SPIEGEL ONLINE deckt auf: Skihelme schützen nicht zu hundert Prozent

Michael Schumacher wird womöglich nie wieder Auto, geschweige denn Formel-1-Rennen fahren. So genau weiß man das zwar noch nicht, aber Spekulationen stehen gerade hoch im Kurs, seit der siebenmalige Formel-1-Weltmeister bei einem Skiausflug verunglückte. Die obligatorische Spekulation darf dabei natürlich nicht fehlen: Ohne Helm wäre Michael Schumacher jetzt ganz sicher tot. Andersherum kann man aus einigen Nachrichtenbeiträgen durchaus die Verwundern heraushören, dass Schumacher „trotz seines Skihelmes“ größere Verletzungen am Kopf davongetragen hat.

Der Chef der Anästhesie des Universitätsklinikums Grenoble, Jean-François Payen, sagt:

Auch beim Skifahren im französischen Méribel hat der ehemalige Rennfahrer einen Helm getragen, und das hat ihm bei einem schweren Sturz am Sonntag vorerst das Leben gerettet. „Sein Helm hat ihn geschützt (…) Jemand, der diesen Unfall ohne Helm gehabt hätte, hätte es wohl nicht bis ins Krankenhaus geschafft.“

Im Netz heißt es eigentlich, dass Mediziner nicht unbedingt die erste Adresse für Auskünfte über den Gesundheitszustand eines Patienten bei diesem oder jenem Unfallverlauf seien, weil sie derartige Prognosen nur anhand der vorliegenden Verletzungen, aber nicht anhand des eigentlichen Unfallverlaufes stellen. Natürlich taugt eine Ferndiagnose von einem fachfremden Fahrrad-Blogger sicherlich noch weniger, zumal Payen vermutlich recht haben dürfte: Wer mit der Geschwindigkeit, die Schumacher laut anderen Berichten wohl drauf hatte, mit dem Kopf voraus mit einem Felsen oder einem ähnlichen Hindernis kollidiert, dürfte eher geringe Überlebenschancen haben — ob nun der Helm tatsächlich das so genannte Zünglein an der Waage zwischen Leben und Tod war, sei mal dahingestellt.

Immerhin kommen die Medien jetzt in die Verlegenheit, sich aufgrund dieses Unfalls intensiver mit Helmen und deren Wirkungsweise auseinanderzusetzen. Der oben verlinkte SPIEGEL-ONLINE-Artikel bietet dazu sogar eine grafische Darstellung des Gehirns und eine Beschreibung der einzelnen Verletzungen und ihrer Abläufe. Allerdings heißt es auch in einem anderen Artikel wieder:

Eines aber machte der Arzt sehr deutlich: Ohne einen Helm hätte Schumacher den Unfall nicht überlebt. „Sein Helm hat ihn geschützt. Jemand, der diesen Unfall ohne Helm gehabt hätte, hätte es wohl nicht bis ins Krankenhaus geschafft.“ Den Verletzungen nach zu urteilen, müsse der Aufprall sehr mächtig gewesen und bei hohem Tempo erfolgt sein.

Die SPIEGEL-ONLINE-Startseite überrascht in diesem Zusammenhang momentan mit einer besonderen Erkenntnis: Skihelm schützt nicht zu hundert Prozent

Es ist wie beim Gurt im Auto: Ein Skihelm schützt bei einem Unfall vor schweren Kopfverletzungen – aber nicht in jedem Fall. Auch bei Michael Schumacher war der Aufprall auf einen Felsen zu stark, um Schlimmeres zu verhindern. Deutsche Chirurgen fordern dennoch eine Helmpflicht.

Es fühlt sich recht unangenehm an, diese Fragen angesichts von Schumachers momentanen Zustand zu diskutieren, aber man kann die Überraschung, die sich in der Überschrift verbirgt, schon beinahe spüren: Ein Helm schützt also tatsächlich nicht zu einhundert Prozent. Das ist im Hinblick auf viele andere Artikel, insbesondere aus der Polizeipresse, eine besondere Erkenntnis, denn die lesen sich spätestens zwischen den Zeilen immer nach: „Der Helm hat alle Verletzungen verhindert.“

Besonders interessant, wie oft im verlinkten Artikel an dem „hundertprozentigen Schutz“ herumdiskutiert wird. Hat denn ernsthaft jemand geglaubt, ein Schutzhelm könnte auch nur ansatzweise einen so vollständigen Schutz bieten? Hat das wirklich jemand geglaubt? Schumachers Helm hat es beim Aufprall laut Medienberichten in drei Teile zerlegt, es waren also offensichtlich Kräfte in einer Größenordnung zugange, die der Helm nicht mal mehr ansatzweise kompensieren konnte, so dass der Kopf am Ende nicht mehr beeinflusst wird.

Tragisches Detail am Rande: Nur wenige Tage vorher machte diese Pressemitteilung die Runde:
Chirurgen fordern Helmpflicht auf deutschen Skipisten

Für die Einführung einer Helmpflicht auf deutschen Skipisten setzt sich der Berufsverband der deutschen Chirurgen ein. Helm sei „die einfachste Möglichkeit“, die Zahl schwerer Verletzungen zu verringern.

Eigentlich ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis die Helmpflicht-Diskussion auch wieder auf den Radverkehr überschwappen wird.

15 Gedanken zu „SPIEGEL ONLINE deckt auf: Skihelme schützen nicht zu hundert Prozent“

  1. „Eigentlich ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis die Helmpflicht-Diskussion auch wieder auf den Radverkehr überschwappen wird.“

    Anfänglich schon passsiert. Gestern bei RTL.

    Alles Gute,Schumi!

      1. Punkt 12. Da würde anhand einer jungen Frau geschildert, wie schwer der Weg zurück mit den Verletzungen incl. Koma ist. Sie habe in der Stadt einen Fahrradunfall gehabt und dabei wurde betont, dass sie keinen Helm trug.

  2. Dieses Ereignis ist natürllich Wasser auf die Mühlen der Propagandisten eines Radfahrverbots ohne Helm. Egal ob Schuhmacher überlebt oder nicht. Dabei ist Abfahrtski im Vergleich zum Radfahren im Alltag eine echte Risikosportart. Vor allem natürlich, wenn die Fahrer an ihre Grenzen gehen. Als Alltagsradler vermeide ich jedes erkennbare Risiko auf allen Ebenen. Und wenn es trotzdem einmal zu einem Unfall kommt, verlasse ich mich lieber auf meine gut ausgebildeten Schutzreflexe statt auf ein lächerliches und lästiges Nudelsieb.

  3. Leider findet man zum Thema selten so differenzierte Betrachtungen wie hier. Eine Skihelmpflicht auf Abfahrtpisten gewisser Schwierigkeitsgrade kann ich jedenfalls im Gegensatz zu Radhelmpflichten jeglicher Art eher nachvollziehen. Abgesehen von Risiken und Schutzwirkung fehlten mir bei einer Skihelmpflicht bei tendenziell niedrigen Temperaturen als Zusatz zu einer umfangreichen Ausrüstung einer reinen Freizeitbeschäftigung jedenfalls die hauptsächlichen Bequemlichkeitsgründe, die zur Ablehnung einer Fahrradhelmpflicht führen müssen. Für die Allgemeinheit sind die Nachteile eines Fahrradhelms im Alltag unabhängig von ihrer subjektiven Risikowahrnehmung schlicht viel größer als bei einem Skihelm.

    Wie irrational dieses Thema behandelt wird, zeigte mir heute morgen mal wieder ein Beitrag (Morgenmagazin?!), den ich zufällig gesehen habe. Ein ausgebildeter Stuntman mit voller Schutzmontur fuhr vor staunenenden Kindern mit Fahrradhelm mehrfach auf einen stehenden PKW. Mit dieser Nummer scheint er auf Reisen zu sein. Was neben dem eigentlich offensichtlichen (Ganzkörperprotektoren, stehendes Fahrzeug, Stunterfahrung etc.) auch nicht thematisiert wurde: Der Herr rollte sich augenscheinlich sehr gezielt derart ab, dass er nie mit dem behelmten Kopf aufschlug. Mit anderer Tonspur wäre eine hübsche Persiflage möglich, leider finde ich den Beitrag nicht in der mediathek.

  4. Eine, wie auch immer eingeführte Helmpflicht entbehrt nicht einer gewissen Logik.
    Die übergroße Mehrzahl der Radaktivisten und der organisierten Radlobby ,wie der ADFC, haben in den letzten Jahrzehnten eine sehr spezielle Form der „Sicherheit“ des Radfahrens gehypt. „Sicherheit“ soll nach diesem Konzept erlangt werden durch eine persönliche Exposition inmitten des mot. Verkehrs. Eine dadurch erhoffte, bessere persönliche „Sichtbarkeit“ soll die Gefährlichkeit, die aus der nun sehr viel größeren Nähe der ungeschützten Radfahrer zu den schweren und hochbeschleunigten Massen des chaotischen mot. Verkehrs resultiert, mehr als ausgleichen.

    Mit Zweirädern, soviel Physik oder Statik verstehen die Leute, wird eh Sturzgefahr verbunden. Besonders im Winter. Sturzgefahr in Kauf zu nehmen, also sich mit dem Fahrrad inmitten sich chaotisch verhaltender, schwerer und hochbeschleunigter Massen zu stürzen, halten die Leute eh für mehr oder minder plemplem. Für (auch angenommenes) plemplem-Verhalten geht die Solidarität (Versicherung usw) aber gegen null. Der Plemplemme soll jedenfalls zeigen, dass er über Gefahrenexposition zumindest mal nachdenkt und sie auch für sich persönlich ernst nimmt. Das Zeichen dafür: Der Helm.
    Er muss nicht schützen. Deshalb geht die ganze technisch-medizinische Diskussion fehl. Er soll zeigen.
    In diese Richtung geht auch der Tenor des Urteils vom OLG Schleswig.

    Die Helmpflicht ist das ungewollte Kind des Fahrbahnzwangs.

    1. Eher im Gegenteil: Der Drang, Radfahrer vom restlichen Verkehr zu separieren, kommt aus dem ständigen „Radfahren ist gefährlich!“-Getue (mit dem zumindest offiziell der Bau von Radwegen begründet wurde und wird, auch wenn es eigentlich um ein schnelleres Vorankommen des KFZ-Verkehr ging und teilweise auch immer noch geht), und aus genau der gleichen Ecke kommt die Diskussion über Fahrradhelme.

      1. @M_Net
        Die Wirklichkeit sieht anders aus.
        Die Helmpflicht – Diskussion wird aus genau der Ecke lanciert, s. z.B. Koalitionsvereinbarung, aus der auch der Fahrbahnzwang kommt (Rammsauers StVO Änderung).
        In anderen modernen Gesellschaften, deren Verkehrsgesetzgebung nicht unter dem Diktat der Autoindustrie steht, die deshalb in der Verkehrspolitik umsteuern können und zum Wohle der Lebensqualität ihrer Bürger und der Zukunftsfähigkeit der urbanen Mobilität auf attraktive Radinfrastruktur setzen, wie NL und DK, spielt eine Helmdiskussion keine Rolle.
        In den NL, so berichtet D. Hembrow in seinem Blog „A view from the cyclepath“ setzen sogar überzeugte Helmträger aus Deutschland nach zwei, drei Tagen ihren Helm ab. Die vielen, vielen Radfahrer und die Sicherheit und damit das Sicherheitsgefühl auf der separierten Infrastruktur machen Helme einfach überflüssig, wenn nicht lächerlich.

        1. Was meinst du mit „Fahrbahnzwang“? Dort wo es Radwege gibt, darf diese jeder benutzen, der das möchte (auch wenn die deutsche Radinfrastruktur nicht für Vergleiche mit der Niederländischen oder Dänischen taugt, das Sicherheitsgefühl auf Kopenhagener Radwegen existiert bei mir tatsächlich, während es bei vielen deutschen Radwegen eher der Angst vor sich öffnenden Autotüren und Wurzelverwerfungen Platz machen muss).

          Dort wo es keine Radwege gibt, existiert ein Fahrbahnzwang (und zwar schon immer), aber welche Alternative dazu gibt es? Das Befahren von Fußwegen erlauben? Das Radfahren in Straßen ohne Radweg verbieten (was in Deutschland tatsächlich schon mal ernsthaft gefordert wurde)?

          Je mehr Straßen mit „separierter“ (also: nur zwischen den Knotenpunkten getrennten) Führung es gibt, desto gefährlicher wird das „normale“ Fahren im Mischverkehr (was auch auf lange Sicht der Normalfall blieben wird, Platz für sichere Radverkersanlagen ist nur in den wenigsten Straßen vorhanden) wahrgenommen. Man lese dazu nur einmal die Begründung der Pressesprecherin jenes Gerichtes, das einer Radfahrerin eine Mitschuld an Unfallfolgen wegen einem fehlenden Helm gegeben hat: Da war die Rede davon, das Fahrradhelme erforderlich seien, weil es vielerorts keine Radwege gäbe und die Radfahrer deshalb auf der Straße [sic!] fahren müssen.

          Wir müssen dafür sorgen, dass sich Radfahrer überall sicher fühlen, egal ob Radweg oder Fahrbahn. Meinem Eindruck nach ist dies auch bei unseren nördlichen und nord-östlichen Nachbarn der Fall, denn auch dort gibt es massenhaft Straßen ohne separater Führung des Radverkehrs. Je mehr wir aber darüber diskutieren, dass wir Radwege für eine gesteigerte Sicherheit des Radverkehrs bräuchten, desto unsicherer werden sich Radfahrer auf der Fahrbahn fühlen.

          1. @M_Net
            „Was meinst du mit “Fahrbahnzwang”?“

            Wahrscheinlich wiederhole ich mich hier. Nützt nichts.

            Mit Fahrbahnzwang meine ich die Rammsauersche StVO-Änderung in Zusammenhang mit
            1. den Bestrebungen der Autolobby (z.B. pol. Parteien, UDV, ADAC) und leider auch des ADFC bestehende Radinfrastruktur zurückzubauen
            und
            2. der Geldknappheit der Kommunen, die jetzt mangelhafte Radinfrastruktur nicht mehr sanieren, sowie bestehende Radinfrastruktur nicht mehr unterhalten müssen, sondern auf die Fahrbahn verweisen können.

            Davon wird, politisch gepuscht, reger Gebrauch gemacht.

            „Dort wo es Radwege gibt, darf diese jeder benutzen, der das möchte…“

            Ja, nur durch den absehbaren und gewollten Rückbau gibt es mangels Alternative keine „Wahlmöglichkeit“, wie sie immer behauptet wird.

            Eine „Aufhebung der Benutzungspflicht“ ist Orwellscher Zwiesprech und hört sich echt toll an:
            Endlich! Eine Pflicht weniger! Freiheit!
            Wer wollte das nicht?
            Guckste das zweite Mal hin, ist der Radweg weg oder noch kaputter als bisher, wo man immer dachte, das geht gar nicht. Nix mit Freiheit. Fahrbahnzwang.

            Und, logo, das ist Kalkül. Die Leute wollen sich nicht ungeschützt mit dem Fahrrad unter die Chaoten mischen.
            Zwischen lauter Panzern fühlt man sich nun mal am sichersten, wenn man selbst im Panzer sitzt.
            Aktion geglückt. Autoabsatz gesichert.

            1. Zum einen glaube ich, dass viele Radwege nicht noch schlechter werden können, als sie eh schon sind; vielerorts sehen Radwege nach dem Bau nie wieder eine Baumaschine (von Baustellen wegen Rohren u.ä. einmal abgesehen). Geldmangel und Rückbau von Radwegen widersprechen sich zudem.

              Zum anderen widerspricht das allen Erfahrungen, die man sonst mit dem Thema macht: Dort, wo viele Benutzungspflichten – gar auf Initiative der Kommune – aufgehoben werden, wird auch überdurchschnittlich in den Radverkehr investiert; dort, wo sich Verwaltungen nur per Gerichtsprozess von der Umsetzung der VwO-StVO überzeugen lassen, ist es meist auch mit dem finanziellen Engagement nicht weit her. Und in den besonders fahrradfeindlichen Kommunen kann sich auch der gegenteilige Effekt einstellen, dass nämlich eine gerichtlich angeordnete Aufhebung einer Benutzungspflicht zu einer besseren Instandhaltung eines Radweges führt. Das „Problem“, wegen dem viele Radwege überhaupt erst angelegt wurden, nämlich dass Autofahrer von Radfahrern „behindert“ werden, verschwindet durch eine aufgehobene Benutzungspflicht ja nicht. Weshalb als einzige Möglichkeit zur Verhinderung des Radfahrens auf der Fahrbahn dann die Bereitstellung guter Alternativen bleibt, die die Radfahrer von sich aus – ohne Zwang – benutzen.

              Dass das Bestreben des ADFC ein Rückbau der Radverkehrsinfrastrukur wäre ist mir neu, die Ortsverbände,mit denen ich zu tun habe und hatte, haben immer das Gegenteil gefordert. Gibt es denn überhaupt Städte, in denen Radwege (außerhalb von schwach belasteten Tempo-30-Zonen und Dooring-Zonen) Radwege zurückgebaut wurden?

  5. Vielleicht bietet dieser Unfall aber auch eine Möglichkeit, etwas mehr Sachlichkeit, Argumente und gesunden Menschenverstand in die Diskussionen um Fahrradhelme zu bringen. Skifahren ist Sport, Fahrradfahren Verkehr, zumal beim Skifahren keine Lobyyorgnaisationen am Werk sind, die das Skifahren als möglichst gefährlich darstellen wollen und die Attraktivität des Skifahrens durch eine Helmpflicht snken wollen, wie dies beim Radverkehr der Fall ist. Meinem Einruck nach wird entsprechend differenzierter berichtet als bei Fahrradhelmen.

    Dies Süddeutsche Zeitung bspw. veröffentlichte in ihrer vorgestrigen Ausgabe auf Seite 2 einen Artikel über die Schutzwirkung von Skihelmen, in dem sinngemäß stand: Skihelme schützen, aber die Wirkung ist begrenzt. Und dann taucht in dem Artikel auch noch die Information auf, dass Skihelme 35 % der Kopfverletzungen von Erwachsenen Skifahrern verhindern können, inklusive dem Hinweis, dass darin aber auch äußere (also oberflächliche) Verletzungen eingeschlossen sind. Diese 35 Prozent – noch dazu mit Relativierung – sind eine ganz andere Größenordnung wie die immer wieder – auch von der Süddeutschen – abgeschriebenen 80 % verhinderte Kopfverletzungen aus der Seattle-Studie. Anschließend heißt es dann auch noch, dass Halme vor allem vor Schädel-Hirn-Traumata (also genau die Verletzungen, bei denen bspw. die Hannelore-Kohl-Stiftung dem Fahrradhelm geradezu magische Kräfte zuschreibt) nur bei sehr geringen Aufprallgeschwindigkeiten wirklich schützt.

    Nun sollte jedem Menschen klar sein, dass ein Fahrradhelm einen viel geringeren Bereich abdeckt als Skihelme, dass Skihelme (aufgrund ihrer Masse und ihrer Bauform) stabiler sind als Fahrradhelme, und dass ein Unfall im Straßenverkehr (mit 2-Tonnen-Objekten, die Radfahrer mit 50 km/h und mehr treffen) u.U. sehr viel schwerer verläuft als ein üblicher Skiunfall. Auf Schnee hat ein Skifahrer oft eine ganze Menge Zeit zur Verfügung, um Bewegungsernegie durch Reibung kangsam abzubauen. Und viele Skipisten sind auch deutlich weicher als die durchschnittliche Straße. Ich zumindest würde (bei gleicher Geschwindigkeit) lieber auf einer abschüssigen Schneeschicht stürzen denn auf ebenem Asphalt.

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