Peter Ramsauer überrascht: Kraftfahrer finden Radfahrer doof

Peter Ramsauer gehört zu den Menschen, die große Pläne mit schlussendlich ganz überschaubaren Ergebnissen schmieden. Man wird nicht so richtig schlau aus dem Mann, nicht als Kraftfahrer, obschon er doch als erklärter Lobbyist der Automobilindustrie gilt, schon gar nicht als Radfahrer, denn obschon er mutmaßlich ein eigenes Zweirad besitzt, sitzt er allenfalls zu Fototerminen mit nicht an den Kopf angepassten Fahrradhelmen im Sattel.

Nachdem der Begriff des Kampfradlers schon als gemeinhin etabliert gelten darf, legt Ramsauer noch einmal nach: Ramsauer attackiert rücksichtslose Radfahrer

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer fordert von den Bundesländern, Radfahrer strenger zu kontrollieren. Rücksichtslose Radler hielten sich offenbar für „Robin Hoods der Straße“.

Alles böse kommt natürlich von diesen Radfahrern und das weiß Peter Ramsauer sogar mit Zahlen zu untermauern:

77 Prozent von 1600 Befragten beklagten, dass sich Radfahrer häufig über die Verkehrsregeln hinwegsetzen. Andererseits warf mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) den Autofahrern vor, zu wenig Rücksicht auf Radfahrer zu nehmen. Auf verhaltene Zustimmung traf der Vorschlag, die Verkehrsverstöße von Fahrradfahrern konsequenter zu ahnden (55 Prozent).

Als „erschütternd“ soll Ramsauer diese Werte bezeichnet haben, vermutlich aber eher wegen der bösen Radfahrer und nicht aufgrund immerhin jedes zweiten Verkehrsteilnehmers, der sich schon einmal von Kraftfahrern bedrängt gefühlt hatte. Nun braucht aber auch gar keine unnötige Lebenszeit zur Debatte über diese Umfrageergebnisse verschwendet werden, denn im Endeffekt ist alles ganz einfach:

An der Umfrage nahmen 1600 Menschen teil, die zur Hauptuntersuchung an eine Dekra-Niederlassung kamen.

Noch repräsentativere Orte für eine solche Umfrage wären vermutlich Autohändler höherpreisiger Marken gewesen.

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