Driescher Kreisel: Noch schlimmer als der Ochsenzoll-Knoten?

Gefunden von @hgdrn: Das lustige Ratespiel mit sieben Fehlern und der großen Frage, wer eigentlich was am Kreisverkehr darf. Und es ist tatsächlich alles da: Kreisverkehr, Fußgängerüberwege, undurchsichtige Regelungen von Radfahrer um den Kreisverkehr herum, „Radfahrer absteigen“-Beschilderungen und sogar eine Schienenbahn! Und einem Fußgängerüberweg über die Gleisanlagen! Und weil das ja eh niemand kapiert und Fußgänger auf Fußgängerüberwegen keine Vorrechte haben, wird der Fußgängerüberweg mit einer Schrankenanlage bei Querung der Bahn gesichert. Da hat man sich ja wirklich Mühe gegeben, das Problem am Ochsenzoll-Kreisverkehr noch einmal zu toppen.

Dementsprechend stellt der Kölner Stadt-Anzeiger nüchtern fest: Für Radfahrer ungeeignet

Am Umbau des Driescher Kreisels regt sich Kritik: Für Radfahrer ist der Kreisverkehr wenig komfortabel. Sie weichen daher vielfach auf die Fußgängerüberwege aus. Carsten Vogt aus Bergisch Gladbach schlägt Lösungen vor.

Auch dort behauptet die Stadtverwaltung, das Radfahren über den Fußgängerüberweg wäre nicht erlaubt. Man kann auf dem Fotomaterial nicht genau erkennen, wie genau dort mit dem Radverkehr umgesprungen wird, aber wenn man überall Fahrrad-Piktogramme aufmalt, braucht man sich eben nicht zu wundern, wenn auch Radfahrer dort herumfahren wollen und womöglich sogar noch mit der Vorfahrt der Kreisfahrbahn im Rücken über den Fußgängerüberweg radeln.

2 Gedanken zu „Driescher Kreisel: Noch schlimmer als der Ochsenzoll-Knoten?“

  1. Der Kölner Stadtanzeiger hat gleich noch eine prima Umfrage eingebaut, mit der er zeigen kann, dass er die von ACE&Co verbreiteten Unsinnsmeldungen auch verstanden hat: „Was halten Sie von der Regelung, dass Radfahrer vor Zebrastreifen absteigen müssen?“

  2. Bis auf die Ausfahrt Richtung Gohrsmühle, dort verlaufen die Schienen in einem extrem spitzen Winkel, lässt sich der Kreisverkehr hervorragend auf der Fahrbahn befahren.

    Der „Drischer Kreisel“ ist übrigens der Auslöser, warum ich mich überhaupt mit Radverkehrsrecht näher beschäfigt habe und er ist der Grund, warum ich nicht im ADFC bin.
    Ein nicht unbekanntes ADFC Mitglied hat mir nämlich erzählt, dass Einzelpersonen sowieso nichts ausrichten könnten und ich doch lieber bei Ihnen mitmachen solle. Dann bin ich auf deren Website
    auf folgende Information gestoßen: – Das Planungsbüro, welche diese Verkehrsführung entworfen hat, ist Fördermitglied des ADFC Köln!

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