Radabteile mit Fahrgästen

Eine Bahnfahrt mit dem Rad ist eigentlich immer ein Abenteuer. Mal ist der Fahrstuhl am Bahnsteig defekt, dann stimmt die Wagenreihung nicht mit der Anzeige überein, sofern das Fahrradabteil dort überhaupt vermerkt wird und entweder ist das Fahrradabteil dann schon von nicht-fahrradbewehrten Fahrgästen belegt, die nicht gehen wollen, weil das die Beförderungsvorschriften nicht vorschreiben oder weil sich die Radfahrer ja eh nicht an die Verkehrsregeln hielten oder das Fahrradabteil wird von Fahrgästen mit Fahrrädern belegt, die gar keine Reservierung haben, obwohl eine Reservierung nötig wäre.

Andrea Reidl hat in der ZEIT dazu etwas geschrieben: Stau im Zugabteil

Radtouristen nutzen für die An- und Abreise gern den Zug – oft sind Abteile hoffnungslos überfüllt. Kritiker werfen der Bahn vor, diese Kunden zu ignorieren.

2 Gedanken zu „Radabteile mit Fahrgästen“

  1. Ich hatte letztes Wochenende wieder so ein Erlebnis in der S-Bahn. Auf der einen Seite waren Kinderwagen (was ja in Ordnung ist) auf der anderen Seite ein Typ, der meine dass es ja eine Frechheit wäre drei Sitzplätze für ein Fahrrad zu räumen. Er stehe nicht auf. Auch der Hinweis, dass der Platz nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch explizit für Fahrradfahrer sei, brachte Ihn nicht von seiner Meinung ab im Recht zu sein und 50% aller Fahrradstellplätze in dem S-Bahn Wagen zu blockieren.

    1. Solche Szenen erlebt man im Hamburger Nahverkehr täglich. Besonders gut sind die Wutausbrüche der nicht-fahrradbewehrten Fahrgäste, wenn man um 16.01 oder 6.01 Uhr noch mit dem Rad in der Bahn ist, um ganz dreist erst an der nächsten Haltestelle auszusteigen oder womöglich die Bahn wegen einer Störung noch einen Moment auf freier Strecke warten musste.

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