Stiftung Warentest: Unklare Versicherungslage bei schnellen Pedelecs

Die Stiftung Warentest berichtet über die unklare Versicherungslage bei schnellen Elektrofahrrädern, so genannten Pedelecs 45: Fahrt ins Ungewisse

Elektrofahrräder fahren im Trend: Schon 700 000 Radler sind elektrisch unterwegs. Doch einige steuern voll ins Risiko: Ob sie bei einem Unfall haftpflichtversichert sind, ist unklar. Zwar sind die so genannten Pedelecs 25 – also Räder, bei denen der Motor nur läuft, wenn der Fahrer in die Pedale tritt – bei vielen Gesellschaften im Privathaftpflichtschutz enthalten. Doch Elektrofahrräder gibt es in zahllosen Varianten, und nicht immer greift die Privathaftpflichtversicherung. test klärt auf und gibt Tipps.

Am Ende des Artikels folgt die obligatorische Überlegung zu einer Helmpflicht für schnelle Pedelecs, ohne allerdings deren Schutzwirkung bei solchen Geschwindigkeiten zu hinterfragen. Schon bei Geschwindigkeiten von 25 Kilometern pro Stunde gilt die Schutzwirkung als umstritten, bei theoretischen 45 Kilometern pro Stunde, bei denen es tatsächlich wahrscheinlicher wird, dass sich ein Autofahrer mit der Geschwindigkeit des Radfahrers verschätzt und ihm seine Vorfahrt nimmt, dürfte von Kopf und Fahrradhelm nach einem Aufprall auf ein stehendes Fahrzeug kaum noch etwas übrig bleiben. Der einzige Schutz vor solchen Unfällen bei derartigen Geschwindigkeiten dürfte darin bestehen, auf ebenjene Geschwindigkeiten zu verzichten und sich über den Elektroantrieb des Fahrrades auch bei geringerer Geschwindigkeit zu freuen.

Zumindest in der Theorie besteht bei Pedelecs allerdings auch die Möglichkeit, einen wirkungsvolleren Motorradhelm zu tragen. Das kam bislang nicht in Frage, denn aufgrund der ungleich höheren Kraftanstrengung im Vergleich zum Motorradfahrer wäre ein Radfahrer bereits nach wenigen Kilometern überhitzt vom Sattel gekippt. Mit Trittunterstützung könnte das schon eher klappen.

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