Hamburgers Kraftfahrer: Aggressive Egoisten

Thomas Hirschbiegel und Malte Steinhoff von der Hamburger Morgenpost haben sich mit Karsten Witt, dem neuen Leiter der Verkehrsdirektion, unterhalten: Karsten Witt: „Hamburgs Radfahrer sind aggressive Egoisten“

Hoppla, gar nicht wahr. Wurde in den letzten Wochen traditionell mit dem Finger auf den bösen Radfahrer gezeigt, der den armen Kraftfahrer in Bedrängnis bringe und ihm gar sein ureigenstes Revier streitig machte, obwohl es einen bestens ausgebauten und breiten Radweg gibt, lautet der Titel in Wirklichkeit: Karsten Witt: „Hamburgs Autofahrer sind aggressive Egoisten“

Er ist Hamburgs oberster Verkehrspolizist und Chef von rund 400 Mitarbeitern. Die MOPO sprach mit Karsten Witt (52), Leiter der Verkehrsdirektion, über die zunehmende Verrohung von Hamburgs Autofahrern, Tempolimits auf Autobahnen und Blitzer als Geldquelle für die Stadt.

Offenbar haben sich auch eine ganze Reihe der Kommentatoren unter jenem Artikel mit dem Titel vertan: Dort geht’s wie üblich um den Krieg auf der Straße und den Stellenwert des Radverkehrs — letzterer ist nach Meinung einiger Leser quasi per Definition schon allein schuldig an der gesamten Misere.

Da hat Karsten Witt offenbar viel zu tun in den nächsten Jahren.

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