Heimfelder Straße: Radweg-Rückbau hat begonnen

Jetzt wird es eng für die Radfahrer titelt das Hamburger Abendblatt und spielt auf die verquere Situation im Süden Hamburgs an:

Am Radwegrückbau entlang der Heimfelder Straße scheiden sich die Geister. Die GAL wirft Parteien vor, dass 80 000 Euro verpulvert würden.

Im Grunde genommen werden in der Heimfelder Straße jene Erkenntnisse umgesetzt, die schon vor knapp 15 Jahren zur Abschaffung der generellen Radwegbenutzungspflicht führten: das Radfahren auf einem durschschnittlichen Radweg ist ungleich gefährlicher als auf einer durchschnittlichen Fahrbahn. Zugegeben: die ganze Sache ist schon ein wenig drastisch, denn normalerweise wird wenigstens der Gehweg zum vorsichtigen Beradeln freigegeben, sofern die finanziellen Mittel oder der Platz für einen vernünftigen Radweg nicht reichen. Aber kompromisslos den Radweg wegholzen? An einer sowohl von Radfahrern als auch Autofahrern vielbefahrenen Straße? Das gab es in Hamburg vermutlich noch nie.

Das Problem ist eben nach wie vor: Radfahrer wollen nicht auf die Fahrbahn. Ganz egal, ob es auf der Fahrbahn objektiv sicherer ist als auf dem kümmerlichen Radweg, der Radverkehr nimmt lieber den subjektiv sicheren Straßenteil abseits des Kraftfahrzeugverkehres. Koste es, was es wolle.

2 Gedanken zu „Heimfelder Straße: Radweg-Rückbau hat begonnen“

  1. Die Aussage „Der alte Radweg habe dort nur eine Breite von 60 Zentimetern und entspreche nicht mehr der heutigen Norm von 90 Zentimetern“ in dem verlinkten Artikel verwundert mich doch etwas. Was hat es mit dieser „Norm“ von 90 Zentimetern auf sich? Die Regelbreite für benutzungspflichtigen Radwegen ist laut den VwV zur StVO immerhin 2m.

    1. Wo die 90 Zentimeter herkommen, habe ich vorhin auf die Schnelle auch nicht rausbekommen, vielleicht bastle ich das noch mal rein. Die Verwaltungsvorschriften schreiben die zwei Meter vor, aber in Hamburg muss man tatsächlich schon froh sein, wenn es überhaupt 60 Zentimeter sind.

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