2 Gedanken zu „Deutsche Elektromobilität krankt an der Reichweite“

  1. Der letzte Satz des verlinkten Artikels ist definitiv der beste 🙂

    Ich glaube nicht an einen Durchbruch des Elektroautos. Nicht nur die mangelnde Reichweite und die hohen Preise, sondern auch die begrenzten Ladezyklen der Batterien stehen seinem Erfolg im Wege. Würde man nur einen Bruchteil des derzeitigen MIV auf Elektroantrieb umstellen, stiege der Strombedarf sprunghaft an; es wären neue Kohlekraftwerke und AKW notwendig und die vielbeschworene Energiewende hätte sich erledigt. Im Elektroauto sehe ich ein Nischenprodukt, etwa für großstädtische Carsharing-Pools oder für innerstädtischen Lieferverkehr.

    Dabei gibt es bewährte und alltagstaugliche Elektromobilität seit über 130 Jahren: 1879 stellte Werner von Siemens die erste elektrische Lokomotive vor. Elektrische Bahnen können bei geringem Platzbedarf große Verkehrsströme im Fern-, Regional und Stadtverkehr bewältigen. Sie sind durch Oberleitungen oder Stromschienen von verschleißanfälligen und schweren Akkus unabhängig, durch den geringen Reibwert Rad/Schiene sehr energiesparend und aufgrund ihrer Spurgebundenheit und umfangreicher Zugsicherungssysteme die sichersten erdgebunden Verkehrsmittel überhaupt.

    Was unsere Politiker von Elektromobilität halten, zeigen ihre Taten: In Hessen schaffte die CDU/FDP-Landesregierung die Zuschüsse für die Beschaffung neuer Fahrzeuge bei Verkehrsunternehmen ab, in Hamburg ließ der SPD-Senat die Stadtbahn zugunsten stinkender Dieselbusse wieder in der Schublade verschwinden.

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