„Das sind keine hartgesotteten Radler, sondern Idioten“

Sabine Dobel schreibt in der WELT über das Radfahren im Winter: So kommen Sie mit dem Rad gut durch den Schnee

Viele Menschen in deutschen Großstädten nutzen auch im Winter das Rad für kurze Strecken. Damit die Fahrt nicht im Krankenhaus endet, geben Experten Tipps, wie die Zweiräder winterfit werden.

Eigentlich bloß ein kleiner, netter Artikel über Spikes und ungeräumte Radwege, eigentlich nichts, was die westliche Zivilisation an den Rande des Weltunterganges treiben könnte. Die Kommentatoren sehen das allerdings anders: Fahrradfahren im Winter sei unverantwortlich, alle Radfahrer seien Idioten, Radfahren müsse verboten werden, nehme denn niemand Rücksicht auf die Kraftfahrer?!?

Entweder ist die WELT, also die Zeitung, nicht die Erde, von Trollen bevölkert oder der übliche Radfahrer-Kampf-Reflex griff schon bei der Überschrift, ohne dass jemand den Artikel eigentlich gelesen hätte. Falls solche Verkehrsteilnehmer auch mit dieser Ansicht am Steuer sitzen, wird das Radfahren im Winter tatsächlich gefährlich.

3 Gedanken zu „„Das sind keine hartgesotteten Radler, sondern Idioten““

  1. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass das nur eine Minderheit mit geringem Hirnvolumen ist. Anzusehen bei allen großen Portalen, wo jeder Artikel getrollt wird.
    (Sind bestimmt immer die selben. Vielleicht sollte man mal eine Studie über Kommentatoren bei SPON, WELT und co. anfordern.)

  2. Leider besteht wohl die deutsche Bevölkerung zu einem deutlich größeren Teil aus Idioten, als man vermutet hätte. Ich persönlich lege die hirnlosen Kommentare als ein letztes verzweifeltes Aufbäumen vor der Resignation aus. Die Autoverliebten spüren sehr genau, wie ihre Felle davon schwimmen.

    Abgesehen von einigen wenigen Menschen, die tatsächlich kaum eine Alternative zum Auto haben (dieses aber dann auch als notwendiges Übel und nicht als Spaßgerät oder Statussymbol betrachten), sind eher diejenigen die Idioten, die nicht nur der Meinung sind, sie seien „aufs Auto angewiesen“, sondern daraus auch noch ein vermeintliches Recht auf Tempo 50 als Mindestgeschwindigkeit ableiten. Wobei interessanter Weise ein Stau als Behinderung „akzeptiert“ wird, während ein Radfahrer auf der Fahrbahn selbst dann als unerträgliches Hindernis empfunden wird, wenn man dadurch lediglich kurz Abbremsen und überholen muss.

    In Städten ist die Zeit des Autos abgelaufen…

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