Fahrräder statt Verkehrsberuhigung

In Berlin soll endlich Ruhe einkehren: Um den Nollendorfplatz soll es ruhiger werden

Im Kiez zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz soll es ruhiger werden. Motzstraße und Nollendorfstraße werden zu „unechten“ Einbahnstraßen, der Bezirk erlaubt weniger Kneipen und Restaurants.

Eine Idee war, den Radverkehr vom Hochbord auf die Fahrbahn zu verfrachten. Nicht primär, weil es dort sicherer sei oder weil man damit in anderen Gegenden Berlins gute Erfahrungen gemacht hätte, nein, während sich an anderen Kreuzungen der Bundeshauptstadt reihenweise die Radfahrer von Rechtsabbiegern über den Haufen fahren lassen müssen, sollen hier die Radfahrer explizit den Kraftfahrzeugverkehr ausbremsen. Da bleibt doch ein fader Beigeschmack.

Die neue Ordnung soll erst einmal ein Vierteljahr ausprobiert werden. Insbesondere scheint es momentan noch fragwürdig zu sein, ob die Anwohner beim Ausparken überhaupt auf Radfahrer achten.

Solche Sachen sollten allerdings unbedingt vorher geklärt werden. Alles andere ist schon mehr als fahrlässig.