Mobilitätswandel vs. Verkehrsinfarkt

„Wenn Stern-Autor Wolfgang Röhl sich so ärgert, müssen wir etwas richtig gemacht haben“ — das wusste schon Stefan Niggemeier vor vier Jahren.

Insofern könnte man die ganze Sache an dieser Stelle beenden und feststellen: Wolfgang Röhl hat sich über die Critical Mass geärgert. Bitte fahren Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Blöd nur, dass sich nunmal irgendjemand mit so etwas auseinandersetzen muss.

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Critical Mass Köln: „Die Straße gehört allen“

Im Kölner Stadt-Anzeiger geht’s heute um die dortige Critical Mass: Straßenprotest mit vielen Fahrrädern

Unter dem Motto „reclaim the streets“ – erobere die Straßen zurück – fahren Teilnehmer der Fahrrad-Bewegung „critical mass“ quer durch die Straßen Kölns und nehmen die Fahrspuren in Beschlag. Die Idee dahinter ist, die Straßen so mit Fahrradfahrern zu überfluten, dass der Verkehr ruhiger wird.

Eigentlich schade, dass die Critical Mass als eine Protestform oder eine Demonstration beschrieben wird — das ist sie nämlich eigentlich nicht.

Critical Mass in San Diego

Ein sehr schönes Video von der Critical Mass in San Diego:

„Eine bedrohte Art erobert ihren Lebensraum zurück“

Legal Tribune Online versucht sich an einer Interpretation des „Phänomen Critical Mass“:

„Wir behindern nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr! Schließt euch zusammen und holt euch ein Stück Straße zurück“. Mit solchen Parolen werden Radfahrer in vielen Großstädten dazu aufgerufen, sich „unorganisiert“ zu treffen und durch langsames Fahren im Pulk gegen den Autoverkehr zu protestieren. Ob ihr Verhalten auch rechtmäßig ist, erläutert Adolf Rebler.