Fahrradhelm getragen, Kiefer gebrochen

Über so manche Unfallmeldung möchte man eigentlich gerne laut lachen, gäbe es nicht in der Regel einen ziemlich ernsten Hintergrund, der so zum Lachen in der Regel gar nicht ist: Zwölfjähriger bricht sich bei Radunfall den Kiefer

Unter der Überschrift verbirgt sich eine Meisterleistung von einem Unfallbericht, der seinen Weg auch auf andere Nachrichtenportale fand:

Schwer verletzt hat sich am Samstagmittag ein Junge bei einem Sturz vom Fahrrad zu. Der Zwölfjährige war erst seit gerade mal zwei Minuten stolzer Besitzer eines Mountainbikes und befand sich in Begleitung seiner Mutter auf der ersten Fahrt. Zu seinem großen Glück hatte er einen Fahrradhelm auf. Da der Junge noch nicht mit der neuen, sehr effektiv wirkenden, Bremse seines Fahrrades vertraut war, blockierte sein Vorderrad beim Bremsen und er überschlug sich. Dabei stürzte der Zwölfjährige dermaßen auf seinen Kopf, dass er sich den Kiefer gebrochen hat. Dass es nicht zu noch schwereren Verletzungen kam, hatte der Junge allein seinem Fahrradhelm zu verdanken. Dieser hatte seine Schutzfunktion voll erfüllt und den Jungen vor schweren Schädelverletzungen bewahrt. Der Helm war nach dem Aufpralls gebrochen. Die Polizei nimmt diesen Unfall noch einmal zum Anlass, auf die segensreiche Wirkung von Fahrradhelmen hinzuweisen. Radfahrer sollten zum eigenen Schutz einen Helm tragen, das gelte auch für Erwachsene, die den Kindern als gutes Beispiel vorangehen sollten.

Donnerwetter, diese Fahrradhelme scheinen ja wirklich eine tolle Sache zu sein. Schade nur, dass über den eigentlichen Unfallhergang nicht so sehr viel erzählt wird. Der Junge muss ja durchaus kräftig auf den Kopf gefallen sein, dass es sogar den Helm zersplittert, andererseits scheint er zunächst mit dem ungeschützten Teil seines Kopfes aufgeschlagen zu sein, sonst wäre ja nicht der Kiefer gebrochen. Man muss nun gar nicht orakeln, ob wohl der Fahrradhelm tatsächlich schlimmeres verhindert hat oder nicht oder ob er gar nicht wirkt oder was auch immer: dass die Hälfte der Pressemitteilung für einen Lobgesang auf den Fahrradhelm draufgeht, das ist doch befremdlich.

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