„Radverkehrsregeln sind nicht mehr zeitgemäß“

Bernhard Stoevesandt ist Kampfradler und steht dazu: „Wir nehmen uns die Straße“

Eine Initiative von „Kampfradlern“ ruft Radfahrer zu zivilem Ungehorsam im Verkehr auf. Der Aktivist Bernhard Stoevesandt erklärt warum.

So richtig froh wird man als Radfahrer mit dem Interview allerdings nicht, wird dort doch direkt dazu aufgerufen, die Verkehrsregeln lieber links liegen zu lassen. Keine Frage: es gibt genügend Situationen, denen die Straßenverkehrs-Ordnung nicht gerecht wird und häufig genug steht man als Radfahrer plötzlich am Ende eines Radweges, der in einen reinen Gehweg mündet und fragt sich, wo es denn nun wohl langgehen soll. Da wächst natürlich die Bereitschaft, eigene Regeln zu schaffen, fällt man doch als Radfahrer offenbar durch das Wahrnehmungsraster von Behörden und Gesetzgeber.

Ob diese Art von zivilem Ungehorsam nun aber tatsächlich zu einem Umdenken in der Politik führt, scheint eher unwahrscheinlich. Bislang sorgten solche Manöver im Verkehr nur dazu, dass bestimmte Minister aus ihren Dienstwagen heraus unvorstellbares sahen und sich dem Kampf gegen den Kampfradler verschrieben.

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