Gunnar Schupelius’ ungerechter Zorn

Zwischendurch sei noch auf diesen Text von Gunnar Schupelius verwiesen: Zu wenig Fahrradständer in Berlin

Gunnar Schupelius: In Berlin gibt es viele Fahrräder, aber leider zu wenig Fahrradständer für sie.

Vorsicht, es geht nicht darum, wie Titel und Einleitung suggerieren, darum, dass es in Berlin zu wenig Fahrradständer gibt, nein, es geht darum, dass es in Berlin zu wenig Fahrradständer gibt und Schupelius als Autofahrer und Fußgänger ständig mit Lack und Jacke an Fahrradlenkern und Pedalen entlangschrammt. Wer mag, kann ja Google zu Gunnar Schupelius malträtieren — positive Suchergebnisse findet man kaum…

3 Gedanken zu „Gunnar Schupelius’ ungerechter Zorn“

  1. „Morgens: Ich will meinen Sohn zur Schule fahren. Er bekommt die Beifahrertür nicht auf. Davor stehen drei Fahrräder im Paket. Er versucht dennoch, die Tür zu öffnen. Der Versuch endet mit einem fetten Kratzer im Lack.“

    Warum muss der Sohnemann mit dem Auto zur Schule gebracht werden? Warum muss man damm genau vor den Rädern halten?

    „Mittags: Zehn Fahrräder stehen kreuz und quer auf dem Gehweg Kurfürstendamm/Ecke Fasanenstraße…Die Fußgänger zwängen sich durch das Chaos.Ich bleibe mit dem Sakko an einer Fahrradgabel hängen.“

    Wie bleibt man mit dem Sakko an einer Gabel hängen? Räder auf dem Gehweg abstellen ist also unerwünscht.

    „Abends: Ich suche einen Parkplatz im Kiez. Wie üblich fahre ich zehn Minuten um die Häuser, bis ich endlich die letzte freie Lücke finde. Es schrammt am Blech. Ich habe eine Fahrradklingel in der Seite. Das dazugehörige Rad steht mit vier anderen an einer Laterne. Ich hatte das abgestellte Velo-Paket übersehen.“

    Wie kann man 4 (!!!) Räder an einer Laterne übersehen?

    „In Charlottenburg gibt es Fahrradständer auf der Straße. Dafür wurden Auto-Parkplätze entfernt. Das kann’s ja wohl auch nicht sein.“

    Räder auf der Straße abstellen ist also auch unerwünscht.

    Und nun? Fahrräder verbieten? Irgendwo müssen sie ja hin.

  2. Was habt ihr denn? Schupelius ist doch klasse! Wenn sich der Bilderbuchspießer in seiner BZ-Videokolumne über Aus-der-Flasche-Trinken aufregt( http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article820434.ece?width=448&height=430&modal=true&service=media ) oder Verkehrsregeln für Einkaufswagen im Supermarkt fordert(
    http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article505864.ece?width=448&height=430&modal=true&service=media ) ist das Realsatire vom Allerfeinsten. Das könnte selbst „switch reloaded“ nicht besser hinbekommen, aber der meint das tatsächlich ernst. Jetzt sind halt mal die Fahrräder an der Reihe…

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