Ein Gedanke zu „„Die Zeit des großen Autobahnbaus ist vorbei““

  1. wenn heute neue Verkehrsinfrastruktur ausserorts in Betrieb genommen wird, staune ich fast immer wie autofixiert die Planer aber insbesonderer die Baulastträger sind. Fahrspuren doppelt so breit wie ein Kfz, elegant geschwungene Radien, mit einer Entwurfsgeschwindigkeit geplant, die hohe Geschwindigkeiten im Auto wie das Dahingleiten in einer Tempo 30 Zone anfühlen lassen.

    Mitten in einem dicht bebauten Neubauwohngebiet wird ein Supermarkt eröffnet, direkt angeschlossen eine Tiefgarage mit 2,5m breiten Stellplätzen für den SUV, man kann mit dem Auto bis 15m an die Kasse heranfahren. Kein Scherz. Parken bis 90min gratis. Radstellplätze sucht man vergebens.
    Das kuriose ist dass ein Großteil der Kunden zu Fuß oder mit dem Rad kommt.

    In einer Stadt, wo die Mietpreise für Wohnraum bei 14EUR kalt/Monat liegen, kostet ein Anwohner-Parkplatz 30EUR/Jahr. Damit ist Wohnfläche (ein Parkplatz sei 10qm) 56 x teurer als ein Parkplatz.

    Bei so einer Infrastruktur ist es klar, dass die Bevölkerung es als gottgegeben hinnimmt, dass das Auto unverzichtbar ist und in allen Lebenslagen die beste Transportlösung ist.

    Eine Verkehrsplanung die Fussgänger und Radfahrer um die Autos , nur dort wo noch ein bisschen Platz ist, herumdrapiert, wird es leider noch lange geben.

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