Fahrrad-Parkplätze verzweifelt gesucht

Das Rad hat gegenüber dem Kraftfahrzeug den Vorteil, fast überall abgestellt werden zu dürfen. Sobald man aber einen sicheren Fahrradparkplatz sucht, wird’s in der Hansestadt eng: Fahrrad-Parkplatz in Hamburg gesucht

Vielerorts fehlen in der Hansestadt Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die Stadt hat den Überblick über „1000-Bügel-Programm“ verloren.

Hamburg: Sicherheit statt Helmpflicht

Die Hamburger Begeisterung für eine Helmpflicht hielt der politischen Debatte nicht mehr stand: Helmpflicht für minderjährige Radfahrer: SPD rudert zurück

CDU verliert Partner für Bundesratsinitiative. Jetzt soll lediglich „sensibilisiert und thematisiert“ werden, heißt es im Verkehrsausschuss.

Statt stumpf einen Helm aufzusetzen, sollen Radfahrer in einer Kampagne die Vorzüge eines Helmes kennenlernen — und immerhin auch für die Verkehrsregeln sensibilisiert werden. Vielleicht ist das tatsächlich der richtige Weg, um das unfallträchtige Geister- und Gehwegradeln abzustellen. Sogar Kraftfahrzeugführer sollen lernen, mit den schwächeren Verkehrsteilnehmern richtig umzugehen. Man wird abwarten müssen, ob die Kampagne tatsächlich spürbare Ergebnisse bringt. Besser als eine Helmpflicht ohne flankierende Maßnahmen ist die Idee allemal.

Goldene Palme für den Hamburger ADFC

Neuigkeiten aus der Hansestadt: ADFC Hamburg freut sich über Goldene Palme

Der ADFC Hamburg und der Radreiseveranstalter „Die Landpartie“ sind mit der Goldenen Palme der Zeitschrift GeoSaison ausgezeichnet worden. Sie erhielten den begehrten Preis in der Kategorie „Aktiv- und Genießerreisen“ für ihre gemeinsam veranstaltete Etappenreise von Hamburg nach St. Petersburg. Die „Goldene Palme“ wird jährlich auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) verliehen.

Wie die Busbeschleunigung den Verkehr ausbremst

Das war wohl nichts: Mit der Busbeschleunigung an lichtzeichengeregelten Kreuzungen sollte die Fahrtzeit mit dem öffentlichen Nahverkehr um ganze zwanzig Prozent reduziert werden. Tatsächlich verkürzt sich die Fahrzeit aber nur um acht Prozent, der motorisierte Individualverkehr hingegen braucht ganze vierzig Prozent länger und das ganze geht natürlich zu Lasten der Fußgänger und Radfahrer; das hat zumindest eine Untersuchung ergeben: Busbeschleunigung: Experte bezweifelt Senatskonzept

Das Ergebnis ist aus Hamburger Sicht ernüchternd: Auch wenn öffentliche Verkehrsmittel konsequent Vorrecht erhalten, kann die Fahrzeit durchschnittlich nur um rund acht Prozent verkürzt werden. Ziel des Senates sind eigentlich bis zu 20 Prozent. (…) Friedrich weist zudem darauf hin, dass der Autoverkehr um bis zu 40 Prozent langsamer vorankommt, wenn Busse an Ampeln klar im Vorteil sind. Und auch Radfahrer und Fußgänger müssten laut einer Untersuchung in sechs Großstädten teilweise „inakzeptabel lange Wartezeiten“ in Kauf nehmen.

Ob die Busbeschleunigung unter diesen Voraussetzungen noch sinnvoll ist, mag jeder selbst beurteilen. Immerhin hatte Wolf Wegener mit seinen Thesen gar nicht so sehr unrecht.

Relativ peinlich auch für Hamburgs Nachbarstadt Wedel: dort wurden in den letzten Wochen die Lichtzeichenanlagen entsprechend umgerüstet. Obwohl die Busbeschleunigung dort noch gar nicht in Betrieb ist, haben die geänderten Ampelphasen bereits jetzt Auswirkungen auf Radfahrer, denn die Lichtzeichenanlagen schalten nur noch nach Bedarf, wenn sich ein Kraftfahrzeug auf der Induktionsschleife bemerkbar macht — und keine der Schleifen reagiert auf Radfahrer. In den späten Abendstunden können allenfalls ganz geduldige und regeltreue Radfahrer der freundlichen Bitte widerstehen, doch gerne bei Rot über die Kreuzung zu fahren.

ADFC: Umwelt- und fahrradfreundliches Hamburg nur ein Lippenbekenntnis

Der Hamburger ADFC reagiert auf die mangelhafte Fahrradförderung in der Hansestadt: ADFC kritisiert mangelhafte Radverkehrsförderung

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club kritisiert den Senat für seinen Umgang mit der sogenannten Radverkehrsstrategie in Hamburg.

„Bislang ist keine der aufgeführten Maßnahmen umgesetzt worden“

hamburgize berichtet über die Neuigkeiten der Hamburger Radverkehrsstrategie — da gibt es nämlich kaum welche: Hamburgs Radverkehrsstrategie in Gefahr – SPD hat kein Bock auf ernsthafte Radverkehrsförderung

Großartig sind auch die Antworten des Senats auf eine Große Anfrage der GAL, wo dann solche Sätze auftauchen:

Bislang ist keine der aufgeführten Maßnahmen umgesetzt worden, weil die mit der praktischen Umsetzung einhergehenden Herausforderungen bei Gründung der Projektgruppe am 4. Oktober 2010 unterschätzt worden sind.

Promi-Taxifahrer flüchtete mit quietschenden Reifen

Zur Abwechslung etwas Boulevard: Promi-Taxifahrer Mohammad N. ist ein Schläger

Am 20. Mai hatte, so die Anklage, der Taxifahrer einem Radfahrer (46) am Hegestieg die Vorfahrt genommen. Dann beschimpfte und provozierte der 40-Jährige den Radler, verfolgte ihn und rammte schließlich mit seinem VW Touran das Rad. Der 46-Jährige schleuderte gegen ein geparktes Auto und stürzte schwer. Das Opfer erlitt Knie- und Handverletzungen. Das Rad hat nur noch Schrottwert. Der Täter flüchtete mit quietschenden Reifen.

Unabhängig davon kam die MOPO nicht umhin, den Wert des Artikels noch mit ein paar privaten Fotos aus der Kamera des Taxifahrers zu steigern.

Sonntag: ADFC Radreise-Messe in Hamburg

Nicht vergessen: am Sonntag, den 4. März, findet ab 11 Uhr die 17. Hamburger Radreise-Messe im Congress Centrum Hamburg statt:

Die Aussteller präsentieren die schönsten Reiseziele, die richtige Ausrüstung und Bekleidung und die neusten Räder vom Reiserad bis zum Pedelec. Sehr beliebt sind die Fahrrad-Testfläche sowie die Vorträge und Dia-Shows. Außerdem erhalten die Besucher individuelle Tipps und Beratung durch den ADFC und erfahrene Reiseradler, die sich allen Fragen der BesucherInnen zum Radurlaub stellen. Ein Zauberer sorgt für Unterhaltung für die ganze Familie.

Für Fahrräder wird ein eigener Parkplatz direkt vor der Tür eingerichtet.

Was tun mit der Langenhorner Chaussee?


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Die Langenhorner Chaussee im Hamburger Norden ist für den Radverkehr durchaus seit längerem ein Problem. Die Straße ist zwar breit genug, um insgesamt zwei äußerst breite Fahrspuren anzulegen, die genug Platz für jeweils zwei Kraftfahrzeuge bieten, aber zu schmal, um eine vernünftige Radverkehrsführung basteln zu können. Die müßige Diskussion dreht sich einerseits um eine mögliche Verengung der Fahrbahn, um das recht gefährliche Nebeneinanderfahren zu unterbinden, andererseits aber auch um die in der Politik durchaus als unzumutbar registrierten Fahrradwege — neuerdings wird sogar eine Sperrung der Radwege diskutiert, wobei natürlich wie immer die teilweise berechtigte Befürchtung mitschwingt, dass weder Auto- und Radfahrer mit dem Radeln auf der Fahrbahn zurechtkämen.