Elektroräder sind noch immer keine Todesmaschinen

Es wird einem tatsächlich schon ein bisschen bange, wenn gerade ältere Verkehrsteilnehmer, die aus verschiedenen Gründen das Fahrrad bislang gemieden haben, aufs Elektrorad steigen und plötzlich mit 25 Kilometern pro Stunde oder schneller durch die Gegend sausen, ohne diese Geschwindigkeiten gewohnt zu sein, ohne überhaupt ein vernünftiges Bremsmanöver jenseits der sonst üblichen 15 Kilometer pro Stunde bestanden zu haben.

Glücklicherweise schlägt sich das nicht so drastisch in der Unfallstatistiken nieder wie ein Artikel des Schweizer Tagesanzeigers suggeriert, schreibt Iwan Schenker: Todesfalle E-Bike

Verkehrsregeln für Elektroräder

Zum Start in die Fahrradsaison gibt’s gerade bei Elektrofahrrädern einige Besonderheiten zu beachten: Verschiedene Arten, unterschiedliche Regeln

Nicht jedes Elektro-Fahrrad ist im Sinne der Straßenverkehrsordnung ein Fahrrad. Für bestimmte Modelle sind sogar Führerschein und Kennzeichen nötig.

Helmpflicht für Pedelecs?

SPIEGEL ONLINE berichtet: Regierung prüft Helmpflicht auf Pedelecs

Abseits der Helm-Diskussion ist momentan noch nicht einmal klar, wo Pedelecs eigentlich fahren müssen — laut der Straßenverkehrsordnung auf der Fahrbahn, laut der Polizei auf Radwegen.

Darüber hinaus erfährt der Leser erstaunliches zu Fahrradhelmen:

Der ADFC erläuterte, dass im Falle einer Helmpflicht wohl Motorradhelme nötig wären. Die üblichen Fahrradhelme seien nur für unter 20 km/h getestet, sagte Rechtsreferent Huhn.

Darf man das so interpretieren, dass abgesehen von der ohnehin zweifelhaften Schutzwirkung eines Fahrradhelmes, der in der Regel bloß auf dem Wassermelonen-Test basiert, ab 20 Kilometern pro Stunde ohnehin kein Schutz mehr garantiert werden kann? Immerhin: mit den Motorradhelmen wird man den Pedelec-Hype rechtzeitig stoppen.