BILD: Härtere Strafen für Kampfradler, aber nicht für Kampfkraftfahrer

Ach, BILD, schon wieder BILD? Dieses Mal: Härtere Strafen für Rad-Rambos

Hamburgs Innensenator Michael Neumann (42, SPD) geht den Rad-Rambos an den Geldbeutel – und zwar bundesweit!

Das vermutlich beste an der ganzen Sache: die Gefährdung von Radfahrern beim Abbiegen oder öffnen von Fahrzeugtüren wird nunmehr doppelt so hoch besteuert — beide Fälle, die mithin ganz oben in der Unfallstatistik klemmen, kosten künftig zwanzig statt zehn Euro. Schade, dass sich die Meinung bei der Bestrafung von Verkehrsteilnehmern stets gegen Radfahrer wendet, obschon längst nicht nur das Fehlverhalten der Radfahrer für Unfälle ursächlich ist.

3 Gedanken zu „BILD: Härtere Strafen für Kampfradler, aber nicht für Kampfkraftfahrer“

  1. Bei dem was bei dem angekündigten Blitzermarathon in NRW herausgekommen ist, sollte man mal nachdenken von wem das höhere Gefährdungspotential ausgeht.

    1. Der sog. „Blitzmarathon“ war eine Farce! Wer bei dieser, ausgiebig in allen Medien angekündigten Kontrolle erwischt wurde, muss völlig plem plem sein. Eine solche Aktion sagt genau Folgendes aus: „Liebe Autofahrer, wir müssen euch morgen kontrollieren. Das tut uns zwar auch Leid aber deshalb sagen wir euch das ja auch vorher. Also bitte: Morgen mal auf den Tacho schauen. Danke! Ihre Polizei.“

      Wäre die Aktion ohne Ankündigung durchgeführt worden, hätte man ganz andere Zahlen von schweren Verstößen gehabt. Zahlen, die aber politisch nicht gewollt sind!

      1. Hier zumindest schreibt die Polizei in der offiziellen Pressemitteilung:
        „Das Geschwindigkeitsniveau war deutlich geringer, als an anderen Tagen.“

        Dennoch fuhr jeder 50. Verkehrsteilnehmer zu schnell. Das macht auf der meist befahrenden Strasse in Köln in der Spitzenstunde alle 14 Sekunden ein Verstoss. Der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass mindestens(!) durchschnittlich 47 Euro Bußgeld verlangt wurden.

        Also auf dieser einen Strasse hochgerechnet (bei dem niedrigen Geschwindigkeitsniveau!) 43 Millionen Euro pro Jahr an Bußgeld. Wenn man ständig kontrollieren würde. Aber dafür hat die Stadt kein Geld.

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