Erhöhte Unfallgefahr vor dem Schultor

Es ist schon ein Teufelskreis: weil Eltern den Schulweg ihrer Kinder für irrational gefährlich halten, findet der Transport im so genannten Mamataxi statt — mit dem bedenklichen Effekt, dass die Unfallgefahr auf dem Schulweg ganz gewaltig in der Nähe der Schule steigt, wo mit waghalsigen Manövern versucht wird, den eigenen Nachwuchs mit dem Auto möglichst nahe am Eingang abzuliefern. Womöglich resultiert diese Gefährdung dann darin, dass noch weitere Mütter ihren Nachwuchs lieber mit dem Auto zur Schule kutschieren, so dass die Unfallgefahr weiter steigt…

In der Presse klingt das dann so:

Die „Eltern-Taxis“ kommen im Schwarm an, das absolute Halteverbot vor dem Schulgelände im Andersenweg beachtet kaum jemand. Besonders dreiste Mütter wenden hier sogar, um rückwärts bis zum Schuleingang zu fahren, damit ihre Schützlinge keinen Meter laufen müssen. „Ich habe schon oft versucht, den Eltern das Halteverbot dort zu erklären“, sagt Lutz Krause vom Ordnungsamt Nuthetal. So kam es bereits vor, dass der Notarztwagen aufgrund des Elternverkehrs nicht zu einem Nachbarhaus der Schule fahren konnte.

Die Märkische Allgemeine schreibt über eine Aktion der Polizei, mit den Schulkindern sicher zur Schule zu radeln: Rehbrücker Aktion will Kinder zum Fahrradfahren ermutigen

Ein Gedanke zu „Erhöhte Unfallgefahr vor dem Schultor“

  1. Leider ist dies kein Einzelfall 🙁
    Auch an unserer Grundschule wird wohl schon die Mehrheit der Kinder mit dem Auto gebracht. Appelle von Schulleitung verhallen ungehört…

    Besonders schön ist aber, daß gleichzeitig nicht im geringsten auf die Verkehrssicherheit der Fahrräder der Sprösslinge geachtet wird. Dies haben wir bei einem „Verkehrssicherheitstag“, bei dem der Schulverein die Räder überprüft hat, festgestellt. Den Artikel aus der örtlichen Presse gibt es hier:
    http://www.pinneberger-tageblatt.de/nachrichten/lokales/halstenbekrellingen/halstenbekrellingen/artikeldetails/article/1709/fahrrad-check-schockierendes-ergebnis.html?no_cache=1&cHash=5d840210f8306faf467002199d4106f8

    Als vor kurzem bei den öffentlich rechtlichen in illustrer Runde über das Thema „Generation Weichei“ diskutiert wurde, wurden lange sachliche Argumente ausgetauscht. Als der Gespräch aber darauf kam, daß Eltern Ihre Grundschul-Kinder vermehrt zur Schule bringen (Beispiel war eine Schule, wo 1990 KEIN Kind abgeholt wurdem während heute die „Abholquote“ bei 60% liegt) gingen den Befürwortern die Argumente aus. Da hieß es dann nur noch: „Nun lassen Sie uns doch.“ und „Dies muss doch jeder für sich entscheiden.“

    Zum Schluss noch was selbst erlebtes:
    Sohn Nr. 1 fuhr schon mit dem Rad zum Kindergarten (auf dem Gelände der Schule). Da Sohn Nr. 2 langsamer war, durfte er vorfahren. JA, ich weiß was ich meinen Kindern zutrauen kann ;-). In der SPIELSTRASSE vor der Schule holte ich ihn ein. Er stand an einer Kreuzung und vorne kam die endlose Karavane der Mamataxis, die nach links abbogen (ergo hatte er Vorfahrt). „Papa, ich komm hier nicht rüber….“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.