Flensburgs Polizei macht für linksseitige Radwege mobil

Bitte nicht wundern — Wenn es beim Lesen dieses Artikels im Hinterkopf klirrt, ist wieder einmal eine Argumentationskette ob der extremen Verwindungen zerrissen: Flensburgs Polizei macht gegen Fahrradrowdys mobil

Bundesweite Aktion des Verkehrsministeriums soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen

Nun ist das mit der Sicherheit im Radverkehr immer so eine Sache, gerade wenn das Bundesverkehrsministerium seine Finger darin hat und gerade wenn es darum geht, mit ein paar Beispielen argumentativ die Sicherheitsaspekte zu untermauern.

In Flensburg angelt also die Polizei Radfahrer vom rechtsseitigen Gehweg herunter, weil es Beschwerden von Anwohnern gab, die beim Ausparken beinahe mit heranrasenden Radlern zusammenstießen. Soweit, so gut, auf dem Gehweg radeln und dann auch noch so schnell ist sicherlich mit eine der größten Dummheiten, die sich auf zwei Rädern anstellen lassen.

Die Alternative wartet auf der linken Straßenseite: Dort befindet sich ein Radweg für beide Fahrtrichtungen. Dass es dort nicht gerade sicherer zugehen wird und ob die Anwohner dort leichter ausparken können, obwohl sie auf Radfahrer von links und von rechts achten müssen, bleibt im Artikel leider unerwähnt.

5 Gedanken zu „Flensburgs Polizei macht für linksseitige Radwege mobil“

  1. Grudsätzlich eine gute Aktion, um Radfahrern zu zeigen, dass Sie auf Gehwegen nicht zu fahren haben. Leider wissen oder wollen das viele Radfahrer nicht wissen.
    Zum linken Radweg kann jeder radfahrer seine Beschwerde an die StVB schicken. und gegebenefalls um Aufhebung der Benutzunspflicht bitten. Leider tun das aus Unwissenheit viel zu Wenige der Betroffenen. Lieber begehen sie einen Regelverstoß (Gehwegradeln) weil die Polizei in den meisten Fällen ja wegschaut, außer ein Hoher beamter hat eine speziellen Tagesbefehl herausgegeben. Dann machen die selben Beamten die sonst wegsehen Jagd auf Gehwegradler….. Befehlsempfänger halt.

  2. Ich kann aus dem Artikel nicht herauslesen, dass der Radweg linksseitig benutzungspflichtig ist, es ist von benutzbar die Rede. Kennt jemand die genaue Ausschilderung?

    I.Ü. begrüße ich grundsätzlich Vorgehen gegen Gehwegradler, auch wenn dieses Problem durch die Dramatisierung des Fahrbahnradelns und die Verbreitung von Radwegen auf vormaligen Gehwegen zum Teil hausgemacht ist. Objektiv bleibt die Gehwegbenutzung sehr gefährlich für Radfahrer und ist zudem fremdgefährdend.

    M.E. zeigt neben den Unfallstatistiken auch die neue UDV-Studie (z.B. S 78/79) wieder auf, wie gefährlich Gehweradeln wirklich ist. Auch ein überproportionaler Anteil der Unfälle im „Mischverkehr“ findet eigentlich zwischen Abbiegern (mehrheitlich Linksabbieger) und Gehwegradlern statt.

    1. „Flensburg. Schon heute „heizen“ angstfreie Radfahrer die Fördestraße auf der rechten Fahrbahnseite mit bis zu 40 Kilometer pro Stunde hinunter bis zur Kelmstraße – verbotenerweise. Denn auf der linken Seite befindet sich ein Radweg, der in beiden Richtungen zu befahren ist, obwohl er viel zu schmal ist.“

      http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/bahn-frei-fuer-radler-an-der-foerdestrasse.html

      Aber selbstverständlich ist der Radweg benutzungspflichtig und damit ist die Aktion der Polizei schlicht vollkommener Wahnsinn. Die Radfahrer fahren jedenfalls auf dem rechten Gehweg sicherer als auf linksseitigem Radweg. Wiederum ein Beitrag aus dem Irrenhaus namens „deutsche Verkehrspolitik“.

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