So wollen Hamburger leben

5.700 Leser des Hamburger Abendblattes haben einen Fragebogen mit dem Titel „Wie wollen wir leben?“ ausgefüllt. Die Ergebnisse sind interessant: So wollen die Hamburger leben

5700 Leser haben sich die Mühe gemacht und den Fragebogen des Hamburger Abendblatts ausgefüllt – mit überraschenden Ergebnissen.

Deren Wünsche sind sehr differenziert: zwar wird vor allem wieder bezahlbarer Wohnraum gefordert, aber nicht auf Kosten der Natur, denn Grünflächen oder Gärten sollen bewahrt bleiben. Auf Missmut stößt offenbar auch die Neugestaltung des schon historischen Hafens, der ganz neumodisch HafenCity getauft wurde: die alten Backsteinbauten seien im Gegensatz zu den seelenlosen Glas-Stahl-Beton-Bauten wenigstens charakteristisch gewesen.

Zwischendrin taucht auch der Wunsch nach besseren Mobilitätslösungen auf: der Radverkehr solle bei der Planung endlich stärker berücksichtigt werden, es wird eine bessere Radverkehrsinfrastruktur gefordert. Förderung bedürfe außerdem der öffentliche Personennahverkehr, der wieder mit einer Straßenbahn erweitert werden solle.

Es wäre interessant zu erfahren, ob die Ergebnisse dieser Umfrage eigentlich auch der Politik zu Ohren kommen.

Das Hin und Her im Nahverkehr

Der Öffentliche Personennahverkehr wird gerne als umwelt- und nervenfreundliche Alternative zum eigenen Auto beschrieben — wenigstens mit der Nervenfreundlichkeit scheint es in einigen Städten nicht so weit her zu sein: Verloren in der Tarif-Todeszone

Öffentlicher Nahverkehr könnte ja so schön sein – wäre da nicht die Sache mit dem Fahrkartenkauf. Gelten Tickets der Stufe 3 auch im Großbereich B? Oder nur in den Zonen eins bis sieben ohne Hund? Eine Reise ins unendliche Dickicht der deutschen ÖPNV-Tarife.