Tatütata, die AfD ist da

Ich habe bekanntlich ein Abo auf Ärger und Kalamitäten, sei es im Straßenverkehr, sei es im Internet. Andererseits: Was war denn meine Erwartung? Wenn man seinen Namen ins Impressum der Webseite der Critical Mass Hamburg pflanzt, gleichzeitig ein mittlerweile doch recht berüchtigtes „Hetzblog“ namens Radverkehrspolitik betreibt, mit dem Rad zwar nicht auf der falschen Straßenseite über rote Ampeln donnert, aber dennoch mit dem Rad zur Arbeit fährt, dabei Fotos von Gefahrnstellen sammelt und manchmal gar auf dem Radweg parkende Kraftfahrzeuge beim Ordnungsamt verpetzt, ja, was habe ich erwartet? Dass man mich freundlich begrüßt, mir an der Kreuzung zuwinkt, „Hej Malte!“, und man mir zum Geburtstag eine nette Karte schickt, „Viele Grüße vom Stuttgart“?

Nö.

Was Hass im Internet und draußen auf der Straße angeht, bin ich mittlerweile Kummer gewohnt. Aber manchmal nimmt der Hass dann doch ganz ungeahnte Dimensionen an.

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Der Mobilitätswandel ist da — jedenfalls ein bisschen

Als ich vor mittlerweile über sechs Jahren im „alten“ Radverkehrspolitik-Blog hin und wieder einen Artikel veröffentlichte, da war die Welt noch in Ordnung. Bundesweit erschienen pro Woche zwei oder drei oder vier Zeitungsartikel zum Thema Radfahren, die sich ganz entspannt und ausführlich neben dem Informatik-Studium diskutieren ließen, hin und wieder war mal eine Nachtschicht wegen eines Fahrradhelm-Urteiles notwendig, aber das hatte ich zeitlich alles im Griff. Radfahrer waren damals eher die bösen, die sich nie an die Verkehrsregeln hielten und „trotz Radweg mitten auf der Straße“ kurbelten, das regelmäßige Radfahren zur Arbeit galt als eine kritisch beäugte Beschäftigung für Freaks und Vollidioten und Begriffe wie „Mobilitätswandel“ standen damals noch nicht einmal im Duden.

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