Leipzig hat ein Rad ab

Leipzig will sich in den nächsten Jahren zur radfahrerfreundlichen Stadt mausern — die BILD versteht die Welt nicht mehr und flucht:

Für reichlich Diskussionen in den kommenden Monaten wird auch ein Antrag der Grünen sorgen. Sie möchten per Ratsbeschluss die „Radwegebenutzungspflicht“ in Leipzig aufheben.

Sie soll nur noch in Ausnahmen gelten – wenn „die örtlichen Verhältnisse das allgemeine Risiko erheblich übersteigen.“ Eventuell z.B. auf dem Ring. Ansonsten soll Radfahren auch auf stärker befahrenen Straßen erlaubt werden. Dilemma: Schon in der Einleitung zu Leipzigs „Radverkehrsentwicklungsplan“ steht: „Zum Führen eines Fahrrades sind keine Kenntnisse der StVO erforderlich.“ Deshalb baut die Stadt Radwege. Eigentlich.

Fahrradstadt Köln?

Man weiß überhaupt nicht, worüber man mehr staunen soll — dass es offensichtlich möglich ist, Köln trotz aller seiner Widrigkeiten insbesondere gegenüber Radfahrern als Fahrradstadt zu bezeichnen oder die 30 Prozent intakter Radwege, die vermutlich maßgeblich für diesen Eindruck sind: Der weite Weg zur Sicherheit