All Critical Mass is Nazi

Manchmal geht die verdiente Mittagspause ganz unverhofft den Bach runter. Der 20. Dezember 2017 war so ein Tag, als Torsten Dirk bei den Ruhrbaronen einen Artikel mit einem leicht clickbaitig angehauchten Titel veröffentlichte:

Fuck you, Critical Mass Berlin

Sollen wir den Rechten Ihre Symbole rauben, um sie unschädlich zu machen? Ich möchte diese Frage einmal kurz beantworten: nein. Die Opfer und deren Nachkommen sollen auf Deutschem Boden nicht ständig an diese düstere, böse und faschistische Vergangenheit erinnert werden. Von unserem Gastautor Torsten Dirk.

Der Artikel war, nun ja, der Artikel war „interessant“.

Die obligatorische Empörungswelle rollte umgehend durch die einschlägigen Critical-Mass-Gruppen und -Seiten auf facebook und im restlichen Netz, ich tippte in ebenjener Mittagspause eine halbfertige Rezension zurecht, als Torsten Dirks Beitrag so plötzlich und geräuschvoll aus dem Netz verschwand wie er kurz zuvor aufgetaucht war:

Es gibt Dinge, die in der Existenz eines Blogs hoffentlich nur einmal passieren. Hier stand ein Gastbeitrag, den wir vor Veröffentlichung hätten gründlich lesen sollen. Wir werden keine Verbesserung unserer Prozesse versprechen, so wie es andere Medien tun (die damit lügen). Wir versprechen, dass der nächste Beitrag zu diesem Thema noch ärgerlicher wird. Weil er verdammt gut sein wird.

Damit wollte ich die Sache auf sich beruhen lassen. Man muss schließlich nicht alles kommentieren und die Besprechung eines Artikels, der gerade mal für vier oder fünf Stunden der Öffentlichkeit zugänglich war, naja, die ist nun wirklich eher witzlos.

Das blöde an der Sache war nur: Es gibt Kopien von diesem Artikel — und die machten während der Weihnachtsfeiertage die Runde durchs Netz; sogar auf dem 34C3 in Leipzig wurde über die große Nazi-Vergangenheit der Critical Mass Berlin debattiert, als ich einige Plakate für die Critical Mass Leipzig aufhing. Vielleicht sollten wir doch einmal darüber sprechen, was Dirk alles in der Critical Mass vermutet — er selbst steht ja nach wie vor zu seinem Text und am Ende glaubt das sonst noch jemand.

13 Gedanken zu „All Critical Mass is Nazi“

  1. Dirk hat mit seiner Einschätzung vollkommen recht: Aus den grünen Kiffer Hirnen vieler CM People tropft braune Kacke.

    Für Interessierte: Lest nach was Malte in seiner Vergangenheit getrieben hat, seine verbalen Entgleisungen auf facebook lassen einen rechtsextremen Geist hinter einer linksgrünen Fassade schimmern. Hier macht er Werbung für die AfD und möchte jeden Flüchtling wieder zurück in den Krieg schicken https://radverkehrsforum.de/forum/thread/1249-btw-2017-sondierungsergebnisse/

    Mit solchen Menschen möchte ich auch nicht auf einer CM fahren.

  2. Danke du räudiges Arschloch. Dirk macht sich die Mühe die rechtsnationalen Tendenzen der Critical Mass aufzuzeigen und wird wie ein Hund durch den Dreck gezogen. Hast du vor der Veröffentlichung deiner dreckigen Fatwa überlegt, dass so etwas geschäftsschädigend für Dirk ist? Wenn du so mit deinen Unterstützern umgehst ist es kein Wunder das du kleiner Hurensohn in Hamburg keinen guten Stand hast. Verpiss dich endlich nach Kiel und bau dort deine eigene Nazi CM auf.

  3. sorry @black slash, aber wer so einen geistigen Duennpfiff von sich laesst wie Dirk das da getan hat, muss damit rechnen dafuer auch oeffentlich geruegt zu werden – und Malte hat das viel sachlicher getan, als Dirks Artikel war.
    Btw, erst aufreger Statement raushauen, und dann zurueckrudern und „war ja nicht so gemeint“ ist typische AFD Taktik. Und mit Dreck schmeissen, irgendwas wird schon haengen bleiben auch.

    Lediglich in einem Punkt moechte ich Malte wiedersprechen: Auch wenn Linke Toene definitiv auf allen CMs warzunehmen sind, sind sie nicht die einzigen. Die CM an sich ist politisch neutral – und das muss sie auch. Sie bietet die Gelegenheit Verkehrspolitische Themen zu eroertern, ohne das dabei an Parteipolitischen Coleur orientieren zu muessen. Das es Themen gibt, die vielleicht keine Mehrheiten in einer Partei finden, im gesammten demokratischen Spektrum aber sehr wohl, haben z.b. die Ehe fuer alle und der Nichtraucherschutz in der Vergangenheit gezeigt.
    Verkehrspolitik und wie wir in unseren Staedten leben wollen geht alle etwas an. Lasst uns diese Mehrheit suchen, und erstarken. Das das auf der CM funktioniert haben Zahlreiche Projekte die auf CMs gebohren wurden (wie z.b. Ring Frei in Koeln – Tempo 30 & Radspur – im Kontrast zu Avisierten tempo 70 in den 00’er Jahren)

    Kette rechts.

    1. Herzlichen Glückwunsch zu eurem Vollpfosten CM Gott. Mach dich mal beim harten Kern der CM HH schlau, bevor du weiter einem Neonazi verteidigst.

      Unvergessen seine Äußerungen zur Flüchtlingspolitik, sein Engagement bei der Identitären Bewegung, die Unterschlagung von mehreren tausend Euro im Zuge der CM Aufkleberaktion und das anschwärzen der CM Underdogs bei der CM im Sommer 2013. Alles vergessen? Mach dich schlau anstatt hier dem verlogesnten Aller Fahrradaktivisten zu huldigen.

      1. Ich habe drei Erklärungsmodelle:
        Malte soll hier mit erfundenen Sachen diskreditiert werden oder es liegt eine Verwechslung vor oder black slash ist der deutschen Sprache nur unzureichend mächtig, sodass es zu Fehlinterpretationen von Maltes Äußerungen kommt.

      2. Das hier scheint ein Versuch zu sein, Malte zu diskreditieren und ihn davon abzulenken, seine Zeit in sinnvollere Sachen als in die Auseinandersetzung mit solchen Kommentaren zu stecken. Also wenn ich bösartig wäre und keinen Bock auf Radfahrende hätte, würde ich das genau so machen. Der Autor des hier auseinandergenommen Artikels findet, dass die CM den Straßenverkehr behindere. Na, wenn das nicht Grund genug ist, Malte zur Ablenkung irgendwelche Dinge an den Kopf zu werfen.

        Alternative Erklärungen:
        Es liegt eine Verwechselung vor.
        ODER
        black slash ist der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtig und hat deswegen einiges in den falschen Hals bekommen.

        1. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nur wieder Diskreditierung werden soll.

          Ich habe mich leider im Sommer bis Herbst 2013 mit einer ganzen Reihe Leute aus dem Umfeld der Critical Mass angelegt, dabei ist leider viel böses Blut geflossen und ich kann auch nicht leugnen, dass ich mich da rückblickend wirklich ausgesprochen blöd angestellt habe.

          Mit vielen dieser Menschen habe ich mich mittlerweile, naja, ich sage mal „ausgesprochen“, mit vielen ist alles wieder in Ordnung, aber ein paar haben die Critical Mass Hamburg damals nicht nur meinetwegen, sondern auch wegen diverser Querelen bezüglich der politischen Positionierung wieder verlassen.

          Ich will jetzt nichts fieses oder falsches sagen, aber mein Eindruck ist tatsächlich, dass einige dieser ehemaligen Teilnehmer gefallen daran gefunden haben, die Critical Mass Hamburg schlechtzureden. Das geht dann eben los mit der Verweigerung einer politischen Einordnung und endet damit, dass gerade jetzt im Winter recht viele Teilnehmer mit Warnweste am Treffpunkt auftauchen.

          Und dann wird eben wieder mal Stimmung gemacht, dann sind wieder andere Themen wichtiger, dann kommt wieder so ein dankbares Ereignis wie der Typ mit seiner Deutschlandfahne letztes Jahr, über das sich dann wieder über Gebühr in Richtung „Nazi-Critical-Mass“ aufgeregt wird, dann verliert man wieder das Interesse und hin und wieder kommt der eine oder andere vorbei.

          Ich habe mir das auch selbst zuzuschreiben: Die Entscheidung, mich über einen so langen Zeitraum bei der Critical Mass Hamburg zu engagieren und meinen Namen ins Impressum jeder noch so blöden Webseite zu schreiben, habe ich selbst getroffen. Da muss ich nunmal damit leben, dass es längst nicht nur Applaus für diese Art des Engagements gibt.

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