Kurz korrigiert: Babypopos, Fahrradhelme, Vorbilder, Fahrradstraßen

Wann haben wir eigentlich aufgehört, mit dem Rad zu fahren? Spätestens seit dem Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichtes geht es nur noch um Fahrradhelme und Vorbildfunktionen. Und Vorbildfunktionen und Fahrradhelme. Und um Fahrradhelme. Und um Vorbildfunktionen.

Insofern verwundert die Bildunterschrift in der Kölner Internetzeitung report-k auch nicht mehr so richtig: Neuer Radweg in Porz: Radfahren jetzt ohne Wurzelgehoppel möglich

„Klaus Harzendorf und Willi Stadoll radeln Probe – nicht ganz vorbildlich, denn der Fahrradhelm fehlt“, kritisiert die Bildunterschrift. Man hätte dort auch andere Dinge bemerken können. Die schöne Aussicht beispielsweise. Oder die — momentan — hervorragende Beschaffenheit der Radwegoberfläche. Oder das Geld, was dort investiert wurde. Oder womöglich einen Hinweis, dass auf diesem Radweg abseits der Straße gar nicht so ganz viele Gefahren lauern, dass man sich sogar ohne einen Helm auf den Sattel trauen könnte.

Kurze Bemerkung am Rande:

Entlang der Poller Wiese gibt es ab der Alfred Schütte Allee die neue Fahrradstraße bis unter die Südbrücke, wo Radler Vorfahrt haben (…)

Sofern die Vorfahrt für Radfahrer nicht mit besonders interessanten Verkehrszeichenkombinationen ausgedrückt wurde, haben Radfahrer in einer Fahrradstraße nicht kraft der Straßenverkehrs-Ordnung Vorfahrt. Es gelten die üblichen Regeln, in einer Fahrradstraße mutmaßlich meistens Rechts-vor-links.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.