, ein Kraftfahrzeug zu führen.
    Ich komme sowohl als Radfahrer, als auch als Autofahrer, mehrmals täglich in die Situation, das andere Autofahrer meine Rechte missachten und damit meine Gesundheit gefährden.

    Das zweite Problem ist dann allerdings, dass die, die eigentlich schon nicht geeignet sind ein KFZ zu führen, manchmal auch mit dem Rad unterwegs sind und auch dann kaum eine geringere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer, als würden sie am Steuer eines Autos sitzen.

    Wenn ich nicht zuletzt bedenke, wie oft Fußgänger achtlos den Radweg oder die Fahrbahn direkt vor mir überqueren, weil sie ja kein Geräusch gehört haben und zu dumm sind nach rechts und links zu schauen, sollte man manchen Menschen selbst zu Fuß die Teilnahme am Straßenverkehr verbieten.

    Nicht die Art des Verkehrsmittels verursacht also die Unfähigkeit, sondern sie ist Vielen einfach schon in die Wiege gelegt.

  17. Was mir immer wieder unangenehm auffällt, ist ein Einzelkämpfertum, das Rücksichtnahme offenbar nicht kennt.

    BMW-Fahrer, die kräftig auf die Tube drücken, um nur 20 Meter später wieder an einer roten Ampel zu bremsen. Fahrradkuriere, die sich quer über Kreuzungen durch wartende Fahrzeuge schlängeln. Fußgänger, die sich den auf dem Gehweg fahrenden Zweirädern in den Weg stellen. Gefährliches Rechts-Überholen. Serienmäßige Vorfahrt ohne Blinker. Vollgas in verkehrsberuhigter Zone. „Ich durfte den tot fahren, der hatte doch rot!“

    1. Naja, auf dem Gehweg haben fahrende Zweiräder (vor allem die motorisierten) auch nichts zu suchen. Solange sie sich benehmen, dürfen sie auf Milde hoffen, aber wenn einer das nicht mag, dann darf er auf dem Gehweg stehen, woimmer er will. Man kann das mit eine Kopfschütteln abtun, vorbeischieben und wieder aufsteigen (sehr zu empfehlen ist auch noch übertriebene Freundlichkeit, die vor Sarkasmus nur so trieft). Oder man macht Ärger, wird laut und aggressiv und muss dann einsehen, dass man im Unrecht ist.
      Wenn man sich in eine Theatervorstellung geschmuggelt hat, ohne eine Karte zu haben, sollte man auch keinen Ärger machen, sondern sich ruhig und devot verhalten. Wird man erwischt, nützt es nämlich nichts, wenn „der andere“ angefangen hat. Man wird des Theaters verwiesen.

  18. Wer mal richtig engagiert über Radfahrer vs. Fußgänger (in diesem Fall) diskutieren möchte, dem sei die aktuelle Berichterstattung in den Münchener Medien (SZ, AZ und TZ) ans Herz gelegt. Anlässlich folgenden Falles: An einer Baustelle wird der Gehweg und der daneben liegende Radweg durch einen kleinen Gerüsttunnel geführt. Daneben ein handschriftliches (nicht nach StVO) Schild „Radfahrer bitte absteigen“. Radfahrer trifft im Gerüsttunnel fahrend auf Rentner. Renter, anscheinend schon öfter mit Zurechtweisungen aufgefallen, ist nicht mit dem fahrenden Radfahrer einverstanden, stellt sich ihm in den Weg und hält ihn auf. Es folgt eine Diskussion und anscheinend eine Rangelei. Rentner stolpert in deren Verlauf, fällt mit dem Kopf gegen die Bordsteinkante, fällt ins Koma und ist zwei Tage später tot.

    1. Hätte es in dem Tunnel eine Kamera gegeben, wäre das Video längst auf Bild.de zu finden und die Schlagzeile „Tunnel-Schläger prügelt Rentner tot!“.

      Das ist ja kein Fall für die StVO, sondern für das StGB.

      Wobei: Wenn der Tunnel nicht darauf ausgelegt ist, dass er von Radfahrern befahren werden kann, ohne dass der Gegenverkehr (ob nun zu Fuß oder anders) dabei behindert oder gar gefährdet wird, muss man vom Rad absteigen, selbst wenn es dort nicht steht. Das hat nichts mit StVO zu tun, dass ist gesunder Menschenverstand. Die eigenen Rechte hören dort auf, wo sie die Rechte anderer einschränken. Wenn meine Taten andere gefährden, muss ich sie beenden. Wenn jemand bewußtlos auf dem Gehweg liegt und ich dort lang möchte, darf ich auch nicht auf die Person drauftreten, nur weil ich das Recht habe, den Gehweg zu nutzen und die einfach ordnungswidrig im Weg rumlag.

      Genau das ist das Problem auf allen Seiten: Hirn einschalten und mitdenken. Rücksicht üben und auch die Sichtweise der andere bedenken.

      1. Diese Bautunnel sind auch eine der Hamburger Spezialitäten, denn dort wird beinahe immer eine Benutungspflicht mit Zeichen 240 erwirkt — auf die Idee, Fahrradfahrer einfach auf der Fahrbahn fahren zu lassen, kommt man selbst bei verkehrsarmen Straßen mitunter nicht.

        Das nimmt dann abstruse Züge an: einen benutzungspflichtigen Radweg darf ich nicht verlassen, sondern muss mich, auf welche Weise auch immer, durch die Engstelle zwängen. Wenn vorher ein anderer Radweg von bescheidener Konsistenz verlief, muss ich plötzlich die Engstelle unbedingt bewältigen, weil Zeichen 240 es von mir verlangt, obwohl die Gefahr zweifelsohne im Tunnel größer ist als auf der benachbarten Fahrbahn. Der Hit war mal eine Beschilderung in Eppendorf, bei der gar kein Radweg vorhanden war, sondern kurz vor dem Tunnel der reine Gehweg benutzungspflichtig wurde und ich mein Fahrrad den Kantstein hätte hochhieven müssen, um nach dem Tunnel wieder auf der Fahrbahn zu fahren.

        Mit solchen Beschilderungen nährt man immer wieder das Gesamtbild, dass man als Radfahrer nicht ernstgenommen und in keine Planung mit einbezogen wird. Von daher wundere ich mich gar nicht so sehr, dass Radfahrer kreuz und quer auf allen möglichen Straßenteilen unterwegs sind. Wie soll man denn einem „normalen“ Radfahrer begreiflich machen, dass er mehrere hunderte Meter auf der Fahrbahn fahren, dann aber plötzlich mit dem Fahrrad auf eine benutzungspflichtige Sonderfläche wechseln, diese aber dann an der nächsten Kreuzung wieder verlassen muss? Da darf man sich anschließend nicht wundern, wenn Fahrradfahrer vor- und nachher noch immer auf dem Gehweg verkehren.

      2. „Wenn meine Taten andere gefährden, muss ich sie beenden.“ – und warum rauchen dann so viele in meinem beisein, obwohl sie von meinem nichtraucherstatus wissen? 🙂

      3. Nein, wenn der Tunnel nicht dafür ausgelegt ist, dass sich dort ein Radfahrer und ein Fußgänger unfallfrei begegnen, dann darf man da ein Fahrrad auch nicht schieben. Denn dann nimmt man ja noch mehr Platz weg als fahrenderweise. Die StVO-gemäße Lösung wäre dann wahlweise das Schieben (!) oder das Fahren auf der Fahrbahn.

  19. Mal ganz losgelöst von den einzelnen Diskussionen: wer sich mal eine bemerkenswerte Fußgänger- und Radfahrerführung innerhalb einer Baustelle ansehen möchte: http://www.schilderwiki.org/index.php/Baustelle_an_der_Bundesstraße_203,_Rendsburg#Ende_Juli

    Hier würde ich auch jedem Radfahrer empfehlen, Zeichen 240 zu ignorieren und auf der Fahrbahn zu fahren. Innerhalb des Notweges ist Radfahren trotz Benutzungspflicht schließlich nicht erwünscht, sonst würde ja nicht überall „Radfahrer absteigen“ herumstehen.

  20. Interessanter Artikel gerade was die Benutzungspflicht angeht hatte bis jetzt mich auch schon des öfteren geärgert, wenn ich einen Radfahrer neben dem Radweg gesehen habe werde jetzt aber mal darauf achten ob der Radweg als solches benutzungspflichtig ist. Aber mal als Frage an die Radfahrer (meins rostet seit ca. 3 Jahren nur noch im Keller) was animiert einen Radfahrer auf einer Bundesstrasse neben einem Radweg zu fahren, am besten noch mit seinen Kindern? Ich hätte da so einen Schiss das sich doch mal ein Autofahrer verschätzt und meine Familie oder auch nur mich überrollt. Möchte er dann auf dem Stein stehen haben „Ich musste den Radweg ja nicht benutzen“ ist es das wert? Egal wer schuld an dem Unfall hat der Radfahrer ist der schwächere kann mir das einer mal erklären?

    1. Hm, Du möchtest jetzt nicht wirklich eine allgemeingültige Antwort haben, was „einen Radfahrer“ womöglich zu irgendetwas motiviert haben könnte?
      Vielleicht war ja kurz vorher eine Baustelle, ein auf die Straße einbiegender Seitenweg ohne Radverkehrsführung, ein quer über den Radweg liegender Ast oder sonst etwas, wer soll das von hier aus ohne Kenntnis der Situation erklären können?
      Und ich fühle mich wirklich keinem „Lager“ zugehörig (dürfte wahrscheinlich sogar in den letzten zwei Jahren deutlich mehr KFZ- als Fahrradkilometer „gemacht“ haben), aber Du als Nichtradfahrer könntest mir doch bestimmt im Gegenzug erklären, was einen Autofahrer bewegt, der mich, als ich mich auf einer Straße ohne Radweg zum Linksabbiegen einordnen will, mit quietschenden Reifen und 10cm Abstand überholenderweise abdrängt, danach dann noch wilde Schlenker fährt und während des Überholvorgangs aus dem Seitenfenster brüllt „Hau ab von der Straße du Arschloch!“? Oder kannst Du das etwas ohne Kenntnis der Situation auch nicht?

        1. Ich bin beeindruckt. Ich habe hier einen Schmerz in der linken Schulter, kannst Du mir da vielleicht auch per Ferndiagnose weiterhelfen, was ich dagegen machen muss?

  21. Mit dem Rad kommt man schnell voran und überall durch. Fußgänger, Autos sind mir scheissegal, fahren soweit es geht. Nirgends überflüssig anhalten. Rote Ampeln werden überfahren, wenn die Straße frei ist. Kaputte Radwege meiden. Sturzgefahr. Glasscherben.
    Trotzdem lieber Gehweg als Straße. Lässt es sich nicht vermeiden, Straße nutzen und Fahrspur dichtmachen. Sonst überholen die Autos im Zentimeterabstand. Zu gefährlich bei meinem Tempo.
    Autofahrer sind in ihren Kisten gefangen sind und müssen den vorgegebenen Weg nutzen. Nichts mit abkürzen oder so. Ich als Radfahrerin kann den urbanen Raum kreativ nutzen und mache da auch.

    Dieses Theater mit scheiss Autos und scheiss Rdfahrern wird niemals aufhören. Es sind völlig unterschiedlich nutzbare Fortbewegungsmittel, die einfach nicht zusammenpassen, auch nicht in Duldung.

    Ich hab mal den Test gemacht und bin RADIKAL VORSCHRIFTSMÄSSIG gefahren. Statt Gehweg also Straße mangels Radweg. Ergebnis. Hupende Autofahrer die aus dem Fenster schreien!
    Es funktioniert eben nicht!

  22. Interessant finde ich dass – auch hier – gebetsmühlenartig gefordert wird, dass man (= die „bösen“ Autofahrer, wer sonst?) doch auf die armen Radfahrer Rücksicht nehmen soll, weil sie ja schließlich die Schwächeren sind. Aber dass man – ob stärker oder nicht – aus einem Auto heraus z.B. schlechter sehen kann als von einem Fahrrad herab, wird geflissentlich ignoriert. Da darf man offenbar Leute die einen Radfahrer übersehen haben (weil sie die Frechheit besaßen, nicht durch Blech sehen zu können) mit den wüstesten „Komplimenten“ belegen.
    Auch als der „Schwächere“ ist man nicht immer im Recht, weder moralisch noch juristisch.

    Daher meine Forderung an die Damen und Herren Radfahrer: nehmt auf die Autofahrer die Rücksicht, die ihr von ihnen fordert! (wer das bereits tut, kann sich meines Dankes sicher sein und muss sich hier natürlich auch nicht angesprochen fühlen 😉 )

    1. Genau, wir nehmen auf die konstruktiven Schwierigkeiten von Autofahrern Rücksicht, Radfahrer auf Radwegen beim Abbiegen etc. zu sehen. Daher fordere ich, Radfahrer nicht in diese gefährlichen Zonen zu zwingen sondern sie im Blickfeld der Autofahrer fahren zu lassen. Der Seele der Autofahrer zuliebe.

      Daher halte ich mich desöfteren auch nicht an die Vorschriften – aus Rücksicht auf die Autofahrer und deren seelische Befindlichkeit. Ich möchte nicht, dass ein Autofahrer schlecht schläft, weil er mich auf dem Radweg versehentlich überfahren haben sollten.

      Wie Du siehst – ich nehme Rücksicht auf die Autofahrer.

    2. Bitte schreib doch ‚mal genauer, wer hier „gebetsmühlenartig“ gefordert hat, die Autofahrer sollten Rücksicht auf die Radfahrer nehmen. Ich kann das derzeit weder dem Artikel noch den Kommentaren entnehmen.
      Und wie John schon schrieb, ist es auch nach meiner Definition eine Art von Rücksichtnahme, wenn ich dem LKW-Fahrer das Trauma ersparen möchte, für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein, und deshalb Radwege meide.

      1. „Bitte schreib doch ‘mal genauer, wer hier “gebetsmühlenartig” gefordert hat, die Autofahrer sollten Rücksicht auf die Radfahrer nehmen.“

        Du kannst lesen. Ich beziehe mich auf die Kommentare, nicht auf den Artikel.

        „… eine Art von Rücksichtnahme, wenn ich dem LKW-Fahrer das Trauma ersparen möchte, für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein, und deshalb Radwege meide.“

        Bitte? Weil die sonst mit ihren LKW auf den Radweg fahren um Dich platt zu walzen? Oder wie soll ich das verstehen?

        1. Nein. Aber eine der Hauptunfallursachen sind die Punkte, an denen sich Rad- und Kraftfahrzeugverkehr an der Kreuzung trifft. Toter Winkel und so.

          Wenn ich gar nicht erst auf dem Radweg fahre, kann ich dort nicht übersehen werden.

          1. Ähm … lass‘ mich überlegen … doch!
            Du kannst auch auf der Fahrbahn ohne weiteres in einem der toten Winkel sein.

            Aber eure Kommentare demonstrieren das Problem sehr gut:
            mit der Idee langsam an eine Kreuzung heranzufahren und abbiegende Autofahrer daraufhin zu beobachten ob sie einen bemerken oder nicht, scheinen sich viele Radfahrer nicht anfreunden zu können. Gleichzeitig regt man sich aber über die betreffenden Autofahrer auf.

          2. Das liegt sicher daran, dass sich einige Radfahrer nunmal als Verkehrsteilnehmer sehen und nicht als beräderte Fußgänger oder Vertreter der Meinung, dass Fahrradfahren nur Freizeitspaß ist und gar nicht so wichtig und überhaupt.

            Vermutlich ist es tatsächlich sicherer, an jeder Kreuzung langsamer zu fahren und auf seine Vorfahrt zu verzichten, um nicht überfahren zu werden, sinnvoll ist es keinesfalls. Schon alleine deswegen, weil sich Autofahrer dann wieder angewöhnen, nicht auf Radfahrer zu achten und sofort den nächsten ummähen.

        2. „Du kannst lesen.“

          Exakt. Und deshalb sehe ich dieses von Dir erfundene gebetsmühlenartige Gefordere von mehr Rücksicht gegenüber den Radfahrern eben nicht.

          „Weil die sonst mit ihren LKW auf den Radweg fahren um Dich platt zu walzen?“

          Exakt. Und zwar nicht nur an jeder großen Kreuzung, sondern auch an jeder Parkplatz-, Hof- oder Grundstücksein- oder ausfahrt. Wenn man an all diese möglichen Kreuzungspunkte „langsam heranfahren“ möchte, dann braucht man in der Tat gar kein Fahrrad, so schnell ist man dann auch zu Fuß. Und dann braucht man erst recht keine Radwege. Dein Kommentar demonstriert vor allem Dein Verständnisproblem sehr gut.

          1. Dass Du etwas nicht erkennst, heißt nicht, dass es nicht da ist und schon gar nicht dass ich es erfunden habe.

            Und mein Verständnisproblem liegt doch gleich worin?

            Deins liegt darin, dass Du (eben so wie Malte) nicht zur Kenntnis nehmen willst/kannst/was-weiß-ich, dass Autofahrer eben beim besten Willen nicht jeden Radfahrer sehen können und dass es in der Hand des Radfahrers liegt daraus resultierende Unfälle zu verhindern. Stattdessen wird dem Autofahrer Absicht unterstellt und fertig ist der Lack.
            Ist ja auch viel praktischer: Autofahrer böse, Radfahrer gut, alles schön schwarz-weiß. Entspricht nicht der Realität, aber was solls?

          2. Ich wäre der letzte, der Radfahrer pauschal als gutartig darstellen würde. Dazu kommen mir täglich viel zu viele Idioten auf dem benutzungspflichtigen Radweg entgegen, um anschließend über die rote Ampel zu springen.

            Die Frage ist ja nun, ob ein Autofahrer, der eine Situation wie einen Abbiegevorgang nicht vollständig überblicken kann, denn einfach auf gut Glück drauflos fahren sollte, weil die potenziell schwächeren Verkehrsteilnehmer schon im Eigeninteresse aufpassen werden, um am Leben zu bleiben. Das gleiche Problem tritt doch auch auf, wenn man nachts mit Tempo 100 über eine hügelige und kurvige Landstraße fährt und vor einem Hindernis wie den berühmten Pannenwagen nach der Kuppe gar nicht rechtzeitig bremsen könnte. Theoretisch dürfte man nachts gerade mal mit 50 Kilometern pro Stunde unterwegs sein. Macht ja keiner, geht ja auch so in der Regel ohne Unfall gut.

            Radfahrer merken sich trotz allem durchaus, wo gefährliche Kreuzungen sind und geben dort etwas mehr Acht. Wie gesagt: nun aber von Radfahrern den Verzicht auf die eigene Vorfahrt zu fordern, weil man selbst ein Fahrzeug bewegt, mit dem sich eine Verkehrssituation nicht komplett überblicken lässt, das finde ich witzig.

            Radwegbenutzungspflichten sollten übrigens, wenn irgendeine Straßenverkehrsbehörde denn überhaupt mal einen Blick in die Verwaltungsvorschriften wirft, ebenfalls nur in außerordentlichen Gefahrsituationen für Radfahrer eingerichtet werden. Wenn also eine Kurve unübersichtlich ist und man befürchtet, dass Fahrbahnradler von Autofahrern, die nicht mit der nötigen Umsicht die Kurve befahren, umgenietet werden, dann stellt man nicht etwa ein Tempolimit auf, sondern verbannt die Fahrradfahrer auf einen Sonderweg, über dessen Qualität man trefflich streiten kann. Das halte ich eigentlich auch für ein seltsames Verhalten.

          3. Nun, ich habe danach gesucht und es nicht gefunden. Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich einfach ‚mal davon aus, dass diese Beobachtung von „gebetsmühlenartigem Gefordere von mehr Rücksicht gegenüber den Radfahrern“ eben einfach Deiner – anscheinend leicht verzerrten – Wahrnehmung entsprungen ist.
            Ich habe übrigens mit keiner Silbe erwähnt, dass Autofahrer schuld (oder gar, wie von Dir erfunden „böse“) seien, wenn sie Radfahrer auf Radwegen übersehen – häufig geht das gar nicht. Und Absicht habe ich hier ganz gewiss niemandem unterstellt. Hör bitte mit Deinen Lügen auf. Danke!

          4. @Sascha:
            Wer mir hier mit persönlichen Angriffen wie Lügenbezichtigungen usw. kommt, hat sich für eine substanzielle Antwort disqualifizert.

            @Malte:
            Ich habe nicht von Autofahrern geredet, die in der Annahme abbiegen, die Radfahrer würden schon aufpassen. Die gibt es natürlich auch und leider nicht zu knapp!

            Was ich meinte ist:
            Wenn ich mit dem Auto erst dann abbiegen darf/kann, wenn ich alles 100%ig überblicken kann, dann werde ich an diesem Vorhaben scheitern, weil Teile meines Fahrzeuges nun mal nicht durchsichtig sind. Also bemühe ich mich, so viel Überblick zu gewinnen wie möglich. Bemerke ich nun trotz alledem einen Radfahrer nicht, ist nur der noch in der Lage einen Unfall zu verhindern z.B. indem er eben doch mal auf die Vorfahrt verzichtet. Geht dieser Radfahrer aber einfach davon aus, dass ich ihn schon gesehen haben werde, ist der Unfall praktisch unvermeidlich, ohne dass ich etwas hätte dagegen tun können.

            Ich habe eine solche Situation glücklicherweise noch nicht erleben müssen, aber ich denke, dass diese viele Abbiege-Unfälle so ablaufen, von seiten der Radfahrer aber als Rücksichtslosigkeit der Autofahrer gewertet werden.

            So, wenn wir jetzt immer noch nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, weiß ich langsam auch nicht mehr weiter 😉

          5. @Sascha:
            Es ist aus meiner Sicht die Wahrheit und wenn Du das nicht so siehst, muss und kann ich das akzeptieren, aber das gibt Dir nicht das Recht mich persönlich anzugreifen.
            Über Sachargumente können wir gern diskutieren, aber ad hominem is‘ nich‘.

  23. Wenn es aus Deiner Sicht die Wahrheit ist, dann belege sie doch bitte auch. Wo genau habe ich auch nur ansatzweise etwas geäußert, das Dein Fazit „Stattdessen wird dem Autofahrer Absicht unterstellt und fertig ist der Lack.
    Ist ja auch viel praktischer: Autofahrer böse, Radfahrer gut, alles schön schwarz-weiß. Entspricht nicht der Realität, aber was solls?“ rechtfertigen würde? Bitte entweder mit Zitat belegen oder diese Aussage zurücknehmen.

    Ich stelle nochmals fest: ich habe weder „dem“ noch irgendeinem Autofahrer, der Radfahrer auf Radwegen übersieht, Absicht unterstellt. Wer mir das in den Mund legen will, sollte das auch belegen können oder muss mit dem Echo leben. Punkt. Gleiches gilt für die angeblich hier gebetsmühlenartig geforderte einseitige Rücksichtnahme für Radfahrer seitens der Kraftfahrer. Auch da warte ich immer noch auf Belege (und nein, ein „Du kannst lesen.“ ist kein Beleg, sondern eher das schriftliche Äquivalent zum Aufstampfen mit dem Fuss).

    Ich bin ferner nicht der Meinung, dass es eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern – aufgeteilt nach Verkehrsmittel – gibt, die per se „besser“ ist als andere Gruppen von Verkehrsteilnehmern.

    Ich habe jetzt hier schon mehrfach geschrieben, dass es massenweise Situationen auf Radwegen gibt, in denen sich alle Beteiligten absolut regelkonform verhalten können und trotzdem Unfälle erschreckend wahrscheinlich werden.
    Wie Du mir da unterstellen kannst, ich würde den Autofahrern Vorsatz unterstellen, ist mir ehrlich gesagt komplett schleierhaft. Im Gegenteil habe ich ja auch in unserem Diskussionszweig klar gemacht, dass ich die (Unfall-) beteiligten Autofahrer auch definitiv als Opfer sehe, denn mit der Situation, einen anderen Menschen umgebracht zu haben, muss man auch erst einmal psychisch klarkommen.

    Das ist der große und entscheidende Unterschied zu den Verkehrssituationen _ohne_ Radweg: wenn sich da alle Beteiligten regelkonform verhalten, sind Unfälle quasi ausgeschlossen. Wer trotzdem fordert, dass Radfahrer diese unsicheren Hilfskonstruktionen benutzen müssen, der soll das bitteschön auch konsequent begründen: „Ich möchte das, weil ich auf der Fahrbahn schneller unterwegs sein will und dafür bin ich bereit, ein paar Dutzend Radfahrer im Jahr zu opfern.“, anstatt unter dem Deckmäntelchen der Radverkehrsförderung zu behaupten, diese Konstruktionen nutzten „den Radfahrern“. Soviel Ehrlichkeit sollte schon sein.

    1. @Sascha:
      Ich habe nicht die Zeit sämtliche Postings zusammenzusuchen, in denen explizit oder implizit mit Hinweis auf die vermeintliche Schwäche der Radfahrer mehr Rücksicht gefordert wird und ich muss Dir auch nichts beweisen, genauso wie Du mir nichts glauben musst.
      Und „Du kannst lesen“ ist keineswegs ein symbolisches Aufstampfen mit dem Fuß, sondern ein Hinweis auf das eben Gesagte/Geschriebene.

      Ich habe nirgends behauptet die Passage „Stattdessen wird dem Autofahrer Absicht unterstellt und fertig ist der Lack….” stamme von Dir. Es gibt aber (ein wenig überspitzt natürlich) die Einstellung wieder, die hinter vielen Postings hier steht. In Deinem Fall bezog ich mich auf das Posting mit der Passage „…wenn ich dem LKW-Fahrer das Trauma ersparen möchte, für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein…“. Das erschien mir – besonders im Zusammenhang mit dem Posting von John auf das Du bezug nahmst – ironisch. Sollte das nicht so gemeint gewesen sein, so tut es mir leid und ich nehme die Unterstellung der o.g. Einstellung in Deinem Fall zurück.

      Was Du mir allerdings mal erklären solltest, ist wieso Unfälle in Situationen *ohne* Radweg quasi ausgeschlossen sein sollen, wenn sich alle Beteiligten regelkonform verhalten.
      Du kannst doch auch auf der Fahrbahn in eine Position geraten, in der Dich ein rechtsabbiegender Autofahrer nicht sehen kann. „aus dem Bauch heraus“ würde ich sogar sagen, dass eine solche Konstellation dort noch wahrscheinlicher ist.

      Im Übrigen bin auch ich nicht der Meinung, dass die Benutzer eines Verkehrsmittels per se „besser“ wären als die eines anderen. Zumal es in der Regel erhebliche Schnittmengen zwischen den entsprechenden Gruppen gibt. Tatsächlich dürfte der Anteil an Vollidioten bzw. rücksichtslosen Menschen unter Rad- und Autofahrern etwa gleich, und in beiden Fällen eine Minderheit sein. Ich habe hier nur die Partei des vernünftigen Teils der Autofahrer ergriffen, weil der zugrundeliegende Blogeintrag einseitig geschrieben ist und weil einige Kommentare hier die gleiche Tendenz zeigen.
      Tatsächlich habe ich persönlich extrem selten Probleme mit Radfahrern im Straßenverkehr, aber ich beobachte oft Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern aller Art und so eben auch der Radfahrer.

      1. Entschuldigung akzeptiert.

        Wieso sollte ein Radfahrer auf der Fahrbahn rechts neben einem Rechtsabbieger landen? Und wieso sollte das gar wahrscheinlicher (sic!) sein als auf Radwegen? Auf Radwegen ist die sinnlose Konstellation „Geradeausverkehr rechts neben rechtsabbiegendem Verkehr“ die unvermeidbare Regel. Auf der Fahrbahn fährt der Geradeausverkehr i.d.R. links von den Rechtsabbiegern.

        Und grundsätzlich sind unsere Verkehrsregeln im Allgemeinen so ausgelegt, dass sie Unfälle bei Beachtung wirksam verhindern. Wenn es zu einem Unfall kommt, hat ein (oder noch häufiger mehrere) Verkehrsteilnehmer einen Fehler gemacht. Und jetzt erkläre mir bitte, wie genau Du Dir einen Unfallhergang auf der Fahrbahn konstruierst, der sich trotz beidseitiger Beachtung der Verkehrsregeln „einfach so“ ereignet?

        Und was die angeblich „gebetsmühlenartig“ geforderte einseitige Rücksichtnahme angeht – nun, wenn Du die Zeit nicht hast, um Deine Behauptungen zu belegen, dann ist das Dein persönliches Problem. Dann stellt sich mir allerdings die Frage: wenn Deine Zeit so knapp bemessen ist, warum diskutierst dann überhaupt hier?

        1. @Sascha:
          Ich hatte Dich gebeten, mir Deine Ansicht zu erklären. Da verstehe ich jetzt nicht so ganz was all diese Fragen sollen.

          Was die Konstellation „Geradeausverkehr rechts neben rechtsabbiegendem Verkehr“ angeht, gebe ich Dir zwar Recht, allerdings reduziert das die ganze Diskussion auf Kreuzungen. Auf gerader Strecke und besonders in Kurven sind Radwege doch erheblich sicherer, oder lägest Du z.B. im Falle eines Sturzes o.ä. lieber auf einer Fahrbahn?

          Einen „Unfallhergang auf der Fahrbahn, der sich trotz beidseitiger Beachtung der Verkehrsregeln ‚einfach so‘ ereignet“ zu konstruieren hatte ich eigentlich gar nicht vor, aber nach §5 StVO dürfen Radfahrer unter bestimmten Bedingungen Autofahrer rechts überholen, da ist eine Situation, in der der Radfahrer in einen der toten Winkel eines Autofahrers gerät ohne mitzubekommen, dass dieser vorhat rechts abzubiegen durchaus denkbar. Der Autofahrer kann ja recht spät anfangen zu blinken ohne gegen die Regeln zu verstoßen und es gibt auch (noch) Autos ohne Seitenblinker bzw. diese können durch starke Sonneneinstrahlung schwer erkennbar werden.

          „wahrscheinlicher (sic!)“
          Was soll daran falsch sein?

          Dass ich mir die Zeit nehme, hier etwas zu posten heißt nicht, dass ich gebug davon habe, alle passenden Postings herauszukopieren und sie Dir „mundgerecht“ aufzubereiten.

          1. Diese Fragen sollen mich dazu bringen, zu verstehen, was in Deinem Kopf vorgeht.

            Ich stürze im Zweifel lieber gar nicht. Auf Radwegen ist auch das wesentlich wahrscheinlicher als auf der Fahrbahn. Im Extemfall werde ich auf dem Radweg angefahren und stürze auf die Fahrbahn – worst of both worlds sozusagen.

            Radfahrer dürfen an stehenden Autos rechts mit angemessener Geschwindigkeit rechts vorbeifahren, das ist korrekt. Und natürlich ist ein Fall konstruabel, in dem der LKW ohne zu blinken an der Ampel steht, der Radfahrer rechts an ihm vorbeifährt, dann die Ampel auf Grün springt, der LKW-Fahrer dann den Blinker reinhaut und gleichzeitig voll auf’s Gas tritt. Da haben Sie vollkommen recht.
            Zum typischeren Unfall empfehle ich bspw. ‚mal einen Blick auf http://www.radmelder.de/tag/lkw/

            Falsch an „wahrscheinlicher“ ist, dass ich mir nur sehr wenige Situationen vorstellen kann, in denen man als Radfahrer auf der Fahrbahn rechts neben Rechtsabbiegern landet, es ist mithin dort wesentlich weniger wahrscheinlich. Und es reduziert die Diskussion eben nicht auf Kreuzungen, sondern auf jede Art von Ein- oder Ausfahrt. Und die sind innerorts extrem häufig. Es nützt mir rein gar nichts, wenn ich auf den 15m zwischen zwei Hofeinfahrten theoretisch ganz toll sicher bin auf dem Radweg und dann von dem Lieferwagen auf die Fahrbahn geschubst werde.

            Und wenn Du Deine Ansicht nicht belegen möchtest, niemand will oder kann Dich dazu zwingen. Ich habe seinerzeit (als Du das erste Mal mit der Gebetsmühle ankamst) nach derartigen Kommentaren hier gesucht und nur zwei gefunden, in denen überhaupt einseitige Rücksichtnahme gefordert wurde. Und das nur einmal – von Gebetsmühle also keine Rede. Viel häufiger wurde gegenseitige Rücksichtnahme gefordert.
            Und da es schwer zu belegen ist, dass etwas nicht geschrieben wurde, wäre der einzige Weg, mich zu überzeugen, wenn Du einfach ‚mal ein paar Belege für Ihre Gebetsmühle bringen würdest.

          2. @Sascha:
            „Ich stürze im Zweifel lieber gar nicht.“

            Aha. Das heißt der Umstand, dass immer wieder Radfahrer stürzen ist darauf zurückzuführen dass die das wollten?

            „Radfahrer dürfen an stehenden Autos rechts mit angemessener Geschwindigkeit rechts vorbeifahren, … Und natürlich ist ein Fall konstruabel, … dann den Blinker reinhaut und gleichzeitig voll auf’s Gas … Zum typischeren Unfall“

            Du hast mich aufgefordert eine solche Unfallsituation zu konstruieren, nun habe ich das (entgegen meiner ursprünglichen Planung) getan und die Antwort ist, dass das *natürlich* konstruabel (ein Wort übrigens, das zumindest duden.de nicht kennt) sei, aber es sei ja unwahrscheinlich. Unfälle sind per se unwahrscheinlich, deswegen heißt es *Un*fall. Wozu also habe ich mir hier die ganze Mühe gemacht?
            Und: wenn ich bei einem Unfall verletzt werde ist es unerheblich, wie wahrscheinlich es war.

            „Falsch an “wahrscheinlicher” ist, dass ich mir nur sehr wenige Situationen vorstellen kann…“

            Dann hast Du das „sic!“ falsch verwendet. Das ist dazu da inhaltliche Widersprüche oder Rechtschreibfehler in einem Zitat anzuzeigen, nicht dazu die Nichtzustimmung des Zitierenden zu signalisieren.
            Darüber hinaus hatte ich von vornherein gesagt, dass ich das „aus dem Bauch heraus“ so eingeschätzt habe, was ja eindeutig impliziert dass mir klar ist, dass ich da falsch liegen kann. Also fühle Dich bitte nicht immer gleich angegriffen. Ich habe nirgends unterstellt, dass Du falsch liegst, sondern wollte wirklich Deine Argumente hören/lesen.

            „Und wenn Du Deine Ansicht nicht belegen möchtest, niemand will oder kann Dich dazu zwingen…“

            Eben. Ich denke ich habe hier oft genug bewiesen, dass ich vernünftig diskutiere, aber für Meta-Diskussionen wie diese (Thema „Gebetsmühle“) habe ich wirklich nicht noch die Zeit.

          3. @GrrrnsFrrrz

            „Aha. Das heißt der Umstand, dass immer wieder Radfahrer stürzen ist darauf zurückzuführen dass die das wollten?“

            Nein, aber das heißt, dass es auf Radwegen wesentlich mehr mögliche Anlässe für Stürze gibt als auf der Fahrbahn. Und wenn ich die Wahl habe, sicher auf der Fahrbahn zu fahren oder auf dem Radweg zu stürzen, dann fahre ich lieber sicher auf der Fahrbahn. Da nützt es mir dann auch nichts, wenn ich im Falle eines Sturzes vielleicht etwas weniger gefährdet bin (wobei ich mir da auch nicht sicher bin, denn auf vielen Radwegen ist es sehr leicht möglich, im Falle eines Sturzes mit dem Gesicht voran mit feststehenden Hindernissen zu kollidieren – bspw. irgendwelchen Abtrennungspollern, direkt nebenan geparkten Autos o.ä. – und ich da nicht wirklich sicher bin, was die größere Gefahr darstellt).

            „Wozu also habe ich mir hier die ganze Mühe gemacht?“

            Das weiß ich leider auch nicht. Nebenbei bemerkt, fällt auch dieser konstruierte Unfall nicht in die geforderte Kategorie ‚alle halten sich an die Regeln und trotzdem krachts‘.

            „Und: wenn ich bei einem Unfall verletzt werde ist es unerheblich, wie wahrscheinlich es war.“

            Vollkommen richtig, allerdings auch eine Nullaussage. Denn Du wirst mir sicher zustimmen, dass Unfallvermeidung das sinnvollste ist, was man machen kann. Mithin sollte man also dort fahren, wo Unfälle am unwahrscheinlichsten sind. Und wenn man dann trotzdem verunfallt, hat man zumindest den Trost, dass man nicht selbst an der Geschichte schuld ist.

            „Also fühle Dich bitte nicht immer gleich angegriffen. Ich habe nirgends unterstellt, dass Du falsch liegst, sondern wollte wirklich Deine Argumente hören/lesen.“

            Ich habe mich dieses Mal nicht angegriffen gefühlt, denn diesmal hast Du mir ja keine komplett abwegige Aussage in den Mund gelegt.

            „Eben. Ich denke ich habe hier oft genug bewiesen, dass ich vernünftig diskutiere,“

            Sagen wir es einmal so: die Ansätze sind da. 🙂

            „aber für Meta-Diskussionen wie diese (Thema “Gebetsmühle”) habe ich wirklich nicht noch die Zeit.“

            Nun, für mich ist das keine Meta-Diskussion, sondern zeigt für mich recht anschaulich Deine Grundeinstellung zu dem Thema. Wer ein oder zwei Einzelaussagen nimmt, diese verallgemeinert und dann implizit mehr oder weniger der gesamten ‚Gegenseite‘ unterschiebt, der leistet einer sachlichen Diskussion nicht gerade Vorschub.

            Aber immerhin hattest Du Zeit, die von mir verwendeten Wörter auf Existenz zu prüfen und mich über den korrekten Gebrauch des Wörtchens ’sic!‘ zu belehren. Vielen Dank dafür, dann war die Diskussion ja nicht komplett nutzlos. 😉

  24. ich bin leider erst heute auf deise seite gestosen merkt eigentlich niemand was ihr für einen blödsinn redet???????

    RADWEG = FAHRRAD
    AUTO = STRA?E

    was ist daran so schwer zu verstehen??? wieso wollt ihr alle au fder straße fahren?? alle lebensmüde und wollen sich überfahren lassen oder was ich kapiere es wirklich nicht

    hat auch einer mal daran gedacht was ihr den autofahrern zumutet wenn ihr auf der strasse fahrt? euch kann man ja nicht ueberholen weil irh zu 2. nebeneinander fahrt und ihr blockiert alles MEINT IHR DARAUF HABE ICH NACH FEIERABEND LUST????????

    da werden für 10000000tausende euro radwege gebaut und ihr wollt euch auf der straße überfahren lassen

    denk ich an deutschland in der nacht werde ich um den schlaf gebracht! so tief ist es mit unserem land also schon gesundek!

  25. Wieder einmal verliert sich ein Artikel über Radfahrer und Autofahrer in Gesetzeszeilen und Paragrafen, Regeln, Urteilen, Radwegbreiten, Schildern, Linien, „das darf man, das darf man nicht“ – also alles, was da draußen nicht wirklich zählt. Kennt man einen Artikel zu diesem Thema, weiß man wie alle ausgehen

    Wer als Radfahrer überleben will, muss sich seine Wege ohnehin selbst suchen, um die ein oder andere Regelwidrigkeit kommt man da nicht herum. Und wer einmal weiß, dass so manch deutscher Autofahrer mit dem Drehen des Zündschlüssels sein Hirn ausschaltet, der wundert sich über nichts mehr. Den Radfahrern kann ich nur sagen: Nicht jammern, einfach fahren. Und den Autofahrern: Wundern dürft ihr euch, ärgern dürft ihr euch, aber Selbstjustiz üben, das können Radfahrer auch.

    Sprit kostet ja auch echt ein Vermögen, überall Staus, Otto Normalverbraucher kann sich ein Auto eigentlich gar nicht leisten und die Städte setzen die Autos nach und nach vor die Tür. Parkplätze sind Gold wert, und wenn Autofahrer doch mal fährt, wird er quasi überall hinterrücks geblitzt („Abzocke“).

    Die Zeit der Autofahrerherrlichkeit ist abgelaufen. Das ist das eigentliche Autofahrer-/Radfahrer-Problem.

    1. hahahaha LOL die zeit des autos soll abgelaufen sein? lebst du hinter dem Mond? Deutschland baut die besten autos der Welt und dessen zeit soll abgelaufen sein, soso.

      ich lese hier immer nur von der Rücksicht der bösen Autofahrer, aber Radfahrer müssen nie Rücksicht nehmen. wie wäre es denn, aus Rücksicht nicht über die rote Ampel zu fahren und RADWEGE zu benutzen? meint ihr, die werden aus spaß gebaut? vor meiner Haustür verläuft ein bestens ausgebauter und breiter Radweg, aber die Möchtegern jan Ullrichs fahren trotzdem lieber auf der Straße und behindern den verkehr. dann muss man sich auch nicht wundern, wenn man dicht überholt wird oder ein bisschen in Richtung RADWEG gedrückt wird

      just my 2 cts!!!!!

  26. Pingback: Radverkehrspolitik
  27. Guten Tag und lieben Dank für Ihren tollen Blog zum Thema Radfahrer vs. Autofahrer.
    Ich gehöre selbst zur Fraktion der Radfahrer und bin sehr unglücklich über den zustand der Radwege in meiner Stadt.
    Doch nicht nur der Zustand ist mangelhaft, sondern auch die Pflasterung an sich. Der Rollwiederstand auf den Radwegen ist viel höher als der auf den Bürgersteigen oder Straßen. Das macht eine Menge aus, wenn man viel unterwegs ist. Muss das denn echt so sein?
    LG
    Stefan

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