Elektroräder sind noch immer keine Todesmaschinen

Es wird einem tatsächlich schon ein bisschen bange, wenn gerade ältere Verkehrsteilnehmer, die aus verschiedenen Gründen das Fahrrad bislang gemieden haben, aufs Elektrorad steigen und plötzlich mit 25 Kilometern pro Stunde oder schneller durch die Gegend sausen, ohne diese Geschwindigkeiten gewohnt zu sein, ohne überhaupt ein vernünftiges Bremsmanöver jenseits der sonst üblichen 15 Kilometer pro Stunde bestanden zu haben.

Glücklicherweise schlägt sich das nicht so drastisch in der Unfallstatistiken nieder wie ein Artikel des Schweizer Tagesanzeigers suggeriert, schreibt Iwan Schenker: Todesfalle E-Bike

2 Gedanken zu „Elektroräder sind noch immer keine Todesmaschinen“

  1. Ich würde mal behaupten, dass die Alten über 60 gerade kein Problem sind, weil diese nach meinen Beobachtungen mit eher moderatem Tempo (15 – 20 km/h) fahren. Ganz anders jüngere Fahrer, die tendenziell mit höchster Unterstützung auf unübersichtlichen Radverkehrsanlagen locker mit bis zu 30 km/h (25 km/h + Fabrikationstoleranz) dahinjagen. Und das Marketing zielt ja neuerdings genau auf solche Pseudosportler. Ein Schuss, der allerdings nach hinten losgehen muss, weil dann aufgrund dann steigender Unfallzahlen der rechtliche Status des Pedelecs als normales Fahrrad langfristig nicht mehr zu halten sein wird.

  2. Nu ja, die Unfallzahlen kommen schon noch zusammen. Hier in Hamm hat es kürzlich zwei Unfälle gegeben, wo der Versursacher ein Pedelec gefahren hat.
    Einmal ein Alleinunfall eines Jungrentners, wohl ausgelöst durch zuviel Alkoholkonsum – div. Knochenbrüche. Wäre auf einem normalen Rad vermutlich auch passiert, nur halt bei eher geringerer Geschwindigkeit.
    Der andere Fall passt hervorragend in das sich neu öffnende Problemfeld. ein 57-jähriger Mann will mit seinem Pedelec zwischen zwei nebeneinander fahrenden Frauen und auf einem kombinierten Fuß-/Radweg durchfahren, es kommt zu einer Berührung, der Pedelec-Pilot bekommt Probleme, gerät irgendwie an eine Kante (der „Radweg“ entlang jener Straße ist unter aller Sau, wie die meisten „Radwege“ in der fahrradfreundlichen Stadt, die den Fahrradklimatest in ihrer Kategorie und in dem Bundesland „gewonnen“ hat) und stürzt schwer – Krankenhaus.

    Mir begegnen jetzt auch immer mehr Menschen mit offenkundig zuwenig Fahrerfahrung und Radbeherrschung, die mit den Stromdingern durch die Gegend … „fahren“. Ich bemühe mich da stets nen Extra-Abstand zu halten, wenn ich sie überhole.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.