Radfahrer müssen noch immer nicht am Fußgängerüberweg absteigen

Die Informations-Kampagne des Auto Club Europa geht in die nächste Runde. TLZ.de ist ebenfalls auf die Radfahrer-absteigen-Behauptungen aus den Pressemitteilungen zu der mittlerweile viel beachteten Fußgängerüberweg-Studie des ACE hereingefallen und titelt prompt: Radfahrer müssen am Zebrastreifen absteigen

Tatort Zebrastreifen: Viele Fußgänger sind zu unachtsam, wenn sie über die Straße laufen, mahnt der Auto Club Europa. Auch Radfahrer machen den Zebrastreifen zu einem gefährlichem Pflaster. Doch wer darf was?

„Doch wer darf was?“ klingt ja schon fast, als kämen jetzt die harten Fakten, ohne Filterung von Pressesprechern direkt extrahiert auf der Straßenverkehrs-Ordnung. Leider steigt der Artikel direkt nach dem Teaser direkt mit dem falschen Fuß ein:

Radfahrer müssen am Zebrastreifen absteigen, wenn sie eine Straße überqueren wollen.

Das stimmt nicht. Und das wird auch nicht wahrer, indem man es über die üblichen Kanäle automatisiert an die Online-Angebote beinahe jeder Tageszeitung verschickt.

Fahren sie darüber, riskieren sie ein Bußgeld von 20 Euro, erklärt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE).

Der Bußgeldkatalog kennt keinen Tatbestand, der mit Fußgängerüberwegen zu tun hat und zwanzig Euro kostet, nicht einmal bei womöglich halbierten Regelsätzen wie bei Geschwindigkeitsüberschreitungen. Weil’s am Fußgängerweg hochsensibel zugeht, schlagen sich dortige Vergehen mit mindestens vier Punkten und achtzig Euro nieder.

Womöglich hat Hillgärtner beim Blick in den Bußgeldkatalog den Tatbestand „In Fuß­gänger­zone mit zugelassenem Radverkehr Fußgänger gefährdet“ gefunden, der tatsächlich für zwanzig Euro zu haben ist. Mitunter wird der Tatbestand nämlich auch umschrieben als „Im Fußgängerbereich einen Fußgänger gefährdet bei dort zugelassenem Fahrzeugverkehr“ und Fußgängerbereich klingt ja schon fast wie Fußgängerüberweg und der zugelassene Fahrzeugverkehr, naja, warum denn nicht.

Wenn Radfahrer einen Zebrastreifen als Querungshilfe nutzen, müssen sie sich gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) wie Fußgänger verhalten, also schieben statt fahren.

Die korrespondierenden Paragraphen für diese Behauptung hat der ACE leider nirgendwo geliefert.

Und als kurze Schlussfolgerung:

Grundsätzlich hält der ACE den Zebrastreifen weiterhin für den richtigen Weg, um Fußgänger heil über die Straße zu bringen. «Der Zebrastreifen macht Sinn – natürlich unter der Voraussetzung, dass die Regeln besser beachtet werden», betont Hillgärtner.

Wenn es offensichtlich ist, dass die Einhaltung der Regeln nur minimal funktioniert, ist ein Fußgängerüberweg womöglich doch nicht das Mittel der Wahl. Tatsächlich stellen die einschlägigen Vorschriften relativ hohe Ansprüche zur Einrichtung eines Fußgängerüberweges, der sich nämlich alles andere als „mal eben so“ in eine beliebige Straße kleben lässt.

Allerdings könnte es mit der Regelkenntnis eventuell auch besser klappen, wenn nicht ständig irgendwo Falschinformationen verbreitet würden.

Automatisch hereingefallen ist leider auch die Süddeutsche Zeitung: Radfahrer müssen am Zebrastreifen absteigen

Tatort Zebrastreifen: Viele Fußgänger sind zu unachtsam, wenn sie über die Straße laufen, mahnt der Auto Club Europa. Auch Radfahrer machen den Zebrastreifen zu einem gefährlichem Pflaster. Doch wer darf was?

Rüpel-Radler auf Zebrastreifen: Alles falsch

Tipp zur Morgenlektüre: Andrea Reidl vom Velophil-Blog hat sich ebenfalls an der ACE-Studie abgearbeitet: “Rüpel-Radler”: ACE verbreitet falsche Info zur Zebrastreifen-Nutzung

Als Ergebnis einer neuen Studie beschreibt der Auto Club Europa (ACE) Fahrradfahrer als “Zebrastreifen-Muffel” und “Rüpel-Radler”, weil sie angeblich die Regeln nicht beachteten. Dieses Fazit ist erstaunlich und teilweise falsch.

Zeitungsberichte werden immer dreister!

Erinnert sich noch jemand an diesen Beitrag, mit dem dieses Weblog vor über zwei Jahren Fahrt aufnahm? Die Kollegen drüben vom BILDblog streckten damals den Radverkehrspolitik-Server im Handumdrehen nieder, nachdem der Beitrag in der Sechs-vor-neun-Reihe erwähnt wurde. BILD war schon immer für eine Story gut — jede Wahrheit braucht jemanden, der sie ausspricht, sagt man nicht so, das war damals allerdings nicht BILD.

Pünktlich zum 11. November titelt BILD: Rüpel-Radler werden immer dreister!

Zebrastreifen werden mehr und mehr zum Brennpunkt für Verkehrsvergehen in Deutschland!

BILD beklagt:

  • Im Schnitt missachtet jeder zweite Radfahrer (57 Prozent) das Haltegebot an Zebrastreifen, wenn dort Fußgänger unterwegs sind.

Es finden sich leider keine genaueren Informationen, ab wann für die von der BILD zitierten Untersuchung der Schutz des Fußgängerüberweges als verletzt betrachtet wird. Bei ähnlichen, allerdings nie ernsthaft publizierten Untersuchungen galt es allerdings schon als ordnungswidriges Verhalten, mit halbwegs angemessener Geschwindigkeit vor oder hinter einem Fußgänger den Fußgängerüberweg zu queren, was aufgrund der genügsameren Breite eines Fahrrades gegenüber eines Kraftfahrzeug auch deutlich besser und gefahrloser funktioniert.

Das senkrechte Queren eines Fußgängerüberweges, auf dem sich gerade Fußgänger befinden, ist nach strenger Auslegung der Straßenverkehrs-Ordnung nicht einmal verboten — § 26 Abs. 1 StVO sagt:

An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den zu Fuß Gehenden sowie Fahrenden von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.

Ein Radfahrer kann einem Fußgänger das Überqueren des Fußgängerüberweges ermöglichen und trotzdem vor oder hinter ihm den Fußgängerüberweg überfahren. Das von Bild zitierte Haltgebot existiert noch nicht einmal, denn § 26 Abs. 1 StVO verlangt nur in einem mit Semikolon abgetrennter Nebensatz des letzten Satzes Fußgängern das Überqueren zu ermöglichen — und dem Anspruch ist hoffentlich genüge getan, sofern man den Fußgänger nicht über den Haufen radelt, behindert oder gefährdet. Für Fußgänger ist es natürlich angenehmer, wenn jegliche wartepflichtige Verkehrsteilnehmer sie ganz in Ruhe queren lassen: Dann muss man sich keine Gedanken machen, ob da gerade ein Kampfradler naht und im Zentimeterabstand vor den Zehenspitzen entlangdüst oder ob der Kraftfahrzeugfürer seine Flugbahn tatsächlich so genau berechnet hat, dass es noch irgendwie gerade so passt.

Es steht zwar leider außer Frage, dass manche Radfahrer ihre Probleme mit den Rechten eines Fußgängers am Fußgängerüberweg haben, allerdings dürfte frei nach empirischen Beobachtungen die Angabe von 57 Prozent zu hoch angesetzt sein. Meistens klappt das Zusammenspiel von Radfahrern und Fußgängern trotz jeglicher Untersuchungen und Zeitungsberichte noch besser als zwischen Fußgängern und Kraftfahrern.

Dem zweiten Punkt fehlt nur noch der Griff zum Wegwerfen:

  • Zwei Drittel (68 %) der Radfahrer steigen beim Queren von Zebrastreifen nicht wie vorgeschrieben ab, sondern fahren verbotenerweise zur anderen Straßenseite und bedrängen dabei Fußgänger.

Das hat BILD schon vor zwei Jahren nicht kapiert: Das Absteigen am Fußgängerüberweg ist für Radfahrer nicht vorgeschrieben. Solange keine anderen Ordnungswidrigkeiten entgegenstehen, beispielsweise Gehwegradelei oder Verkehrsverbote, dürfen Radfahrer auf Fußgängerüberwegen hin- und herradeln bis die Reifen verschlissen sind. § 26 Abs. 1 StVO sieht allerdings vor, dass Kraftfahrzeuge Fahrzeuge nur für Fußgänger anhalten das Überqueren ermöglichen müssen, Radfahrer genießen diesen Schutz nicht. Das ist, auch wenn das am Stammtisch häufig missverstanden wird, allerdings noch kein Freibrief, plötzlich querende Radfahrer einfach über den Haufen zu fahren. Interessanter wäre es zu erfahren, wie viele Radfahrer denn tatsächlich zuvor ordnungswidrig auf dem Gehweg oder auf der falschen Straßenseite unterwegs waren.

ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner: „Die Verkehrsmoral gerät unter die Räder. Weg-hier-jetzt-komm-ich, das ist das Motto aggressiver Rüpel-Radler.“

Die Weg-hier-jetzt-komm-ich-Mentalität kann man als Radfahrer allerdings gleich an den nächststärkeren Verkehrsteilnehmer weitergeben: Einige Kraftfahrer sind auch nicht gerade zimperlich, den aufgrund des größeren Fahrzeuges erwarteten Mehrwert auf der Straße mit Gewalt durchzusetzen. Beide Male treten allerdings zum Glück nur ein paar Prozent der Verkehrsgruppe als Kampfradler oder -kraftfahrzeugführer auf, insofern ist Hillgärtners Zitat eigentlich gar nicht so verkehrt, beschränkt er sich doch auf ebenjene paar Prozent. Nein, das soll wirklich nicht der Versuch sein, so genannte Kampfradler von jeglicher Schuld reinzuwaschen, nein, aber es ist eigentlich nicht angemessen, nun ausgerechnet die Radfahrer als Reinkarnation des Bösen darzustellen.

BILD offenbart seinen Versuch der unangemessenen Schuldzuweisung im restlichen Teil des Artikels, in dem der Leser mit relativ lose zusammengestellten Zahlen eingedeckt wird. Dass es sich hier um eine Unfallstatistik handelt, in der längst nicht nur von Radfahrern verursachte Unfälle einfließen, sondern auch der deutlich größere Anteil der von Kraftfahrern angerichteten Schäden, fällt manchem Leser offenbar erst auf dem zweiten Blick auf.

Für noch mehr Stimmungsmache sei der Blick in die Kommentare drüben bei BILD empfohlen. Dort geht’s wie jedes Mal beim Reizbegriff des Kampfradlers heiß her.

Wie Fahrradfahrern Fehlverhalten antrainiert wird

Selbstverständlich ist die teilweise wesentliche Regelunkenntnis bei Radfahrern ein Problem, genau wie sie auch bei Kraftfahrern ein Problem ist. Ein Kraftfahrer ist allerdings irgendwann einmal vor seiner Karriere als Kraftfahrer in den Genuss einer Fahrschulausbildung gekommen — nicht, dass er danach die Straßenverkehrs-Ordnung denn wenigstens sinngemäß wiedergeben könnte, aber die wichtigsten Regel sitzen wenigstens einigermaßen. Was die Regeln für Radfahrer angeht, etwa die Benutzung von Radwegen oder das Fahren entgegen der Einbahnstraße, da sind sich alle Verkehrsteilnehmer einig: nichts genaues weiß man nicht.

Der Sache ist es auch nicht gerade zuträglich, wenn in Lokalzeitungen über Verkehrsregeln fabuliert wird, die so nicht in der Straßenverkehrs-Ordnung stehen. RP Online hat sich des Klassikers angenommen, dass Radfahrer einen Fußgängerüberweg nur schiebend überqueren dürften: Zebrastreifen für Fußgänger

In einer neuen Serie zeigen wir, welche Situationen die größten Gefahren für Radfahrer darstellen. Zusammen mit der Polizei erklären wir, was oft falsch gemacht wird – und wie man sich richtig verhält.

Ach, es ist schon traurig, dass noch nicht einmal die Zusammenarbeit mit der Polizei genügt, um die Verkehrsregeln aus der Straßenverkehrs-Ordnung korrekt wiederzugeben. Die Polizei identifiziert einerseits Fußgängerüberwege als gefährlich, weil sie Radfahrer dazu verleiteten, einfach über den Zebrastreifen zu fahren, obwohl sie das ja gar nicht dürften. Das ist erst einmal falsch, denn natürlich dürfen Radfahrer über einen Fußgängerüberweg fahren, sie genießen dort lediglich keinen Vorrang; den gibt’s nämlich tatsächlich nur für Fußgänger. Gerade das im Foto gezeigte Beispiel lässt stark auf einen Fußgängerüberweg schließen, den Radfahrer aufgrund des anschließenden gemeinsamen Fuß- und Radweges ganz regelkonform erreichen können.

Und führt man sich die Straßenverkehrs-Ordnung zu Gemüte, sieht das so kompliziert auch gar nicht auf. § 26 StVO lautet und lässt ein Verbot vermissen:

(1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.
(2) Stockt der Verkehr, so dürfen Fahrzeuge nicht auf den Überweg fahren, wenn sie auf ihm warten müßten.
(3) An Überwegen darf nicht überholt werden.
(4) Führt die Markierung über einen Radweg oder einen anderen Straßenteil, so gelten diese Vorschriften entsprechend.

Aber ja, es stimmt schon: gerade mit solchen Straßeneinrichtungen werden Radfahrer geradezu trainiert, möglichst häufig gegen die Verkehrsregeln zu verstoßen.

Der ADAC testet sein Alltagswissen in Sachen Verkehr

Wenn sich die Presse an Verkehrsregeln versucht, geht meistens etwas schief und es gibt sehr viel zu lachen. Man kann dem ADAC nicht verübeln, dass er sich eher für die Rechte des motorisierten Individualverkehrs einsetzt, doch bleibt die Verwunderung, dass der Club, genau wie ein Großteil seiner Millionen Mitglieder, nur den Teil der Straßenverkehrsordnung kennt, der für das Auto relevant ist.

In der Februar-Ausgabe der ADAC Motorwelt findet der Leser zwischen Eigenlob und Treppenliften die zweite Ausgabe des Verkehrsquiz’ — es geht um blinkende Busse in Bushaltestellen, das Rechtsfahrgebot auf dreispurigen Autobahnen und: Fahrradfahrern auf Fußgängerüberwegen, immer wieder ein gern genommenes Reizthema.

Die Frage lautet also:

Der Radfahrer möchte den Zebrastreifen überqueren. Was muss er tun?

  1. Der Radfahrer muss absteigen und sein Rad über den Zebrastreifen auf die andere Straßenseite schieben
  2. Er darf langsam über den Zebrastreifen fahren, hat dabei aber eine besondere Sorgfaltspflicht
  3. Er darf den Zebrastreifen gar nicht benutzen

Laut dem ADAC lautet die richtige Antwort:

Antwort A. Der Vorrang an einem Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen (Zeichen 293) gilt nach § 26 StVO nur für Fußgänger und Rollstuhlfahrer. Radfahrer müssen deshalb absteigen und das Fahrrad schieben. Wer mit dem Rad fährt, gilt als Fahrzeugführer. Kommt es dann zum Unfall, hat der Radfahrer ein erhebliches Mitverschulden.

Das Problem ist, dass der kausale Schluss in dieser Art nicht gilt, wie der Blick in die Straßenverkehrsordnung zeigt:

§ 26 Fußgängerüberwege

(1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.
(2) Stockt der Verkehr, so dürfen Fahrzeuge nicht auf den Überweg fahren, wenn sie auf ihm warten müßten.
(3) An Überwegen darf nicht überholt werden.
(4) Führt die Markierung über einen Radweg oder einen anderen Straßenteil, so gelten diese Vorschriften entsprechend.

Aus § 26 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung sagt also aus, dass Fußgänger auf Fußgängerüberwegen Vorrang genießen, solange sie sich nicht mit einem Schienenfahrzeug anlegen. Es ist allerdings kein Verbot enthalten, den Fußgängerüberweg auch mit dem Fahrrad zu benutzen, sofern der Fußgängerüberweg auf dem Rad erreicht werden kann, also etwa nicht der Gehweg beradelt werden muss. Auf dem Rad gibt es lediglich keinen Vorrang.

Noch unglücklicher als Fragestellung und Antwort ist die dazugehörige Grafik. Dort hätte der Fußgängerüberweg in Gestalt von Zeichen 293 auch auf dem Radweg markiert werden, denn sonst hätten Fußgänger dort wiederum keinen Vorrang gegenüber den auf dem Radweg fahrenden Radfahrern. Auf dem dort abgebildeten Fußgängerüberweg dürften Radfahrer allerdings ganz im Sinne der Straßenverkehrsordnung den abgesenkten Bordstein nutzen, um die Straßenseite zu wechseln — nur eben ohne Vorrang. Sobald aber der Radfahrer sich etwa am Pfosten des Zeichens 350 festhält und einen Fuß abstellt, ist er wieder Fußgänger mit dem damit einhergehenden Vorrang.

Falls der ADAC noch weitere Fragen für die nächsten Ausgaben des Verkehrsquiz’ sucht:

  • Welche Vorrangsregelungen gelten innerhalb einer abknickenden Vorfahrt?
  • Wie lauten die Vorrangs- und Vorfahrtsbeziehungen zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern in einem Kreisverkehr, wenn Radfahrer auf einem Radweg um den Kreisverkehr geführt und mit Verkehrszeichen 205 wartepflichtig werden?
  • Darf man innerorts auf der Kraftfahrstraße rechts überholen und welches Tempolimit gilt zunächst?
  • Welche Regelungen gelten im Verkehrsberuhigten Bereich?
  • Wie lauten die Verkehrsregeln für Radfahrer, wenn Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung freigegeben sind?
  • Wer hat nach der aktuellen Straßenverkehrsordnung an einer Engstelle Vorrang?
  • Und vor allem: welche Straßenverkehrsordnung gilt denn überhaupt momentan?
  • Und ganz zum Schluss: Was passiert, wenn entgegen der Verwaltungsvorschriften ein Radweg an einer Kreuzung direkt über den Fußgängerüberweg geführt wird?

Das wären mal wirklich interessante Fragen, nicht solch ein Pipifax wie blinkende Busse in Bushaltestellen. Vermutlich sind die Antworten allerdings für den normalen Verkehrsteilnehmer zu komplex, gerade was Kreisverkehre und abknickende Vorfahren angeht — deshalb gelten solche Konstrukte eigentlich auch als besonders problematisch und funktionieren nur, weil Fußgänger gar nicht auf die Idee kommen, ihren Vorrang dort wahrzunehmen.