Achterbahnfahrt auf der Langenhorner Chaussee

Die Langenhorner Chaussee gilt unter Hamburger Radfahrern nicht gerade als Meisterwerk einer Radverkehrsanlage. Nun gibt es ein Video drüben auf Mos Welt, das eindrucksvoll beweist, dass sich dieser Radweg kaum befahren lässt. Schon allein die Prämisse aus der Rechtsprechung, dass das Fahrrad den „Luftraum“ über dem Radweg nicht verlassen darf, also nicht einmal der rechte Teil des Lenkers über den Gehweg ragen darf, macht das allzu abenteuerlich, denn von der linken Seite ragt oft genug ein Kraftfahrzeug in den Radweg hinein. Schwer zu glauben, dass das Radfahren auf der Fahrbahn gefährlicher als auf diesem Radweg sein soll: Radweg entlang der Langenhorner Chaussee in Hamburg

5 Gedanken zu „Achterbahnfahrt auf der Langenhorner Chaussee“

  1. Da kann man sich doch eigentlich bei den Radwegparkern nur bedanken, schließlich legalisieren sie dadurch das Radfahren auf der Fahrbahn. 😉

    Das muss dann nur noch die Polizei einsehen…

    1. Da kann man sich doch eigentlich bei den Radwegparkern nur bedanken, schließlich legalisieren sie dadurch das Radfahren auf der Fahrbahn. 😉

      Das muss dann nur noch die Polizei einsehen…

      Ich bin immer noch der Meinung, dass die Straßenverkehrs-Ordnung ein Ausweichen auf die Fahrbahn allenfalls in der Version nach der 45. Änderungsverordnung ermöglicht. Ansonsten ist tatsächlich schieben angesagt.

      1. Hi, ich verstehe Dein Statement gerade nicht, Malte. Ein zugeparkter Radweg ist unbenutzbar – wieso sollte daraus eine Pflicht zum Schieben resultieren?

        1. Das ist lediglich meine Mindermeinung, die mir gerade wegargumentiert wird 😉 Ich war der Meinung, dass die Straßenverkehrs-Ordnung insbesondere nach der 46. Änderungsverordnung und in der Neufassung einerseits in § 2 Abs. 4 StVO fordert, den Radweg zu benutzen, im Anhang 2 zu den Vorschriftzeichen 237, 240 und 241 aber auch ein Verbot der Fahrbahn ausspricht. Das ist auch einigermaßen logisch, denn folgt man dem Gedanken von § 45 Abs. 9 StVO, wird eine Radwegbenutzungspflicht nur dort ausgesprochen, wo die Gefahrenlage keine andere Lösung zulässt — dass das nicht so ist, wissen wir ja alle, aber die Straßenverkehrs-Ordnung geht davon aus — und diese Gefahr verschwindet ja nicht plötzlich dadurch, dass jemand auf dem Radweg parkt oder seine Mülltonne dort abstellt.

          Man kann das aber auch anders lesen: eine Radwegbenutzungspflicht wird dort angeordnet, wo nach § 45 StVO die Gefahr auf dem Radweg geringer ist als auf der Fahrbahn. Damit die Gleichung funktioniert, muss aber natürlich ein Radweg vorhanden, zumutbar, benutzbar und straßenbegleitend sein.

          Ich bin da etwas unschlüssig, insbesondere weil Anlage 2 zu den Vorschriftzeichen nunmal die Benutzung der Fahrbahn verbietet. Im Verkehrsportal habe ich dazu eine Diskussion eröffnet, diskutiert doch einfach mit =)

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