Keine Helmpflicht-Ambitionen in Bayern

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann lehnt eine Helmpflicht für Radfahrer ab; eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik müsse zum Radfahren ermuntern und die Attraktivität und Sicherheit des Radverkehrs insgesamt fördern, anstatt mit einer Fahrradhelm-Pflicht die Symptome zu bekämpfen: Radverkehr fördern statt Helmpflicht für Radler

„Ich lehne eine Helmpflicht für Radler ab“, so Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann zur aktuellen Debatte, die eine Studie der Universität Münster ausgelöst hat. „Den Helm freiwillig aus Überzeugung und des Vorbildes wegen aufsetzen – das ist der bessere Weg. Wir brauchen keine neuen Vorschriften in diesem Bereich.“ Auch bei den Skifahrern habe sich mittlerweile Sicherheitsbewusstsein durchgesetzt. „Hier ist es fast schon selbstverständlich, den Helm zu gebrauchen. Warum sollte das beim Radverkehr nicht auch gelingen?“

Bayern will unnötige Autofahrten vermeiden

Innenminister Herrmann: „Vielzahl unnötiger Autofahrten“

„Wir müssen versuchen, die Menschen gerade für die kurzen Strecken mehr aufs Fahrrad zu bringen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen ist eine Aufgabe der Zukunft“, sagte Herrmann am Donnerstag in einem Vortrag beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Bayern e.V. (ADFC). Er lehne nicht andere Verkehrsmittel ab, „aber es gibt eine Vielzahl von unnötigen Autofahrten.“