Fahrradhelm-Studie: Hannelore-Kohl-Stiftung ist entsetzt

Die ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung gilt als eine der größten Befürworterinnen des Fahrradhelmes. In der Vergangenheit fiel die Stiftung, die Unfallopfern mit Schäden des Zentralen Nervensystems hilft, immer wieder mit Äußerungen auf, dass man dort den Fahrradhelm als universelles Mittel im Kampf gegen Schädel-Hirn-Verletzungen sieht — tatsächlich ist aus wissenschaftlicher Sicht die Schutzwirkung so eindeutig und umfassend, wie es häufig dargestellt wird. Zu der so genannten Helmpflicht-Studie aus Münster schreibt die Stiftung: Warum Helm? – Kopfverletzungen lassen sich nicht in Euro berechnen

Und was die Stiftung dort schreibt, ist sicher nicht komplett verkehrt: Menschenleben und Gesundheit lassen sich nur schwer finanziell aufrechnen — und solche Rechnungen bekommen stets einen recht unappetitlichen Beigeschmack. Was sich aber berechnen lässt, und das nennt die ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung trotzdem noch ein „zynisches Ergebnis“, sind die gesundheitlichen Auswirkungen: Während sich die positiven Auswirkungen Fahrradhelm-Pflicht nur im überschaubaren Maße in der Unfallstatistik niederschlagen werden, dürften sich der Radverkehrsanteil je nach Studie merklich bis ganz erheblich reduzieren — und zwar immerhin soweit, dass der zusätzliche Mangel an körperlicher Bewegung, der mit der Nutzung von Kraftfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln einhergeht, direkte Auswirkungen zeigt.

Recht schwer tut sich die Stiftung allerdings mit ihrer Positionierung gegenüber einer Fahrradhelm-Pflicht: Angesichts der unklaren Rechtsprechung befürchtet die Stiftung eine generelle Mitschuld bei Unfallopfern, die ohne Helm unterwegs waren.

3 Gedanken zu „Fahrradhelm-Studie: Hannelore-Kohl-Stiftung ist entsetzt“

  1. Nicht! Die Schutzwirkung ist nicht so eindeutig und umfassend, wie häufig dargestellt. Und selbst so wäre der Text noch ziemlich beschönigend. Es gibt definitiv keinen wissenschaftlich haltbaren, also insbesondere reproduzierbaren Beleg dafür. So etwas wie einen Crashtest mit vollständigem Dummy. Hier hinken übrigens die gerne vorgebrachten Vergleiche mit dem Sicherheitsgurt und dem Gemaule der Autofahrer bei der Einführung der Gurtpflicht. Dass ein angeschnallter Autofahrer bei einem Frontalaufprall geringeren Kräften ausgesetzt ist als ein nicht angeschnallter, steht nämlich außer Frage.

  2. Bezeichnend, Malte, dass du sogar die Zentralrat der Juden ist entsetzt Witze nachplapperst. Ich hatte dich schon einmal darum gebeten, stärker auf deine Wortwahl zu achten, aber stattdessen zeigst du hier wieder deine hässliche Nazi Fratze. Du kannst ja wieder bei Facebook heulen gehen, dass dich keiner mag oder du überlegst, woran das liegen könnte.

  3. Nazi-Fratze? WTF?

    Zum Thema fand ich sehr interessant ein kurzes Youtube-Video von Hövding, dem Hersteller des Fahrradairbags. Dort wurden die Beschleunigungswerte angegeben, die bei verschiedenen Fahrradmodellen im Standardprüfverfahren auf das Gehirn einwirken. Der Hövding lag deutlich darunter – für mich ein weiterer Anhaltspunkt, dass die herkömmlichen Helme nicht viel bringen.

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