Erste Radlspur in München gesichtet

Das ist ja schon fast süß. Nach wochenlangen Straßenarbeiten ist die Münchener Abendzeitung von ziemlich vielen weißen Linien auf der Fahrbahn verwirrt: Was kann diese Radlspur?

Wochenlang hat die Stadt an der Kapuzinerstraße gebuddelt. Die neue Fahrbahn hat jetzt viele weiße Linien. Was das bringen soll…

Mit der Kamera machte man sich auf den Weg und verfolgte die seltsamen Linien. Fehlt eigentlich nur noch, dass man die Radfahrer ganz ehrfürchtig als Außerirdische bezeichnet hätte.

Leider geht aus den Fotos nicht hervor, ob es sich denn tatsächlich um einen Radfahrstreifen handelt: Offenbar fehlen die dazu obligatorischen Zeichen 237, so dass es sich prinzipiell um einen Seitenstreifen handelt — und der steht auch Kraftfahrzeugen zum Parken zur Verfügung. Immerhin hält der Streifen hinreichend Abstand zu parkenden Kraftfahrzeugen, das gelingt in anderen Städten nicht einmal ansatzweise so gut.

6 Gedanken zu „Erste Radlspur in München gesichtet“

  1. Nee, kein Seitenstreifen. Da es sich um Zeichen 295 StVo handelt ist es leider leider verboten diese Linie zu überfahren.
    So ein Mist, keine Parkplätze! 😉 Wird aber eh‘ keinen interessieren…

  2. Auch wenn mal wieder nciht 100%ig klar ist, ob man hier mit dem Auto parken oder die Linie überhaupt überfahren darf: dieser Ansatz(!!) eines Fahrradstreifens ist so ziemlich das Beste, was ich in DE bisher gesehen habe. Eigentlich traurig…

  3. Die durchgezogene Linie ist juristisch wie praktisch inkonsequent. Einerseits dürfen Autofahrer die Linie wohl überfahren, um zu parken. Ob dann im Gegenzug auch Radfahrer auf die nächste Spur dürfen, um Langsamradler zu überholen, bleibt offen. So geht das nicht. Wenn eine Radspur, dann als gleichberechtigte Fahrbahnspur mit durchbrochener Linie und Fahrradsymbolen. Rechtlich ähnlich zu sehen wie die rechte Spur für LKW und Langsamfahrer auf einer Autobahn. Der Radfahrer wäre gehalten, die rechte (Fahrrad-)Spur zu benutzen, darf diese aber für Überhol- und Einordnungsvorgänge (z.B. zum Linksabbiegen) verlassen. Sonderregelungen, Fahrradampeln und ähnlich nervender Kram überflüssig.

    1. Aber ich bitte dich ! Bei Radwegen, Radstreifen usw. geht es doch nur darum, die Gefahr zu bannen, das Autofahrer beim Passieren eines Radfahrers den Fuß vom Gaspedal nehmen müssen. Die Erlaubnis für Radfahrer links der Markierung zu fahren würde dieses Konzept zunichte machen.

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