Kaum jemand radelt mit Helm

Angesichts des Fahrradhelm-Urteils des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichtes hat sich DIE ZEIT einmal angesehen, wie es denn um die Einstellung der Deutschen Radfahrer zum Schutzhelm bestellt ist. Ergebnis: Deutsche Radfahrer sind Helmmuffel

Nur 13 Prozent der Radler tragen immer Kopfschutz. Dies ergab eine ZEIT-ONLINE-Umfrage. Bei der Helmpflicht zeigen sich die Deutschen unentschieden.

So ganz ungefähr jeder fünfte Radfahrer radelt demnach mit dem Helm, nicht ganz die Hälfte der Befragten halten trotzdem eine Fahrradhelm-Pflicht für sinnvoll. Und trotz dieser interessanten Kombination halten die Befragten negative Auswirkungen einer Helmpflicht auf den Radverkehrsanteil für unwahrscheinlich.

Schade, dass nicht gefragt wurde, ob womöglich eine bessere Infrastruktur besser zur Vermeidung von Verletzungen taugte als ein Helm, der das Malheur allenfalls mindern, aber nicht verhindern kann.

2 Gedanken zu „Kaum jemand radelt mit Helm“

  1. Die Meinungen zur Helmpflicht zeigen m. E. hauptsächlich, dass die Radhelmpropaganda wirkt. Ich habe mich aber schon über das Wort „Helmmuffel“ in der Überschrift aufgeregt. Bei den Zahlen zur Helmtragequote wäre es angemessen, auch den Vergleich mit anderen Ländern zu ziehen. Und dann hätte sich wohl mal wieder herausgestellt, dass in den Fahrradländern kaum jemand einen Helm trägt.

  2. Stimmt, Begriffe wie HelmMUFFEL sollten m.E. in Radforen gar nicht fallen. Und bei der Aussage „Kaum jemand radelt mit Helm“ höre ich irgendwie ein Bedauern heraus.
    Das Thema HelmPFLICHT verleidet mir allmählich das Radfahren. Echt!

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