Stiftung Warentest prüft Fahrradhelme

Wie regelmäßig zum Beginn der Fahrradsaison hat sich die Stiftung Warentest im Sortiment der Fahrradhelme umgesehen: Schutz für coole Köpfe

Wer ohne Helm vom Fahrrad stürzt, riskiert einen Schädel­bruch. Ein Fahrrad­helm schützt. Er muss eine gute Stoß­dämpfung und vernünftige Belüftung bieten. Solche Anforderungen erfüllen nicht alle Helme im Test: Auch mit Helm kann der Aufschlag hier heftiger sein, als die harte Gerade eines Profi­boxers. Die Tester wer­teten deshalb vier Modelle wegen schlechter Dämpfung ab. Viele Fahrrad­helme schützen den Kopf aber gut.

Immerhin: es wird dieses Mal sogar auf die richtigen Sitz eines Fahrradhelmes eingegangen — denn der ist mit Blick auf die behelmten Radfahrer draußen auf der Straße keinesfalls selbstverständlich. Ob ein Unfall tatsächlich immer nach dem bekannten Schema „Kopf heil, Helm kaputt“ abläuft, sei einmal dahingestellt, denn auch wenn die Stiftung Warentest das übliche Prüfverfahren mit einem Fall aus anderthalb Metern Höhe als realistische Darstellung eines Unfalles bezeichnet, gehen die Meinungen über den tatsächlichen Schutz eines Fahrradhelmes doch sehr weit auseinander.

Stiftung Warentest: Unklare Versicherungslage bei schnellen Pedelecs

Die Stiftung Warentest berichtet über die unklare Versicherungslage bei schnellen Elektrofahrrädern, so genannten Pedelecs 45: Fahrt ins Ungewisse

Elektrofahrräder fahren im Trend: Schon 700 000 Radler sind elektrisch unterwegs. Doch einige steuern voll ins Risiko: Ob sie bei einem Unfall haftpflichtversichert sind, ist unklar. Zwar sind die so genannten Pedelecs 25 – also Räder, bei denen der Motor nur läuft, wenn der Fahrer in die Pedale tritt – bei vielen Gesellschaften im Privathaftpflichtschutz enthalten. Doch Elektrofahrräder gibt es in zahllosen Varianten, und nicht immer greift die Privathaftpflichtversicherung. test klärt auf und gibt Tipps.

Am Ende des Artikels folgt die obligatorische Überlegung zu einer Helmpflicht für schnelle Pedelecs, ohne allerdings deren Schutzwirkung bei solchen Geschwindigkeiten zu hinterfragen. Schon bei Geschwindigkeiten von 25 Kilometern pro Stunde gilt die Schutzwirkung als umstritten, bei theoretischen 45 Kilometern pro Stunde, bei denen es tatsächlich wahrscheinlicher wird, dass sich ein Autofahrer mit der Geschwindigkeit des Radfahrers verschätzt und ihm seine Vorfahrt nimmt, dürfte von Kopf und Fahrradhelm nach einem Aufprall auf ein stehendes Fahrzeug kaum noch etwas übrig bleiben. Der einzige Schutz vor solchen Unfällen bei derartigen Geschwindigkeiten dürfte darin bestehen, auf ebenjene Geschwindigkeiten zu verzichten und sich über den Elektroantrieb des Fahrrades auch bei geringerer Geschwindigkeit zu freuen.

Zumindest in der Theorie besteht bei Pedelecs allerdings auch die Möglichkeit, einen wirkungsvolleren Motorradhelm zu tragen. Das kam bislang nicht in Frage, denn aufgrund der ungleich höheren Kraftanstrengung im Vergleich zum Motorradfahrer wäre ein Radfahrer bereits nach wenigen Kilometern überhitzt vom Sattel gekippt. Mit Trittunterstützung könnte das schon eher klappen.