Velo 2010: Endlich ist Schluss

Peter Berger schreibt: Fahrradbündnis ohne Radfahrer

Das Fahrrad-Bündnis Velo 2010 wird seine Arbeit endgültig einstellen und richtet kritische Worte an die Kölner Polizei. Diese sei nicht bereit über Unfallvorbeugung und verbesserte Bedingungen für Radfahrer zu diskutieren, heißt es.

Die Polizei beschränke sich in der Unfallverhütung auf Helm und Warnweste, werfen die teilnehmenden Radfahrer der in letzter Zeit so genannten Keksrunde vor. Anstatt wenigstens den Eindruck zu machen, etwas an der Situation ändern zu wollen, habe sich die Polizei stets gegen Umbaumaßnahmen verwehrt — die jetzige Infrastruktur sei der Status Quo, daran sei nicht zu rütteln.

Insofern ist es sicherlich keine schlechte Idee, Velo 2010 endlich aufzulösen. Dann irritiert die Stadt Köln wenigstens nicht die radfahrenden Verkehrsteilnehmer mit der Vorstellung, es werde dort etwas in Richtung Radverkehrsförderung unternommen.

Ein Gedanke zu „Velo 2010: Endlich ist Schluss“

  1. In Hamburg ist es genau wie in Köln: Die Straßenverkehrsbehörden boykottieren alles, was dem Radverkehr bessere Bedingungen versprechen würde. Das gilt übrigens auch für den Fußverkehr. Allein förderungswürdig ist und bleibt das Auto – natürlich zulasten der anderen Verkehrsteilnehmer! Autofahrer dürfen in Hamburg alles. Geh- und Radwege zuparken und rasen, wie es beliebt. Es wäre ein Leichtes für die Polizei, mobile Messgeräte an Stellen aufzustellen, wo man reihenweise Führerscheine einziehen würde und damit den rasenden Ignoranten ein Zeichen setzen würde. Das ist aber politisch nicht gewollt.

    Auch wird das BVerwG-Urteil (3 C 42.09) zu Radwegebenutzungspflichten ignoriert. 98 bis 99 Prozent aller in Deutschland angeordneten Radwegebenutzungspflichten verstoßen gegen geltendes Recht! Trotzdem bleiben diese Hamburg an den Hauptstraßen so lange bestehen, bis sie jemand wegklagt. Ein Skandal!

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