Der Markt bietet keine passenden Helme an

Dieses Interview im Kölner Stadt-Anzeiger ist eigentlich nichts besonderes: „Mit Fehlern der Autofahrer rechnen“

Doch am Ende heißt es plötzlich:

Das heißt, dass man für ein E-Bike ein amtliches Kennzeichen, spezielle Bereifung, Spiegel oder spezielle Beleuchtung braucht?

Mertens: Man braucht eine Haftpflichtversicherung, ein Versicherungskennzeichen wie bei einem Mofa, den Führerschein Klasse „M“, und es besteht grundsätzlich Helmpflicht. Wobei man sagen muss, dass der Markt auch keine passenden Helme anbietet. Der klassische Fahrradhelm reicht eigentlich nicht aus, ist aber besser als gar kein Helm. Rein rechtlich müsste man einen Integralhelm tragen – das macht nur niemand.

Der klassische Fahrradhelm reicht nicht nur bei den bis zu 45 Kilometer pro Stunde elektrisch angetriebenen Fahrrädern nicht aus, dessen Schutzwirkung versagt eigentlich schon bei sehr viel geringeren Geschwindigkeiten. Auch auf dem normalen Fahrrad wäre wenn überhaupt ein Integralhelm notwendig.

Interessant, dass die Polizei das wenigstens bei elektrisch angetriebenen Rädern so sieht. Theoretisch ginge damit allerdings ein Verkehrsverbot für derartige Fahrzeuge einher, denn die Straßenverkehrs-Ordnung verlangt nunmal nach einem geeigneten Schutzhelm. Irgendeine Styroporschale, die sogar nach Meinung der Polizei nicht ausreicht, genügt dieser Vorschrift nicht.

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