Jeden Morgen der gleiche Stau — und schuld sind nur die Radfahrer

Auf manche Zusammenhänge muss man erstmal kommen. In Köln geht es, wie in vielen anderen Großstädten, nicht besonders schnell voran: Jeden Morgen der gleiche Stau

Jeder Verkehrsteilnehmer in Köln kennt sie: Orte, an denen der Verkehr nur stockend oder gar nicht läuft. Wir beschreiben eine Auswahl von Brennpunkten und erklären, woran es hakt. Den Anfang in unserer neuen Serie macht die Innere Kanalstraße.

Interessant ist die Begründung, warum es dort nicht vorangeht:

Bloß weil es auf der rechten Spur nicht vorangeht. Wegen der Radfahrer, die kreuzen und den Rechtsabbieger in die Niehler Straße blockieren, wegen der Fußgänger, die über die Furt schleichen.

Radfahrer, die dummerweise nunmal diese Straße ebenfalls benutzen dürfen, blockieren die rechtsabbiegenden Kraftfahrer. Das klingt ziemlich aggressiv, da fahren sofort die üblichen Kampfradler im Hirn vor, da herrscht sicherlich Krieg: dabei haben die Radfahrer einfach bloß Vorrang vor den abbiegenden Kraftfahrzeugen. Da müsste der Knotenpunkt offenbar umgebaut werden, aber dass das nicht geht, liegt schon wieder an den Radfahrern:

Doch mal fehlt es an Geld, mal haben sich die Planungen geändert. Weil der Fahrradbeauftragte etwas beisteuern möchte oder andere Baustellen Vorrang haben.

Man tut sich offenbar in den Zeitungen immer noch schwer mit der Erkenntnis, dass Radverkehr eben auch eine Art von Verkehr ist. Nun sind die Ampelschaltungen in Köln genau wie in anderen Gegenden der Bundesrepublik sicherlich verbesserungswürdig, keine Frage, aber offensichtlich hat sich noch lange nicht die Erkenntnis durchgesetzt, dass noch breitere Straßen wiederum neuen Kraftverkehr generieren werden, der sich wiederum an den angeblich unzureichend geplanten Ampeln stauen wird.

Und daran sind tatsächlich nicht die Radfahrer schuld.

4 Gedanken zu „Jeden Morgen der gleiche Stau — und schuld sind nur die Radfahrer“

  1. bnaja meistens sind ja schon die radfahrer schuld kaum hat man sie überhualt fahren sie wieder neben einem weil rote Ampeln nicht für radfahrer gelten. wird zeit, das die polizei entlich einschreitet und die radfahrer abkassiert außerdem kann man acuh gerne den radweg benutzen, wenn es einen gitb

    1. @Kopfschüttler: nach dreimal lesen habe ich so grob verstanden, was Du sagen wolltest. Jetzt mal ehrlich: trotzdem ich jede rote Ampel beachte, stehe ich an der nächsten Ampel mit meinem Fahrrad wieder „neben Dir“. Ehrlich gesagt komme ich mit meinem Fahrrad nicht wirklich voran, weil die ganzen Autos (Durchschnittsgeschwindigkeit im Kölner Stadtverkehr unter 23 km/h) alles blockieren. Und nun? Müßte da nicht auch mal die Polizei eingreifen?

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