Verkehrsregeln kurz korrigiert

Das Erklären der Verkehrsregeln geht mitunter ziemlich schief, zuletzt wegen des neuen Berliner Sicherheitskonzeptes. Die Süddeutsche Zeitung hat sich noch im letzten Jahr an einer Vorschau auf die Änderungen im neuen Jahr versucht: Das ändert sich 2013

Führerschein, Umweltzonen, Parken oder Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge: Mit dem Jahreswechsel müssen sich Autofahrer auf einige gesetzliche Neuerungen einstellen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Mal gucken, wie gut das Thema Fahrradfahren abgedeckt wird:

Radfahrer dürfen in Zukunft auch Radwege auf der linken Fahrtrichtung benutzen, wenn diese durch entsprechende Beschilderung frei gegeben sind.

Nein, das ist schon seit September 2009 mit der 46. Änderungsverordnung der Straßenverkehrs-Ordnung erlaubt worden. Die ist nämlich, anders als der Autor womöglich glauben mag, durchaus in Kraft getreten, auch wenn Peter Ramsauer etwas anderes behauptet. Genaugenommen mussten linksseitige Radwege auch schon vorher benutzt werden, wenn dort beispielsweise eine Benutzungspflicht angeordnet worden ist.

An Kreuzungen müssen sie die Ampeln des Fahrverkehrs beachten, wenn es keine eigene Rad-Ampel gibt.

Nein, das ist vereinfacht dargestellt, das hat aber auch schon die Berliner Morgenpost nicht kapiert.

Ausnahme: Grenzt der Radweg an eine Fußgängerfurt, gelten die Fußgängerampeln auch für Radfahrer.

Na, immerhin das stimmt.

Drei Behauptungen, darin zwei Fehler, das hätte schlimmer laufen können. Vielleicht hätte man noch darauf hinweisen können, dass diese Änderungen erst zum ersten April in die Straßenverkehrs-Ordnung fließen und keinesfalls schon ab dem 1. Januar, wie es im Artikel angedeutet wird.

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