Münchener Polizei will Radfahrer schützen

Während momentan Polizei und vor allem die Gewerkschaft der Polizei gegen Fahrradfahrer poltern und höhere Bußgelder, Fahrradkennzeichen und eine Art der Wiedereinführung der generellen Radwegbenutzungspflicht im Sinn haben, geht die Münchener Polizei andere Wege: Polizei will Radfahrer besser schützen

Mehr Kontrollen, neue Schilder und „rote Karten“: Um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen, wollen Polizei und Kreisverwaltungsreferat ab sofort enger zusammenarbeiten – und härter durchgreifen.

In München will man offenbar nicht nur die Radfahrer vom Gehweg holen, sondern tatsächlich auch überprüfen, ob sich die Kraftfahrzeugfahrer insbesondere beim Abbiegen an ihren Schulterblick erinnern. Und eine solche Beurteilung einer entfallenden Radwegbenutzungspflicht hat man schon lange nicht mehr gelesen:

Das KVR will zudem mit neuen Schildern darauf hinweisen, dass in mittlerweile 39 Straßen die Benutzungspflicht des Radwegs aufgehoben wurde. Dort steht es Radlern frei, sich auf der Fahrbahn parallel zu den Autos zu bewegen oder lieber den (meist schmalen und holprigen) Radweg zu benutzen. Viele Autofahrer kennen diese Neuregelung aber nicht – oft werden Radler beschimpft oder angehupt, die auf der Straße fahren. Nicht selten kommt es auch zu gefährlichen Situationen.

Da sieht man doch glatt darüber hinweg, dass vor ein paar Monaten die Münchener Polizei ihre Radwege für sicher hielt. Einen wichtigen Satz in diesem Zusammenhang sollte man allerdings nicht übersehen:

Die Polizei hat an den Straßen, an denen die Pflicht zur Benutzung des Radweges aufgehoben wurde, bislang keine auffällige Steigerung der Unfallzahlen registriert – und das, obwohl „wir in einigen Fällen skeptisch waren und unser Veto eingelegt hatten“, so Kopp. Ähnlich verhält es sich bei der Öffnung von Einbahnstraßen für Radler.

Damit dürfte wenigstens in München das Argument der sicheren Radwege so langsam in Vergessenheit geraten.

Ein Gedanke zu „Münchener Polizei will Radfahrer schützen“

  1. Die Münchner Polizei will sich anscheinend wirklich bessern und dieses Jahr nicht nur auf Radfahrerkontrollen abstellen, sondern auch stärker das Fehlverhalten von Kfz-Führern gegenüber Radfahrern kontrollieren. Zumindest wird das ziemlich konsistent so kommuniziert.

    Und unsere Straßenverkehrsbehörde, das KVR, ist auch wirklich inzwischen recht fortschrittlich. Auch wenn noch immer nicht alles so läuft, wie man sich das als Radfahrer wünscht. Aber sie zeigen sich wirklich kommunikationsbereit und tun immer häufiger von sich aus das richtige…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.