„Der bisherige Minister für Verkehr, Peter Ramsauer, könnte womöglich das Kabinett verlassen.“

Die bezüglich der Radverkehrspolitik wohl wichtigste Meldung im Zuge der Bildung der Großen Koalition ist ein Wechsel im Bundesverkehrsministerium. SPIEGEL ONLINE schreibt dazu:

Von den anderen zwei CSU-Posten steht bisher nur einer fest:

  • Noch-CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt soll nach SPIEGEL-Informationen das um die digitale Infrastruktur erweiterte Verkehrsministerium übernehmen. Zuvor war er für den Bereich Ernährung und Landwirtschaft im Gespräch.
  • Der bisherige Minister für Verkehr, Peter Ramsauer, könnte womöglich das Kabinett verlassen.

Genau wie sein Vorgänger ist Alexander Dobrindt offenbar, naja, jemand, der gerne aneckt. Es wäre außerordentlich interessant zu erfahren, warum Ramsauer aus dem Kabinett ausscheidet: Man munkelt, seine nicht gerade mit von politischen Erfolgen gezeichnete Amtszeit könnte der primäre Grund sein. Schließlich war es sein Ministerium, das Deutschland eine quälend lange Zeit ohne gültige Straßenverkehrs-Ordnung bescherte, die dann schnell zurecht gemachte Neufassung aufgrund der sprachlichen Komplexität der Lächerlich preisgab und persönliche Herzensangelegenheiten wie die Punktereform oder das Wechselkennzeichen für Kraftfahrzeuge medienwirksam in den Sand setze.

Mal sehen, was in den nächsten Jahren passiert.

4 Gedanken zu „„Der bisherige Minister für Verkehr, Peter Ramsauer, könnte womöglich das Kabinett verlassen.““

  1. Eine besonders fahrradfreundlich Politik ist nicht zu erwarten. Obwohl mit dem Image als Haudrauf belastet, erwarte ich eine zumindest neutralere Ausrichtung als unter RamSauer, ganz einfach weil der Neue intelligenter ist.

    Wenn Deutschland viel Glück haben sollte, ist der neue Min so klug, und schlägt eine völlig neue Ausrichtung der Verkehrspolitik ein und macht die Infrastruktur fit für die nächsten Jahrzehnte.

    Zu erwarten und am Wahrscheinlichsten ist das weitere Umlenken der Geldströme nach Bayern unter weiterer Bevorzugung des motorisierten Verkehrs.

    1. Was der Dobrindt für eine Radverkehrspolitik in petto hat, weiß ich nicht, ich würd da auf nix gutes hoffen wollen.
      Sein Justiz-Kabinettskollege hat sich da ja jedenfalls schonmal festgelegt:

      Unfallforscher und Ärzte sprechen sich immer wieder für eine Helmpflicht
      für alle Radfahrer aus. Auch der
      Verkehrsminister des Saarlands, Heiko Maas,
      sowie seine Kollegen Winfried Herrmann aus Baden-Württemberg und Christian
      Carius aus Thüringen unterstützen ein solches Gesetz.

      Artikel im Stern.
      Kann der Maas sowas gegen den Verkehrsminister durchsetzen? Würd der sowas überhaupt ablehnen?

    1. „Warum muss man gerade den nehmen? “

      Das ist bei Pöstchenschiebern so üblich, wer sich weit genug nach oben gedient hat, dabei wiederholt öffentlich unter Beweis gestellt hat, dass er oder sie OHNE rot zu werden oder verlegen zu wirken, perfekt lügen kann, selbst den gröbsten Mist noch als süße Tomate zu verkaufen weiß und sich – in diesem Fall – auch noch als Double von Kai Diekmann präsentiert, was einen dann wohl als bekennenden Fan der Springer Presse klassifiziert, der/die/das wird zwangsläufig als Muttis Minister enden, ODER als Ministerpräsident.

      Ich glaub ich hab den Typen jetzt schon gefressen. Da kann einfach keine hirngeleitete Politik bei herauskommen.

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